5 Dinge über Sexualität, die Krebspatienten und ihre Partner wissen sollten

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Jedes Jahr erhalten Millionen Menschen eine Krebsdiagnose. Wenn Krebspatienten und Angehörige die Diagnose erhalten, können sie angesichts des ersten Schocks und der Niedergeschlagenheit an nichts anderes als die Erkrankung und ihre Behandlung denken. Nach der Diagnosephase hilft es jedoch auch dem Behandlungsprozess, den Kontakt zum normalen Leben aufrechtzuerhalten und sich nicht von Sexualität, sozialen Kontakten und Hobbys zurückzuziehen.
Wenn sich Ihr sexuelles Verlangen und Ihr Energieniveau während der Behandlung verändern, sollten Sie daran denken, dass dies natürlich ist und vielen Menschen passiert. Dies kann durch Stress, Müdigkeit und andere Nebenwirkungen der Behandlungverursacht werden. Mit Krebs verbundene sexuelle Probleme kommen häufig vor. Denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind und dabei Hilfe erhalten können.
1- Sexualität wird nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit Gefühlen erlebt
Sexuelle Gefühle und Einstellungen unterscheiden sich zwischen Menschen erheblich, auch wenn sie nicht krank sind. Krebserkrankungen können unterschiedliche diesbezügliche Schwierigkeiten verursachen. Bei Frauen können Eierstockkrebs (Ovarialkrebs), Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) oder Prostatakrebs, also Erkrankungen, bei denen die Fortpflanzungsorgane unmittelbar betroffen sind, besondere Ansätze erfordern, weil sie unterschiedliche sexuelle Probleme verursachen. Bei Kopf-Hals-Krebs können andererseits beispielsweise Mundtrockenheit, Verformungen und Schwäche zu einem Rückgang des sexuellen Verlangens (der Libido) führen. Frauen können in den Wechseljahren aufgrund hormoneller Veränderungen unter Trockenheit und Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erreichen, leiden. Die seelischen Belastungen durch diese körperlichen Veränderungen und den gesamten Prozess verhindern nicht, dass Partner Sexualität miteinander erleben. Auch Umarmen, Berühren und Fühlen sind Teile der Sexualität. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Gefühle auszudrücken, um zu spüren, dass Sie lieben und geliebt werden.
2- Haben Sie keine Angst, Fragen zu stellen
Während oder nach der Krebsbehandlung können Probleme beim Geschlechtsverkehr auftreten. Schämen Sie sich nicht und haben Sie keine Angst, Ihrem Arzt entsprechende Fragen zu stellen. Beispielsweise möchten Sie vielleicht wissen, wie sich die Behandlung auf sexuelle Funktionen auswirkt. Das ist ganz natürlich, und Sie können Ihren Arzt genau danach fragen. Ihr Arzt ist möglicherweise intensiv mit Ihrer medizinischen Behandlung beschäftigt. Dann können Sie sich zu diesem Thema an Ihre onkologische Pflegefachkraft wenden und sich auf die Psychologie bei Krebs spezialisierte psychiatrische oder psychologische Unterstützung holen.
3- Warten Sie nicht, handeln Sie lösungsorientiert
Warten Sie nicht auf Antworten auf Ihre Fragen und Lösungen für Ihre Probleme, sondern werden Sie aktiv. Beispielsweise können Medikamente während der Behandlung auch die Hormone beeinflussen und dadurch bei Männern Erektionsprobleme, ein vermindertes Libidoniveau oder bei Frauen Scheidentrockenheit verursachen. Sie können Unterstützung wie Beckenbodentherapie (Leistenbereich) und Massage sowie je nach Ausmaß Ihrer Beschwerden Hilfsmittel wie Massageöl oder Gleitgel nutzen … Ihr körperliches Erscheinungsbild kann sich verändern. Auch dafür gibt es schöne Lösungen; beispielsweise können operierte Brustkrebspatientinnen ihre Operationsnarben mit Tätowierungen gestalten lassen. Sprechen Sie zur emotionalen Entlastung unbedingt mit Ihrem Partner, tauschen Sie sich aus und holen Sie bei Bedarf psychologische Unterstützung.
4- Sie sind nicht allein
Denken Sie daran, dass nicht nur Sie diese Schwierigkeiten erleben; Sie sind nicht allein. Weltweit erhalten jedes Jahr 14 Millionen Menschen eine Krebsdiagnose. Jeder von ihnen kann in dieser Zeit gewisse Probleme mit seinem Ehepartner oder Partner erleben. Die schwierige Phase einer Krebserkrankung betrifft selbstverständlich auch Ihren Partner. Sprechen Sie vor der Behandlung mit Ihrem Partner im Voraus über mögliche Probleme nach der Behandlung. Ihr Partner kann in dieser Zeit emotionale und körperliche Nähe benötigen oder Angst haben, zu egoistisch oder drängend zu wirken. Dieser Prozess kann zu manchen psychischen Schwierigkeiten führen. Partner können davor zurückschrecken, diese Themen zuerst anzusprechen. Machen Sie den ersten Schritt und sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Partner darüber.
5- Wir wissen, dass es ein schwieriger Weg ist: GEBEN SIE NICHT AUF
Krebspatienten erleben die Behandlung als sehr schwierig; sie sind belastet und erschöpft. In dieser schwierigen Zeit verläuft Sexualität nicht immer gleichbleibend und unverändert. Ob mit oder ohne Krebserkrankung: Bei jedem Menschen verändert sich die Sexualität in den 20ern, 40ern und 50ern. Wie in jeder Lebensphase sind auch bei diesem Thema Höhen und Tiefen völlig normal. Ihre Energie kann nachlassen, Sie können Beschwerden wie Schmerzen oder Übelkeit haben, und Ihr körperliches Erscheinungsbild kann sich verändern. Verfallen Sie dennoch nicht in passives Warten und Pessimismus. Verlieren Sie nicht den Kontakt zu Ihrer Arbeit, Ihren Beziehungen und Ihrer Sexualität, isolieren Sie sich nicht und versuchen Sie, so aktiv wie möglich zu bleiben.
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