Pembrolizumab verlängert das Gesamtüberleben in der Erstlinientherapie des Pleuramesothelioms

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Das Pleuramesotheliom ist eine aggressive Krebsart, die das Lungenfell betrifft und häufig mit einer Asbestexposition zusammenhängt. Neue Forschung eröffnet Menschen mit fortgeschrittenem Pleuramesotheliom eine weitere Behandlungsoption. The Lancet berichtet in einer veröffentlichten Studie, dass die Kombination der Immuntherapie Pembrolizumab mit einer platin- und pemetrexedbasierten Chemotherapie das Überleben von Menschen mit dieser schweren Erkrankung deutlich verbessern könnte.
In dieser multizentrischen, offenen Phase-3-Studie wurden zuvor unbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem Pleuramesotheliom untersucht, die nicht für eine Operation geeignet waren. Von den 440 Teilnehmern erhielten 218 nur eine Chemotherapie und 222 eine Chemotherapie mit zusätzlichem Pembrolizumab.
Ergebnisse
Die Studie ergab Folgendes:
- Unter Chemotherapie mit zusätzlichem Pembrolizumab betrug das mediane Gesamtüberleben 17,3 Monate, während es unter alleiniger Chemotherapie bei 16,1 Monaten lag (HR 0,79; 95% KI 0,64–0,98, p=0·0324).
- Unter zusätzlichem Pembrolizumab betrug die Gesamtüberlebensrate nach zwei Jahren 39% und nach drei Jahren 25%. Unter alleiniger Chemotherapie lagen die entsprechenden Raten bei 33% und 17%.
- Das mediane progressionsfreie Überleben betrug mit zusätzlichem Pembrolizumab 7,13 Monate und unter alleiniger Chemotherapie 7,16 Monate.
- Die objektive Ansprechrate lag in der Pembrolizumabgruppe bei 62% und in der Gruppe mit alleiniger Chemotherapie bei 38%.
Behandlungsbedingte Nebenwirkungen aller Schweregrade traten in beiden Gruppen häufig auf: bei 98% gegenüber 95%. Am häufigsten waren Müdigkeit und Übelkeit. Unter Pembrolizumab waren Durchfall, Hautreaktionen und Myelosuppression häufiger. Schwere Nebenwirkungen vom Grad 3-4 betrafen 27% der Patienten mit Pembrolizumab und 15% der Patienten mit alleiniger Chemotherapie.
Fazit
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Ergänzung einer Platin-Pemetrexed-Chemotherapie um Pembrolizumab das Gesamtüberleben, das progressionsfreie Überleben und die objektive Ansprechrate unabhängig von der PD-L1-Expression verbessert. Dieses aus der Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms bekannte Schema stellt eine neue Option für die Erstlinientherapie des nicht operablen Pleuramesothelioms dar.
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Beschreibung der Abbildung: Die Artikelabbildung wurde mit ChatGPT 4.0 und folgender Anweisung erstellt: „Abstrakte künstlerische Darstellung des Lungenfells“
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Quellen
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