Nein! Abnehmspritzen verursachen keinen Schilddrüsenkrebs

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In jüngster Zeit wurden Bedenken hinsichtlich des Schilddrüsenkrebsrisikos unter den als Abnehmspritzen bekannten GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1 RA) geäußert. Eine der bislang umfassendsten Studien zeigt jedoch, dass kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Anwendung dieser Medikamente und Schilddrüsenkrebs besteht. Die Studie erschien am 8. Januar 2025 in der Zeitschrift Thyroid. In diesem Beitrag betrachten wir die Einzelheiten der Studie und die Bedeutung ihrer Ergebnisse.
Multinationale Untersuchung mit 2,6 Millionen Menschen
Diese große Studie umfasst Daten aus sechs Ländern, darunter Kanada, Dänemark, Norwegen, Südkorea, Schweden und Taiwan, aus dem Zeitraum 2007-2023.
Untersucht wurden Menschen mit Typ-2-Diabetes: 98.147 Personen, die GLP-1 RA verwendeten, sowie als Vergleichsgruppe 2.488.303 Personen unter Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren (DPP-4i). Es wurde sichergestellt, dass die Gruppen ihre jeweiligen Medikamente in ähnlichen Diabetesstadien und zu vergleichbaren Zeitpunkten begonnen hatten.
Ergebnisse: kein erhöhtes Schilddrüsenkrebsrisiko
Die medianen Nachbeobachtungszeiten lagen in der GLP-1-RA-Gruppe zwischen 1,8 und 3,0 Jahren und in der DPP-4i-Gruppe zwischen 2,8 und 6,8 Jahren. Die Analysen ergaben keinen signifikanten Unterschied im Schilddrüsenkrebsrisiko zwischen Patienten unter GLP-1 RA und Patienten unter DPP-4i (HR: 0,81; KI: 0,59-1,12). Die Ergebnisse waren über alle Teilstudien hinweg konsistent.
Analyse der Untergruppen
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Auch bei der Analyse verschiedener Untergruppen nach Alter, GLP-1-RA-Typ und kumulativer Medikamentendosis wurde kein erhöhtes Schilddrüsenkrebsrisiko beobachtet.
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Bei Frauen unter GLP-1 RA schien das Risiko vermindert zu sein (HR: 0,62), während es bei Männern leicht erhöht erschien (HR: 1,32).
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Für seltene Formen wie das medulläre Schilddrüsenkarzinom war keine Analyse möglich; dies verdeutlichte zugleich, wie selten diese Krebsarten sind.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Der Hauptautor Anton Pottegard erklärte, dass die Ergebnisse die bisherigen Bedenken abschwächten: „Wir können keine Garantie für die Zeit in 20 Jahren geben, aber anhand der derzeitigen Daten sehen wir kein Risiko.“
Juan Brito von der Mayo Clinic und seine Kollegen wiesen darauf hin, dass die kurzen Nachbeobachtungszeiten zur Beurteilung langfristiger Risiken nicht ausreichten, bezeichneten die Studie aber als wichtigen Beitrag. Brito betonte, dass manche beobachteten Erhöhungen des Schilddrüsenkrebsrisikos auf schwer zuverlässig zu erfassende Faktoren wie Body-Mass-Index und Gewicht zurückgehen könnten.
Kommentar
Diese große und sorgfältig durchgeführte Studie liefert wichtige Hinweise darauf, dass GLP-1-RA-Medikamente kurzfristig keinen signifikanten Zusammenhang mit Schilddrüsenkrebs aufweisen. Die Ergebnisse geben Menschen mit Diabetes und Personen, die ihr Gewicht kontrollieren möchten und diese Medikamente anwenden, eine wichtige Sicherheit. Dennoch darf die Bedeutung weiterer Untersuchungen zu langfristigen Auswirkungen nicht vergessen werden.
Quellen
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