Manche CT-Untersuchungen bergen ein hohes Strahlenrisiko

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Computertomografische Untersuchungen (CT) gehören zu den wertvollsten bildgebenden Verfahren der modernen Medizin und können in vielen Situationen Leben retten. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass Patienten bei manchen CT-Untersuchungen hohen Strahlendosen ausgesetzt sein können. Dies ist für medizinisches Fachpersonal und Patienten zu einem wichtigen Anlass zur Sorge geworden.
Die Schattenseite der CT: Unterschiede bei der Durchführung
Untersuchungen von Rebecca Smith-Bindman, Professorin an der University of California, und ihrem Team zeigen, dass CT-Untersuchungen manchmal mit sehr hohen Strahlendosen durchgeführt werden. In den USA erfolgen jährlich etwa 93 Millionen CT-Untersuchungen , mehr als die Hälfte davon bei Menschen über 60 Jahren. Die aktuellsten umfassenden Daten für die Türkei stammen aus dem Jahr 2021. Demnach wurden 2021 insgesamt 25 Millionen CT-Untersuchungen durchgeführt.
Allerdings unterscheiden sich die Strahlendosen von Einrichtung zu Einrichtung erheblich , und unnötig hohe Dosen sind möglich.
Smith-Bindman betont, dass die Strahlendosen selbst bei Patienten mit demselben klinischen Problem um das 10-Fache variieren können. Einer Untersuchung von 2009 zufolge könnten hoch dosierte CT-Untersuchungen etwa 2% der jährlich in den USA diagnostizierten Krebsfälle verursachen. Da die Zahl der CT-Untersuchungen gestiegen ist, wird angenommen, dass dieses Risiko heute noch höher sein könnte.
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Neue Vorgaben: Sind Patienten jetzt sicherer?
Die US-Behörde Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) führte neue, ab Januar 2024 geltende Vorgaben ein, um die Strahlenbelastung der Patienten zu reduzieren. Krankenhäuser und Bildgebungszentren werden die bei CT verwendeten Strahlendosen messen und melden müssen. Die Vorgaben sollen ab 2027 vollständig umgesetzt werden; Einrichtungen, die sie nicht einhalten, können finanzielle Sanktionen erhalten.
Mit den neuen Vorgaben sollen Strahlendosen, Bildqualität und Notwendigkeit von CT-Untersuchungen sorgfältiger beurteilt werden.

Unterschiedliche Reaktionen von Einrichtungen und Fachleuten
Das American College of Radiology (ACR) und einige Bildgebungsverbände wandten zunächst ein, die Vorgaben könnten kompliziert sein und Kosten erhöhen. CMS versucht jedoch, diese Bedenken durch die Einbeziehung verschiedener Technologieanbieter zu verringern.
Auch Radiologen unterstützen eine Senkung der Strahlendosen im Rahmen der Vorgaben. Insbesondere mithilfe künstlicher Intelligenz könnten in naher Zukunft Bilder ausreichender Qualität mit deutlich geringeren Dosen aufgenommen werden.
Höheres Risiko bei Kindern und jungen Erwachsenen
CT-Untersuchungen in jungen Jahren können das spätere Krebsrisiko erhöhen. Da Kinder besonders strahlenempfindlich sind, mahnen Fachleute zu besonderer Vorsicht bei pädiatrischen Untersuchungen.
Wie lässt sich das CT-Risiko verringern?
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Medizinische Einrichtungen müssen Strahlendosen regelmäßig überwachen und melden.
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Patienten sollten mit ihren Ärzten offen darüber sprechen, ob eine CT-Untersuchung tatsächlich notwendig ist.
- Wenn möglich, kann eine Magnetresonanztomografie (MRT) bevorzugt werden.
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Der Einsatz künstlicher Intelligenz und neuer Technologien wird höchste Bildqualität bei minimaler Dosis ermöglichen.
Durch diese Vorgaben und einen bewussten Einsatz können die mit CT verbundenen Gesundheitsrisiken deutlich reduziert werden. Ein informiertes und aufmerksames Vorgehen von Fachpersonal und Patienten ist für die Gesundheit aller von großer Bedeutung.
Quellen
2. Berrington de González A, Mahesh M, Kim K, et al. Projected Cancer Risks From Computed Tomographic Scans Performed in the United States in 2007. Arch Intern Med. 2009;169(22):2071–2077. doi:10.1001/archinternmed.2009.440
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