Covid-19-Impfstoffe verhinderten im ersten Jahr 20 Millionen Todesfälle

In The Lancet Infectious Diseases wurde am 23. Juni eine Studie online veröffentlicht. Danach verhinderten Impfstoffe im ersten Jahr der Covid-19-Impfung schätzungsweise 19,8 Millionen Todesfälle durch Covid-19.
Oliver J. Watson und sein Team vom Imperial College London berechneten die weltweite Wirkung des ersten Jahres der COVID-19-Impfprogramme. Dazu schätzten sie die zusätzlichen Todesfälle, die ohne Impfstoffe eingetreten wären. Außerdem schätzten sie, wie viele weitere Todesfälle bei Erreichen der Impfziele von COVID-19 Vaccines Global Access (COVAX) mit 20 Prozent und der WHO (Weltgesundheitsorganisation) mit 40 Prozent verhindert worden wären.
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Nach Schätzungen der Forschenden verhinderten Impfstoffe zwischen dem 8. Dezember 2020 und dem 8. Dezember 2021 in 185 Ländern 19,8 Millionen Todesfälle durch Covid-19.
Hätte jedes Land das COVAX-Ziel einer vollständigen beziehungsweise ausreichenden Impfquote von 20 Prozent erreicht, hätten in Ländern mit niedrigem Einkommen zusätzliche 45 Prozent der Todesfälle verhindert werden können. Hätte jedes Land bis Ende 2021 das WHO-Ziel von 40 Prozent erreicht, wären zusätzliche 111 Prozent der Todesfälle vermeidbar gewesen.
Die Autoren schreiben: "Mehr Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn Impfstoffe schneller in viele Weltregionen verteilt worden wären und die Impfbereitschaft weltweit gestärkt worden wäre". Während der Pandemie gab es allerdings nicht nur Probleme bei der Verteilung und Herstellung von Impfstoffen. Auch Fehlinformationen und schädliche Gerüchte, etwa die Behauptung, Impfstoffe machten unfruchtbar, behinderten die Impfung der Bevölkerung erheblich.
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