Pembrolizumab erhält FDA-Zulassung zur Behandlung von fortgeschrittenem Endometriumkrebs (Gebärmutterkrebs)

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Für Patienten mit hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) oder gestörter DNA-Fehlpaarungsreparatur (dMMR) und fortgeschrittenem Endometriumkarzinom (Gebärmutterkrebs), deren Krebs nach einer systemischen Behandlung in beliebigem Setting fortschreitet und die für eine kurative Operation oder Strahlentherapie nicht infrage kommen, erhielt Pembrolizumab (Keytruda, Merck) als Einzelwirkstoff am 21. März 2022 eine Zulassung der FDA (US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde).
Die FDA genehmigte zugleich das VENTANA MMR RxDx Panel (Ventana Medical Systems / Roche Tissue Diagnostics) als begleitendes Diagnostikum zur Auswahl von Patienten mit dMMR-soliden (Organ-)Tumoren, die für eine Pembrolizumab-Behandlung infrage kommen. Zuvor hatte sie FoundationOne CDx (F1CDx, Foundation Medicine, Inc.) als begleitendes Diagnostikum zur Auswahl geeigneter Patienten mit MSI-H-soliden Tumoren für Pembrolizumab zugelassen.
FDA-Zulassung auf Grundlage der KEYNOTE-158-Studie
Die Ergebnisse der Kohorten D und K von KEYNOTE-158 führten zur FDA-Zulassung von Pembrolizumab in dieser Indikation. In diese Kohorten wurden 90 Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasiertem MSI-H- oder dMMR-Endometriumkarzinom aufgenommen. Der MSI-H- und dMMR-Status wurde entsprechend mittels Polymerase-Kettenreaktion (PZR) oder Immunhistochemie bestimmt. Die Patienten erhielten alle 3 Wochen 200 mg Pembrolizumab bis zu nicht akzeptabler Toxizität oder dokumentierter Krankheitsprogression. Patienten unter Pembrolizumab ohne Progression wurden bis zu 24 Monate behandelt.
Die wichtigsten Wirksamkeitsendpunkte waren die durch verblindete unabhängige zentrale Prüfung gemäß RECIST v1.1 beurteilten Größen: objektive Ansprechrate (ORR) und Ansprechdauer (DoR).
Ergebnisse
- Die objektive Ansprechrate betrug 46% (95% KI: 35, 56).
- Bei ansprechenden Patienten wurde die mediane Ansprechdauer nicht erreicht (2,9 bis 55,7+).
- Bei 68% der Ansprechenden hielt die Reaktion ≥12 Monate und bei 44% ≥24 Monate an.
Die häufigsten Nebenwirkungen (≥20%) waren Müdigkeit, Muskel-Skelett-Schmerzen, Ausschlag, Durchfall, Fieber, Husten, verminderter Appetit, Juckreiz, Atemnot, Verstopfung, Schmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Hypothyreose. Auch immunvermittelte Nebenwirkungen sind mit Pembrolizumab verbunden, darunter Pneumonitis, Kolitis, Hepatitis, Endokrinopathien, Nephritis und Hautreaktionen.
Die empfohlene Pembrolizumab-Dosis beträgt 200 mg alle 3 Wochen oder 400 mg alle 6 Wochen bis zur Krankheitsprogression, nicht akzeptabler Toxizität oder bis zu 24 Monaten.
Quellen
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