Die wirksamste Methode zur Diagnose von COVID-19: Computertomografie (BT)

Eine Studie mit mehr als 1000 Patienten, die in der Zeitschrift Radiology veröffentlicht wurde, zeigte, dass die Lungen-Computertomografie (BT) bei der Diagnose der neuartigen Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) besser abschnitt als Labortests. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass statt PCR- und Bluttests die BT als primäres Screeningverfahren für COVID-19 eingesetzt werden sollte.
Solange keine spezifischen Medikamente oder Impfstoffe gegen COVID-19 verfügbar sind, ist es wichtig, die Krankheit früh zu erkennen und einen infizierten Patienten sofort von gesunden Menschen zu isolieren.
Nach den jüngsten Leitlinien aus China sollte die Diagnose von COVID-19 durch die Reverse-Transkriptions-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) oder durch Gensequenzierung von Atemwegs- oder Blutproben als entscheidenden Indikator für eine Krankenhausaufnahme bestätigt werden. Die Leistungsfähigkeit dieser Labortests ist jedoch sowohl durch Schwierigkeiten bei der Anwendung als auch durch die Produktionsdynamik der Testkits begrenzt. Beispielsweise wurde berichtet, dass die Positivitätsrate beim ersten PCR-Test bei Verdachtsfällen zwischen 30% und 60% liegt.
Die geringe Empfindlichkeit der PCR bedeutet, dass viele COVID-19-Patienten möglicherweise keine schnelle und angemessene Behandlung erhalten. Angesichts der hohen Ansteckungsfähigkeit des Virus erhöht dies außerdem das Risiko einer Übertragung auf einen größeren Teil der Bevölkerung.
Die frühe Diagnose von COVID-19 ist für die Behandlung und Kontrolle der Krankheit sehr wichtig. Im Vergleich zur PCR könnte die Thorax-BT (Computertomografie des Lungenbereichs) insbesondere im Epidemiegebiet eine zuverlässigere, praktischere und schnellere Methode zur Diagnose und Beurteilung von COVID-19 sein.
Die Thorax-BT, ein routinemäßiges bildgebendes Verfahren zur Diagnose einer Pneumonie (Lungenentzündung), ist schnell und relativ einfach. Neuere Untersuchungen ergaben, dass die Empfindlichkeit der BT bei einer COVID-19-Infektion, also ihre Fähigkeit, Erkrankte zu erkennen, 98% beträgt. Bei der PCR liegt dieser Wert bei 71%.
Für die vorliegende Studie untersuchten Forscher des Tongji-Krankenhauses in Wuhan, China, den diagnostischen Wert und die Übereinstimmung der Thorax-BT im Vergleich zum PCR-Test bei COVID-19.
In die Studie wurden 1014 Patienten aufgenommen, bei denen zwischen dem 6. Januar und dem 6. Februar 2020 sowohl eine Thorax-BT als auch ein PCR-Test durchgeführt wurden. Mit dem PCR-Test als Referenz wurde die Leistung beider Verfahren bei der Diagnose von COVID-19 bewertet. Bei Patienten mit mehreren beziehungsweise aufeinanderfolgenden PCR-Tests wurde der dynamische Wechsel der PCR-Ergebnisse (von negativ zu positiv beziehungsweise von positiv zu negativ) im Vergleich zu aufeinanderfolgenden BT-Untersuchungen analysiert.
Die Ergebnisse zeigten, dass 601 Patienten (59%) positive PCR-Ergebnisse und 888 (88%) einen positiven Thorax-BT-Befund hatten. Auf Grundlage positiver PCR-Ergebnisse lag die Empfindlichkeit der Thorax-BT für einen Hinweis auf COVID-19 bei 97%. Bei 75% der Patienten mit negativen PCR-Ergebnissen (308 von 413 Patienten) waren die Thorax-BT-Befunde positiv. Der Abstand zwischen einem zunächst negativen und einem positiven PCR-Ergebnis betrug 4 bis 8 Tage.
Etwa 81% der Patienten mit negativem PCR-Ergebnis, aber positivem Thorax-BT-Befund wurden nach einer umfassenden Analyse klinischer Symptome, typischer BT-Befunde und dynamischer BT-Verlaufskontrollen nachträglich als COVID-19-Fälle neu eingestuft.
Zusammenfassend zeigt sich die Computertomografie (BT) als genaueres Verfahren zur Diagnose von COVID-19 als Labortests. Deshalb sind wir der Ansicht, dass ein BT-Befund für die Diagnose von COVID-19 ausreichen sollte und dass bei Menschen mit klinischem Verdacht trotz negativer Tests aufeinanderfolgende Labor- und Bildgebungsuntersuchungen durchgeführt werden sollten. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Räume für BT-Untersuchungen aufgrund der häufigen Untersuchungen ein Übertragungsrisiko darstellen und angemessen sterilisiert werden müssen.
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