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Prof. Dr. Mustafa Özdoğan · Facharzt für medizinische Onkologie
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ASCO 2026: Die Revolution durch KI und räumliche Profilierung bei Krebsbiomarkern

ASCO 2026: Die Revolution durch KI und räumliche Profilierung bei Krebsbiomarkern
In diesem Artikel

Nicht nur, ob ein Ziel vorhanden ist, sondern wo es im Tumor liegt: Biomarker sind nicht mehr einfach „positiv“ oder „negativ“

Eine Perspektive vom ASCO 2026 Künstliche Intelligenz Digitale Pathologie Räumliche Profilierung Tumormikroumgebung Biomarker der nächsten Generation
Über viele Jahre wurden Biomarker in der Krebstherapie meist als „positiv“ oder „negativ“ interpretiert: Ist HER2 positiv, PD-L1 hoch, MSI vorhanden oder eine EGFR-Mutation nachgewiesen? Die Tumorbiologie ist jedoch weit komplexer. Ebenso wichtig wie das Vorhandensein eines Ziels ist, wo dieses Ziel innerhalb des Tumors liegt, mit welchen Zellen es benachbart ist, ob Immunzellen in den Tumor gelangen und ob die Tumormikroumgebung die Behandlung zulässt. Auf dem ASCO 2026 wiesen Studien zu künstlicher Intelligenz und räumlicher Profilierung auf eine neue Ära hin, in der Biomarker nicht nur als „vorhanden oder nicht vorhanden“, sondern anhand der Fragen wo, wie viel, in welchem Kontext und in welcher zellulären Nachbarschaft gelesen werden.
5
ASCO-Studien
Lunit präsentierte 5 Studien mit KI-gestützten IHC- und Tumormikroumgebungsanalysen
80% vs. 36,4%
HER2 + BTC
Höhere Ansprechrate bei einem KI-bestimmten Anteil von Tumorzellen mit HER2 IHC 3+ ≥10%
19,6 vs. 11,1 Monate
Adenoid-zystisches Karzinom
Längeres PFS nach Axitinib in einer mittels KI-Raumprofil definierten Untergruppe
Abstract 107
Multimodale KI
Einstufung des Chemotherapienutzens/-risikos bei nodal positivem HR+ Brustkrebs

Die alte Biomarkerfrage: Ist das Ziel vorhanden?

Die moderne Onkologie befindet sich längst in einer Ära, in der Biomarker Therapieentscheidungen verändern. EGFR, ALK, ROS1 und RET bei Lungenkrebs; RAS, BRAF, MSI und HER2 bei kolorektalem Krebs; ER, PR, HER2 und Ki-67 bei Brustkrebs; sowie BRCA und HRD bei Eierstockkrebs sind heute fester Bestandteil des klinischen Alltags.

Der klassische Biomarkeransatz hat jedoch eine wichtige Grenze: Oft fasst er den Tumor mit einem einzigen Durchschnittswert zusammen. Beispielsweise bezeichnen wir einen Tumor als „HER2-positiv“, messen aber häufig nicht detailliert, ob HER2 in jeder Region gleich ist, wo sich positive Zellen konzentrieren, ob Immunzellen in diese HER2-reichen Bereiche gelangen oder ob das Stroma die Zellen umschließt.

Wo liegt die Grenze des klassischen Biomarkeransatzes?
Klassische Tests teilen Tumoren häufig in Kategorien wie „positiv-negativ“, „hoch-niedrig“ oder „mutiert-Wildtyp“ ein. Tumorgewebe ist jedoch keine einheitliche, homogene Masse; unterschiedliche Regionen können unterschiedliche Zelldichten, Immunantworten, Gefäßstrukturen und Resistenzbereiche aufweisen.

Die neue Frage: Wo liegt das Ziel, neben welchen Zellen und in welcher Mikroumgebung?

Hier kommen künstliche Intelligenz und räumliche Profilierung ins Spiel. Die digitale Pathologie analysiert das gesamte Objektträgerbild in hoher Auflösung. KI-Modelle können Tumorzellen, Stroma, Lymphozyten, Gefäßzellen, Nekroseareale, Immunphänotypen und zelluläre Nachbarschaften quantifizieren. So kann der pathologische Objektträger von einem reinen Diagnosedokument zu einer mehrschichtigen biologischen Karte werden, die das Therapieansprechen vorhersagen könnte.

1. Digitale Pathologie Das gesamte H&E- oder IHC-gefärbte Objektträgerbild wird digitalisiert.
2. Unterscheidung von Zellen und Gewebe Das KI-Modell trennt Bereiche wie Tumor, Stroma, Immunzellen, Gefäße und Nekrose.
3. Räumliche Nachbarschaft Gemessen wird, wie nahe Zellen beieinanderliegen und ob sie in den Tumor gelangen.
4. Biomarkermodell Diese Daten können mit Therapieansprechen, Rezidivrisiko oder Überleben verknüpft werden.
Was ist räumliche Profilierung?
Dabei wird nicht nur die Anzahl der Zellen im Tumorgewebe untersucht, sondern auch ihre Position zueinander. Es wird beispielsweise gefragt, ob T-Zellen in den Tumor eingedrungen oder nur am Rand geblieben sind, wie sie zu Gefäßzellen oder Stroma liegen und ob tertiäre lymphatische Strukturen vorhanden sind.

Ein Beispiel vom ASCO 2026: KI-gestützte Auswahl bei HER2-positivem Gallengangskrebs

Ein bemerkenswertes Beispiel dieses Ansatzes auf dem ASCO 2026 war eine Studie zu HER2-positivem fortgeschrittenem Gallengangskrebs. Bei der Untersuchung einer Erstlinien-Vierfachkombination aus Trastuzumab, Nivolumab, Gemcitabin und Cisplatin wurden mittels KI-gestützter Analyse des gesamten Objektträgers HER2-Expression und Immunphänotyp gemeinsam untersucht.

An der multizentrischen Studie der Phase Ib/II nahmen 40 Patienten teil. Unter der Kombination wurden eine objektive Ansprechrate von %55, eine Krankheitskontrollrate von %95und ein medianes progressionsfreies Überleben von 10,6 Monaten berichtet. Entscheidend war jedoch, dass die KI Patienten mit möglicherweise höherer Ansprechwahrscheinlichkeit unterscheiden konnte.

KI-gestütztes Biomarkersignal bei HER2-positivem fortgeschrittenem Gallengangskrebs

Gesamt-ORR
%55
Gesamt-DCR
%95
ORR bei HER2 IHC 3+ ≥10%
%80
ORR bei HER2 IHC 3+ <10%
%36,4
Das Ergebnis legt nahe, dass nicht nur ein positives oder negatives HER2, sondern auch dessen Menge und Verteilung auf Ebene der Tumorzellen mit dem Therapieansprechen zusammenhängen könnten.

Dieses Beispiel zeigt, dass KI über ein einfaches „Hilfsmittel für die Pathologie“ hinausgehen könnte. Werden im selben Gewebe die Menge des Zielproteins, der Immunphänotyp und die Tumormikroumgebung gemeinsam analysiert, könnte die Patientenauswahl präziser werden.

Immunologisch kalte Tumormikroumgebung bei Lungenkrebs mit hohem HER2

Eine weitere auf dem ASCO 2026 von Lunit präsentierte Analyse untersuchte die Mikroumgebung nicht-kleinzelliger Lungenkarzinome mit HER2-Überexpression. Die KI-gestützte räumliche Analyse von mehr als zweitausend NSCLC-Ganzpräparatbildern berichtete bei HER2-überexprimierenden Tumoren eine geringere Dichte tumorinfiltrierender Lymphozyten und einen niedrigeren Anteil eines entzündeten Immunphänotyps.

Dieser Befund legt nahe, dass HER2-reiche Tumoren in bestimmten Zusammenhängen eine „immunologisch kältere“ Mikroumgebung haben könnten. Werden die Ergebnisse in unabhängigen Serien bestätigt, könnte neben dem HER2-Spiegel auch die Mikroumgebungskarte nötig sein, um zu verstehen, bei welchen Patienten Kombinationen aus HER2-gerichteter Therapie und Immuntherapie sinnvoller sein könnten.

Was bedeutet ein immunologisch kalter Tumor?
Gemeint sind Tumoren mit wenigen Immunzellen im Inneren oder in der Umgebung, insbesondere wenn T-Zellen nicht ausreichend in das Tumorgewebe eindringen können. Dies kann bei manchen Patienten mit einem begrenzten Ansprechen auf Immuntherapie zusammenhängen.

Räumliche Signatur zur Unterscheidung des Axitinib-Ansprechens beim adenoid-zystischen Karzinom

Ein weiteres Beispiel KI-gestützter räumlicher Profilierung wurde beim adenoid-zystischen Karzinom vorgestellt. Bei diesem seltenen Tumor sind die Therapieoptionen begrenzt, und klassische Biomarker können das Ansprechen nur schwer vorhersagen. Eine KI-basierte Analyse der Tumormikroumgebung berichtete in einer Untergruppe mit hoher Endothelzell- und tumorinfiltrierender Lymphozytendichte ein längeres PFS nach Axitinib: 19,6 gegenüber 11,1 Monaten.

Unterschiede im PFS nach Axitinib beim adenoid-zystischen Karzinom durch KI-Raumprofilierung

Hohe Endothelzell- + TIL-Dichte
19,6 Monate
Andere Gruppe
11,1 Monate
Solche Daten zeigen das Potenzial räumlicher Gewebeanalyse, Respondergruppen zu identifizieren, die klassische Ansätze mit einem einzelnen Marker nicht unterscheiden können.

TLS-Regionen bei MSS-Kolorektalkrebs: Könnte sich eine Tür zur Immuntherapie öffnen?

Mikrosatellitenstabiler metastasierter kolorektaler Krebs gilt allgemein als resistent gegenüber Immuncheckpoint-Inhibitoren. Doch auch das Etikett „MSS“ erklärt nicht sämtliche Details der Tumormikroumgebung. Eine auf dem ASCO 2026 präsentierte KI-gestützte Mikroumgebungsanalyse zeigte, dass größere Regionen tertiärer lymphatischer Strukturen beim MSS-metastasierten Kolorektalkrebs nach Immuntherapie mit besserem PFS und OS verbunden sein könnten.

Was ist eine tertiäre lymphatische Struktur?
Dabei bilden Immunzellen im Tumorgewebe organisierte Ansammlungen, die einem Lymphknoten ähneln. Bei manchen Krebsarten können diese Strukturen mit einer wirksameren antitumoralen Immunantwort und einem besseren Immuntherapieansprechen zusammenhängen.

Dieses Gebiet ist sehr wichtig: Wenn wir manche Tumoren pauschal als „immuntherapieresistent“ einordnen, übersehen wir möglicherweise kleine Untergruppen, deren Mikroumgebung tatsächlich Potenzial für eine Immunantwort besitzt. KI-gestützte räumliche Analyse könnte diese kleinen Untergruppen objektiver bestimmen.

Multimodale KI: Wenn Pathologie, klinische Daten und genomisches Risiko in dasselbe Modell eingehen

Eine weitere wichtige Entwicklung auf dem ASCO 2026 war multimodale künstliche Intelligenz. Multimodale KI betrachtet nicht nur das Pathologiebild, sondern gemeinsam auch klinische Daten, Alter, Stadium, Tumorgröße, Lymphknotenstatus, Behandlungsinformationen und bei Bedarf genomische Daten. Das Ziel ist, anstelle einer einzelnen Datenquelle den gesamten Krankheitskontext zu modellieren und Risiko sowie Therapienutzen genauer vorherzusagen.

Die auf dem ASCO 2026 von Artera vorgestellten Studien veranschaulichen diese Entwicklung. Ein multimodales KI-Modell zur Bewertung von Chemotherapienutzen und Prognose bei nodal positivem, HR-positivem Brustkrebs wurde als Abstract #107 in einer mündlichen Sitzung präsentiert. Außerdem wurden Studien zur Übereinstimmung multimodaler KI mit dem 21-Gen-Recurrence-Score-Test bei frühem Brustkrebs sowie zur digitalen pathologiebasierten Risikostratifizierung beim Prostatakrebs vorgestellt.

Ansatz Verwendete Daten Beantwortete Frage Klinisches Potenzial
Klassischer Biomarker Einzelner molekularer oder IHC-Marker Ist das Ziel vorhanden? Bestimmt die Eignung für eine zielgerichtete Therapie.
KI der digitalen Pathologie Ganzpräparatbild Was sagen Tumorarchitektur und Zellmuster aus? Kann Risikostratifizierung und Prognosevorhersage ermöglichen.
Räumliche Profilierung Position und Nachbarschaft der Zellen Sind Immunzellen in den Tumor eingedrungen, und in welchem Kontext liegt das Ziel? Kann das Ansprechen auf Immuntherapie und zielgerichtete Therapie präziser vorhersagen.
Multimodale KI Pathologie + klinische Daten + bei Bedarf Genomik Von welcher Therapie könnte dieser Patient wie stark profitieren? Kann personalisierte Entscheidungen zur adjuvanten oder systemischen Therapie unterstützen.
Auf Mobilgeräten nach rechts wischen, um die gesamte Tabelle zu sehen.

Was könnten diese Technologien in der Klinik verändern?

Das größte Potenzial von KI und räumlicher Profilierung besteht darin, vorhandene Biomarker präziser zu machen. So könnte HER2-Positivität nicht mehr nur als „vorhanden“ oder „nicht vorhanden“ bewertet werden, sondern gemeinsam mit dem Anteil HER2-reicher Zellen, ihrer Verteilung im Tumor, benachbarten Immunzellen und dem Kontext der Tumormikroumgebung.

Ebenso könnten Immuntherapieentscheidungen neben PD-L1 oder MSI viele Variablen zusammenführen: ob T-Zellen in den Tumor eindringen oder an seiner Außengrenze bleiben, das Vorhandensein von TLS, die stromale Barriere, die Gefäßstruktur und die Zusammensetzung von Makrophagen / TIL.

Das neue Biomarkerparadigma

Alter Ansatz: „Ist dieses Ziel vorhanden?“
Neuer Ansatz: „Wo liegt das Ziel, wie stark ist es ausgeprägt, welche Zellen liegen daneben, hat das Immunsystem den Tumor erreicht, lässt die Mikroumgebung eine Behandlung zu und kann diese Information das Therapieansprechen vorhersagen?“

Kritische Lektüre: Neben Begeisterung ist Validierung erforderlich

Was bei KI und räumlichen Biomarkern zu beachten ist

  • Die meisten Daten sind noch im Forschungsstadium: Ein erheblicher Teil der Studien auf dem ASCO 2026 erzeugt klinische Hypothesen und begründet nicht unmittelbar eine Standardtherapieentscheidung.
  • Prospektive Validierung ist unverzichtbar: Der Erfolg eines Modells in einem retrospektiven Datensatz bedeutet nicht, dass es bei klinischen Echtzeitentscheidungen die Patientenergebnisse verbessert.
  • Es gibt ein Problem der Übertragbarkeit: Verschiedene Krankenhäuser, Färbeprotokolle, Scanner, ethnische Populationen und die Qualität der Tumorproben können die Modellleistung beeinflussen.
  • Erklärbarkeit ist wichtig: Ein Arzt kann die Therapieentscheidung nicht allein dem Algorithmus überlassen, ohne zu verstehen, warum das Modell ein hohes oder niedriges Risiko angibt.
  • Regulierung und Qualitätskontrolle sind nötig: KI-basierte Tests müssen für den klinischen Einsatz validiert, standardisiert und überprüfbar sein.
  • Es besteht das Risiko von Datenverzerrungen: Wurde ein Modell mit Daten bestimmter Zentren, Patientengruppen oder Bildgebungsprotokolle trainiert, zeigt es in anderen Populationen möglicherweise nicht dieselbe Leistung.
  • Pathologen und Onkologen verlieren nicht ihre Rolle: KI ersetzt nicht den Entscheidungsträger; gut gestaltet wird sie zum Entscheidungsunterstützungswerkzeug für Pathologen und Onkologen.

Botschaft für die Türkei: Digitale Pathologie und Dateninfrastruktur sind strategisch wichtig

In der Türkei gewinnen molekulare Onkologie, NGS-Panels und zielgerichtete Therapieentscheidungen zunehmend an Bedeutung. Die Ära von KI und räumlicher Profilierung erfordert jedoch neben einer molekularen Testinfrastruktur auch eine Infrastruktur für digitale Pathologie. Hochwertige Gewebeverarbeitung, standardisierte Färbung, hochauflösende Scanner, sichere Datenspeicherung, Pathologie-Onkologie-Integration und klinische Ergebnisdaten sind die Grundbausteine dieses Systems.

Daher könnte künftig neben dem „molekularen Tumorboard“ auch das Konzept eines „Boards für digitale Pathologie und Biomarker“ wichtig werden. KI-Modelle werden nur durch die richtige klinische Frage, hochwertige Daten und fachkundige Interpretation sinnvoll.

Wie sollte man es Patienten erklären?

„Künstliche Intelligenz kann das Tumorgewebe auf dem pathologischen Objektträger genauer untersuchen und Krebszellen, Immunzellen sowie die Tumorumgebung kartieren. Diese Informationen könnten uns künftig helfen vorherzusagen, welche Therapie wirksamer sein könnte. Heute sind diese Technologien jedoch nicht bei jeder Krebsart und für jeden Patienten Standard; für einen verlässlichen klinischen Einsatz ist weitere Validierung nötig.“

Akademischer Kommentar von Drozdogan

Die Studien zu KI und räumlicher Profilierung auf dem ASCO 2026 zeigen eine neue Phase der Biomarker in der Onkologie. Wir beginnen, Tumoren nicht nur anhand von Mutation, Expression oder Positivität zu lesen, sondern auch anhand der räumlichen Beziehungen zwischen Zellen, des Zugangs des Immunsystems zum Tumor und der Behandlungsmöglichkeiten, die die Mikroumgebung zulässt.

Dieser Ansatz könnte besonders dort wertvoll sein, wo klassische Biomarker nicht ausreichen. Es könnte möglich werden, kleine Untergruppen des MSS-Kolorektalkrebses mit potenziellem Immuntherapieansprechen, Patienten mit HER2-positiven Tumoren und höherer Ansprechwahrscheinlichkeit oder Mikroumgebungssignaturen seltener Tumoren mit Empfindlichkeit für zielgerichtete Therapie zu unterscheiden.

Der tatsächliche klinische Wert dieses Gebiets wird jedoch nicht allein durch beeindruckende Algorithmen bestimmt, sondern durch prospektive Validierung, Erklärbarkeit, Standardisierung, Regulierung und die Fähigkeit, reale Patientenergebnisse zu verbessern. Der Biomarker der Zukunft wird nicht nur das Molekül, sondern auch die Tumorkarte lesen können.

Fazit

ASCO 2026 zeigte, dass künstliche Intelligenz und räumliche Profilierung in der Onkologie zunehmend sichtbar werden. KI-gestützte HER2/IHC-Messung, Mikroumgebungsanalyse, TIL/TLS-Kartierung, multimodale Risikomodelle und digitale pathologiebasierte Vorhersagen des Therapienutzens markieren eine neue Ära: Biomarker werden nicht nur als „positiv“ oder „negativ“, sondern in einem mehrschichtigen Tumorökosystem gelesen.

Heute sind diese Technologien nicht überall Standard, doch die Richtung ist klar. Die künftige Frage in der Krebstherapie wird nicht nur „Gibt es ein Ziel im Tumor?“ lauten. Präziser wird gefragt: „Wo im Tumor liegt dieses Ziel, mit welchen Zellen zusammen, in welcher Mikroumgebung, und sagt diese Karte das Therapieansprechen des Patienten voraus?“

DROZDOGAN KI

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Drozdogan-Assistent

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