Sexualleben bei Krebs – Schwierigkeiten und Lösungsvorschläge

Nach Operation, Chemotherapie und Hormontherapie treten neben dauerhaften körperlichen und seelisch verletzenden Veränderungen erhebliche Veränderungen des Hormonhaushalts auf. Manche Frauen kommen nach Chemotherapie vorübergehend oder dauerhaft in die Menopause, da die Eierstockfunktion aussetzt. Bei manchen noch nicht menopausalen Patientinnen unterdrücken wir sie mit speziellen Medikamenten, um Wirksamkeit und Erfolg zu steigern, und lösen damit die Menopause aus. Dies führt:
- Bei Frauen zu vaginaler Trockenheit
- Bei Männern und Frauen zu vermindertem Verlangen und dem Gefühl, nicht attraktiv zu sein,
- Bei Frauen zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Bei beiden Geschlechtern zur Angst, nicht begehrt zu werden
- Bei Männern zu Erektions- und Ejakulationsproblemen.
Unter diesen Bedingungen ist ein gesundes Sexualleben für Krebspatienten und Partner kaum zu erwarten.
Bei genauer Betrachtung lassen sich 2/3 dieser Probleme nach kurzer Beurteilung durch wenige Empfehlungen und die Stärkung des Vertrauens von Patient und Partner lösen. Der kleinere übrige Teil kann mit medizinischer und psychologischer Unterstützung bewältigt werden.
Verhütung während der Krebstherapie
Verhütung beim Geschlechtsverkehr während der Krebstherapie hilft, Schwangerschaft zu verhindern. Eine Schwangerschaft unter Therapie birgt Risiken für ein behindertes Kind, Fehlgeburt und folglich Schwangerschaftsabbruch. Methoden wie Spermizide und Kondome minimieren Risiken im Sexualleben während der Behandlung.
Besprechen Sie die Verhütung mit Ihrem Arzt. Nach Abschluss der Krebstherapie können Sie eine gesunde Schwangerschaft erleben und ein Kind bekommen.
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