Rauchstopp nach einer Krebsdiagnose verlängert die Lebenszeit

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Bei Patienten, die nach einer Krebsdiagnose weiterrauchen, unterscheiden sich die Überlebensraten erheblich danach, ob sie einen Rauchstopp angehen. Am 31. Oktober 2024 erschien in JAMA Oncology eine monozentrische Studie von Cinciripini und Kollegen. Sie zeigte, dass Krebspatienten, die an einer Entwöhnungsbehandlung teilnahmen und das Rauchen aufgaben, nach der Diagnose länger überlebten als Patienten, die weiterrauchten. Dies unterstreicht die Bedeutung der Tabakentwöhnung als mögliche frühzeitige Intervention bei Krebs.
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Details und Ergebnisse der Studie
Die Studie umfasste 4.526 Krebspatienten, die zwischen Januar 2006 und März 2022 an einer Tabakentwöhnungsbehandlung teilnahmen. Angeboten wurde sie über das Tobacco Research and Treatment Program des MD Anderson Cancer Center. Nach 3, 6 und 9 Monaten wurde erfasst, ob die Teilnehmer aufgehört hatten oder weiterrauchten.
Davon gelang 1.900 der Rauchstopp, während 2.626 weiterrauchten. Der Einfluss des erfolgreichen Rauchstopps auf das Überleben wurde über 15 Jahre nach Beginn des Programms verfolgt.
Bei Patienten mit Rauchstopp zeigte sich eine deutliche Verbesserung des Gesamtüberlebens. Insbesondere bei einem Rauchstopp innerhalb der ersten 3, 6 und 9 Monate stiegen die Überlebensraten erheblich:
- Rauchstopp nach 3 Monaten: In dieser Gruppe war die Überlebensrate gegenüber Patienten ohne Rauchstopp um 25% höher (adjustierte Hazard Ratio [aHR] = 0,75; 95%-Konfidenzintervall [KI] = 0,67-0,83).
- Rauchstopp nach 6 Monaten: Die Überlebensrate war hier gegenüber Patienten ohne Rauchstopp um 21% höher (aHR = 0,79; 95%-KI = 0,71-0,88).
- Rauchstopp nach 9 Monaten: Gegenüber weiterrauchenden Patienten wurde eine um 15% höhere Überlebensrate beobachtet (aHR = 0,85; 95%-KI = 0,76-0,95).
Zusammenhang zwischen Zeitpunkt des Rauchstopps und Überleben
Der größte Nutzen zeigte sich, wenn die Entwöhnungsbehandlung innerhalb der ersten 6 Monate nach der Krebsdiagnose begann. In dieser Gruppe war das Überleben deutlich verbessert. Beispielsweise lag die Überlebensdauer beim 75%-Perzentil unter Weiterrauchenden bei 2,1 Jahren (95% KI = 1,8–2,4 Jahre), nach einem Rauchstopp dagegen bei bis zu 3,9 Jahren (95% KI = 3,2–4,6 Jahre).

Erläuterung der Grafik: Die orangefarbene Linie zeigt deutlich höhere Überlebensraten bei Rauchstopp innerhalb der ersten 6 Monate als die blaue Linie der weiterrauchenden Patienten. Die größte Verbesserung tritt in den ersten Jahren nach der Krebsdiagnose auf. Bei Patienten ohne Rauchstopp wurde die Überlebensdauer bei einem Überlebensanteil von 75% auf etwa 2,1 Jahre geschätzt. Bei Patienten mit Rauchstopp verlängert sie sich auf etwa 3,9 Jahre . Log-Rank-Test: Der Log-Rank-Test ergab P< . Der Unterschied ist somit statistisch signifikant, was auf einen wichtigen Einfluss des Rauchstopps auf die Überlebensdauer hinweist.
Schlussfolgerungen und Bedeutung der Studie
Die Studie zeigt, dass die Teilnahme an einer Tabakentwöhnung während der Krebsbehandlung ein wichtiger Faktor für ein besseres Überleben ist. Die Forscher betonen den größten Überlebensnutzen einer evidenzbasierten Behandlung, die innerhalb der ersten 6 Monate nach der Krebsdiagnose beginnt. Ein früher Beginn der Entwöhnungsintervention ist daher klinisch besonders bedeutsam.
Diese Studie zeigt erneut, dass eine Tabakentwöhnung bei Krebspatienten nicht nur den allgemeinen Gesundheitszustand verbessert, sondern auch die Lebenszeit verlängert. Eine stärkere Unterstützung solcher Interventionen und eine verständliche Aufklärung über ihren Nutzen sind wichtig, um sowohl die klinischen Ergebnisse als auch das Überleben zu verbessern.
Quellen
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