Was ist die Risikoklassifikation bei Prostatakrebs?

In diesem Artikel
- Prostatakrebs mit niedrigem Risiko: Stadium T1-T2a und Gleason-Score ≤6 und PSA ≤10
- Prostatakrebs mit mittlerem Risiko: Stadium T2b und/oder Gleason-Score =7 und/oder 10< PSA ≤20
- Prostatakrebs mit hohem Risiko: Stadium ≥T2c oder Gleason-Score 8–10 oder PSA >20
Was sind PSA und Gleason-Score?
PSA (prostataspezifisches Antigen)ist ein von Prostatazellen produziertes Protein. Die Messung seines Blutspiegels wird zur Diagnose und Nachsorge nach Prostatakrebsbehandlung verwendet. Ein normaler PSA-Wert liegt unter 4.
Gleason-Scoreist eine Bewertung, die Hinweise auf Vermehrungs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit gibt und den Unterschied zwischen Krebszellen und normalen Zellen beurteilt. Der Gleson-Score reicht von 2-10; je höher er ist, desto aggressiver der Krebs und desto schneller sein Fortschreiten.
T-Stadieneinteilung: Sie richtet sich nach den Tumorabmessungen:
- Stadium T1 - T2a: Tumor in weniger als der Hälfte einer Prostataseite
- Stadium T2b: Tumor in mehr als der Hälfte einer Prostataseite
- Stadium T2c: Tumor in beiden Prostataseiten
- Stadium T3 und höher: Tumor hat die Prostatakapsel überschritten
Sowohl Diagnose als auch Behandlung von Prostatakrebs unterscheiden sich von anderen Krebsarten; er ist einerseits hormonempfindlich und verläuft andererseits meist langsam. Betroffene oder Patienten mit Verdacht sollten besonders mit einem Behandlungsbeginn nicht übereilt vorgehen, sondern zunächst gemeinsam mit ihren medizinischen Onkologen Stadium und Risikogruppe planen und bestimmen. Eine sehr genaue, sorgfältige radiologische und pathologische Risikobeurteilung ist der wichtigste Faktor der Behandlungsentscheidung.
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