Verbessert Mammografie bei Frauen über 70 die Ergebnisse bei Brustkrebs?

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Seit Langem ist bekannt, dass Brustkrebsfrüherkennung in jüngeren Altersgruppen eine frühere Diagnose und Überlebensvorteile ermöglicht. Bleibt dieser Nutzen auch mit zunehmendem Alter bestehen? Insbesondere bei Frauen ab 70 Jahren ist der Nutzen der Mammografie weiterhin umstritten. Eine am 15. April 2025 in JAMA Network Open veröffentlichte Studie lieferte deutliche Hinweise darauf, dass Mammografie auch in dieser Altersgruppe Leben retten kann.
Grundlage der Studie: ein großer Datensatz mit 13.028 Frauen
Die Studie analysierte die Daten von Frauen, bei denen in den USA zwischen 2010-2017 ein ER-positiver oder HER2-negativer Brustkrebs diagnostiziert worden war. Untersucht wurden 13.028 Frauen ab 70 Jahren. Alle Teilnehmerinnen waren in den 5 Jahren vor der Diagnose und im 1. Jahr danach in Medicare A und B versichert.
Bisherige Früherkennung:
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77,5% hatten mindestens 1 Mammografie erhalten.
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31% hatten 2 und 45,6% insgesamt 3-4 Früherkennungsmammografien erhalten.
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22,5% hatten dagegen nie eine Mammografie erhalten.
Unterschieden wurde zwischen diagnostischen Mammografien nach Auftreten von Beschwerden und routinemäßigen Früherkennungsmammografien.

Ergebnisse: deutlich mehr frühe Diagnosen
Stadium bei der Diagnose:
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Insgesamt wurden 70,7% der Patientinnen in einem sehr frühen Stadium (T1N0) diagnostiziert.
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Bei Frauen ohne bisherige Früherkennung lag der Anteil später Diagnosen bei 43,4%, bei Frauen mit Früherkennung dagegen bei nur 25,1%.
Frauen mit vorausgegangener Mammografie haben eine um 54% geringere Wahrscheinlichkeit für eine Diagnose im späten Stadium
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Adjustierte Odds Ratio (aOR): 0,46
Faktoren, die das Risiko einer Diagnose im späten Stadium erhöhen:
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Niedriger sozioökonomischer Status (gleichzeitige Medicare-/Medicaid-Versicherung): aOR 1,17
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Hohe Armutsquote: aOR 1,21
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Hoher Tumorgrad (Grad 3-4): aOR 4,90
Brustkrebsbedingte Sterblichkeit: etwa halb so hohes Risiko bei Frauen mit Früherkennung
Die brustkrebsspezifische Sterblichkeit lag in der gesamten Studie bei 4,4%.
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Bei Frauen ohne Früherkennung lag die Sterblichkeit bei 8%
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Bei Frauen mit früherer Früherkennung bei 3,3% (statistisch signifikant; P < 0,001)
Frauen mit vorausgegangener Mammografie haben ein um 37% niedrigeres Sterberisiko
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Adjustierte Hazard Ratio (aHR): 0,63
Darüber hinaus hatten Frauen mit 3-4 Mammografien ein niedrigeres Sterberisiko als Frauen mit nur einer Mammografie (aHR 0,63).
Bei Frauen ab 85 Jahren war das Sterberisiko im Vergleich zur Altersgruppe 70-74 Jahre 2,28-mal höher.
Was bedeuten diese Daten?
Regelmäßige Mammografie zur Früherkennung kann auch bei älteren Frauen die Ergebnisse bei Brustkrebs verbessern. Bewertungen, die die bisherige Früherkennung nicht berücksichtigen, können zudem irreführend sein.
Fazit: Früherkennung kennt keine Altersgrenze
Diese große Studie zeigt deutlich, dass regelmäßige Mammografie selbst bei Frauen über 70 für die frühe Diagnose und das Überleben entscheidend ist. Insbesondere bei ER-positiven Patientinnen wird die Krankheit nach vorausgegangener Früherkennung früher erkannt, und die krebsbedingte Sterblichkeit ist deutlich geringer.
Quellen
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