Abnehmspritze Zepbound (Tirzepatid) erhält FDA-Zulassung bei obstruktiver Schlafapnoe

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Am 20. Dezember 2024 ließ die Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten (FDA) Zepbound von Eli Lilly mit dem Wirkstoff Tirzepatid zur Behandlung mittelschwerer und schwerer obstruktiver Schlafapnoe bei Erwachsenen mit Adipositas zu. Die einmal wöchentlich verabreichte Injektion soll zusammen mit kalorienreduzierter Ernährung und verstärkter körperlicher Aktivität eingesetzt werden.
Adipositas und obstruktive Schlafapnoe, umgangssprachlich auch als Schnarchkrankheit bezeichnet, gehören zu den wichtigen Gesundheitsproblemen moderner Gesellschaften. Die FDA-Zulassung von Tirzepatid bei adipositasbedingter mittelschwerer und schwerer Schlafapnoe markiert einen Wendepunkt der Behandlung. Bisher beruhte sie auf mechanischer Unterstützung wie der Therapie mit positivem Atemwegsdruck (PAP). Mit der wöchentlichen Zepbound-Injektion wurde nun erstmals ein Medikament für diese Erkrankung zugelassen.
Schlafapnoe und Adipositas: Wie hängen sie zusammen?
Bei Schlafapnoe werden die oberen Atemwege im Schlaf wiederholt verschlossen, wodurch die Atmung aussetzt. Dies tritt besonders bei übergewichtigen Menschen auf. Typische Beschwerden sind lautes Schnarchen, wiederholtes Erwachen und Tagesschläfrigkeit. Schlafapnoe steht außerdem mit schweren Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang. Übergewicht gilt als wesentlicher Risikofaktor.
Tirzepatid wurde erstmals im Mai 2022 unter dem Markennamen Mounjaro zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und im November 2023 als Zepbound zur Gewichtsreduktion zugelassen. Die Zulassung bei Schlafapnoe erweitert sein Einsatzgebiet und gilt als wichtige Neuerung.
SURMOUNT-OSA: Evidenz und Ergebnisse
Die Zulassung von Zepbound bei Schlafapnoe beruht auf SURMOUNT-OSA, zwei doppelblinden, randomisierten, kontrollierten Phase-3-Studien. An 60 Zentren in neun Ländern wurden 703 Patienten mit Adipositas und mittelschwerer bis schwerer Schlafapnoe untersucht.
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Die erste Studie: Sie umfasste 469 Teilnehmer, die eine PAP-Therapie nicht anwenden konnten oder wollten.
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Die zweite Studie: Sie umfasste 234 Personen, die seit mindestens drei Monaten PAP verwendeten und diese Behandlung fortsetzen wollten.
In beiden Gruppen erhielten die Teilnehmer einmal wöchentlich 10 mg oder 15 mg Tirzepatid oder Placebo. Nach 52 Wochen war der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) unter Tirzepatid gegenüber Placebo deutlich gesunken:
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Unter Tirzepatid sank der AHI um 27-30 pro Stunde,
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in der Placebogruppe wurde dagegen nur eine Abnahme um 4-6 verzeichnet.
Außerdem verloren die mit Tirzepatid behandelten Teilnehmer im Durchschnitt 20% mehr Gewicht als die Placeboempfänger. Dies zeigt, dass die Wirkung bei Schlafapnoe zu einem großen Teil auf der Gewichtsabnahme beruht.
Nebenwirkungen und Daten aus dem Versorgungsalltag
Zu den Nebenwirkungen von Tirzepatid gehören Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle, Reflux und selten die im türkischen Ausgangstext unklar bezeichnete Angabe „alınırık kaybı“. Obwohl die Therapietreue in SURMOUNT-OSA hoch war, ist bekannt, dass im Versorgungsalltag etwa 50% der Patienten, die eine Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten beginnen, sie innerhalb der ersten 12 Monate abbrechen.
Fazit und Zukunftsperspektiven
Die Zulassung von Tirzepatid bei obstruktiver Schlafapnoe bringt eine wichtige Neuerung der Behandlungsansätze. Therapietreue und die Überwindung von Ungleichheiten werden jedoch entscheidend für den Erfolg sein. Welchen Platz und welche Wirkung diese neue Behandlung in der klinischen Praxis haben wird, dürfte sich mit der Zeit deutlicher zeigen.
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