Erhöhen Nachtschichten und Nachtdienste das Krebsrisiko?

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2007 veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation WHO eine Untersuchung, die Nachtschichtarbeit mit höherem Krebsrisiko, besonders Brustkrebs, verband. Eine neue Studie mit 1,4 Millionen Frauen zeigt dagegen keine oder höchstens eine sehr geringe Erhöhung des Brustkrebsrisikos.
Allein in Amerika arbeiten bekanntermaßen 15 Millionen Erwachsene in festen Nachtschichten, Wechselschichten oder anderen unregelmäßigen nächtlichen Zeitplänen.
Bestimmte Arbeitsmuster können den normalerweise an Licht und Dunkelheit ausgerichteten zirkadianen Rhythmus, unsere biologische Uhr, und damit körperliche, geistige und Verhaltenszustände stören.
Solche Rhythmusstörungen sind mit Schlafstörungen, Adipositas, Diabetes, Depression und bipolarer Störung verbunden. Nachtschichtarbeit, im Gesundheitswesen als Nachtdienst bezeichnet, zählt zu zirkadianen Schlafstörungen. 2007 beschrieb die WHO-Unterorganisation International Agency for Research on Cancer (IARC) sie als wahrscheinlich krebserzeugend für Menschen.
Diese Einschätzung beruhte auf Brustkrebs-Tiermodellen und wenigen kleinen retrospektiven klinischen Studien. Die Belege für Wirkungen beim Menschen waren damals unzureichend.
Neue Daten zum Zusammenhang zwischen Nachtdienst und Brustkrebs
Wie Nachtschichtarbeit bei Frauen das Brustkrebs- Risiko beeinflusst, wurde nach 10 Jahren in einer neuen großen prospektiven Studie untersucht.
Die britische Untersuchung mit 10 verschiedenen Studien und insgesamt 1.4 Millionen Frauen ergab: Gegenüber Frauen ohne Nachtschichten hatten Nachtschichtarbeiterinnen selbst nach 30 Jahren kein erhöhtes Brustkrebsrisiko.
Unabhängig von der Dauer ihrer Nachtschichtarbeit scheinen Frauen somit dasselbe Brustkrebsrisiko wie Frauen ohne solche Arbeit zu haben.
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Quellen
Night shift work and breast cancer incidence: Three prospective studies and meta-analysis of published studies.
Journal of the National Cancer Institute (2016).
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