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Prof. Dr. Mustafa Özdoğan · Facharzt für medizinische Onkologie

Krebs und Ernährung

Krebs und Ernährung
In diesem Artikel

Ratgeber zu Krebs und Ernährung

Welche Lebensmittel können unter welchen Bedingungen zur Krebsvorbeugung und/oder während einer Krebsbehandlung nützlich sein? Wie sollten wir vorgehen, um uns richtig zu ernähren?

Ernährung bedeutet, die vom Körper benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge aufzunehmen, um unsere Gesundheit zu erhalten und zu verbessern und unsere Lebensqualität zu steigern. Zu wissen, welche Lebensmittel wir in welchen Mengen verzehren sollten, trägt wesentlich zu einer richtigen Ernährung und zur Gesundheit bei. Viele von uns beklagen, wie schmackhaft zahlreiche als gesundheitsschädlich bezeichnete Lebensmittel sind. Ebenso viele wünschen sich, dass als gesund geltende Lebensmittel genauso gut schmecken würden. Lebensmittel, die wir nach ihrem Geschmack auswählen, liefern manchmal nicht genügend der vom menschlichen Körper benötigten Nährstoffe. Dadurch werden wir anfällig für Krebs und viele andere Erkrankungen.

In den Nachrichten, die wir bisher gelesen oder gesehen haben, sind uns immer wieder sehr unterschiedliche Aussagen über den Einfluss verzehrter Lebensmittel auf Krebs begegnet. Wir wollten uns anhand wissenschaftlicher Untersuchungen eine Meinung bilden und hörten gelegentlich auch auf den Rat von Ernährungsfachkräften. An diesem Punkt hielten wir es für notwendig, die Fragen „Wie kann ich mich gesund ernähren, um Krebs vorzubeugen?“ und „Wie sollte ich mich nach einer Krebsdiagnose ernähren?“ zu beantworten. Um Klarheit in die Hunderte von Untersuchungen und die daraus entstandenen Hunderte verwirrenden Aussagen zu bringen, haben wir dieses wichtige Thema aufgegriffen.

Genau an diesem Punkt haben wir unseren auf Onkologie spezialisierten Ernährungsberater Mehmet Refik Sezgin gefragt, welche Lebensmittel unter welchen Bedingungen zur Krebsvorbeugung und/oder während einer Krebsbehandlung nützlich sein können und wie wir uns richtig ernähren können.

Wie beurteilen Sie den Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs?

Wir können das Thema in eine krebsfördernde Ernährung und eine Ernährung einteilen, die zur Krebsprävention beiträgt. Bei Ernährung sollten wir nicht nur an Lebensmittel denken. Auch ihre Zubereitungsarten und Lagerbedingungen sind wichtig. Viele Ernährungsfehler tragen mehr oder weniger zur Entstehung einer Reihe von Krebsarten wie Brust- und Darmkrebs bei: ein Schwerpunkt auf frittierten Speisen, ballaststoffarme Ernährung, bevorzugter Verzehr verarbeiteter Fleischwaren, übermäßiger Alkoholkonsum, reichlich raffinierte Kohlenhydrate, insbesondere zuckerhaltige Lebensmittel, viele kohlensäurehaltige Getränke sowie ein geringer Obst- und Gemüseverzehr.

Wie können wir uns also durch Ernährung vor Krebs schützen? Zunächst sollten wir unsere Einkaufsgewohnheiten ändern und möglichst natürliche, wenig verarbeitete Lebensmittel wählen. Ein weiterer Punkt ist, bei der Zubereitung auf Methoden wie Backen, rauchfreies Grillen und Kochen zu achten, die den Nährwert erhalten können und keine unerwünschten Reaktionen verursachen. Wichtig ist, sich den Satz „Ernähre dich wie ein Regenbogen“ zu eigen zu machen. Dies wird empfohlen, weil die Farben der ausgewählten Lebensmittel mit ihren schützenden Inhaltsstoffen zusammenhängen. Deshalb wünschen wir uns bei der Auswahl von Obst und Gemüse einen Anteil von 1/3 grünen, 1/3 roten und 1/3 gelb-weißen Sorten.

Können wir uns Ihrer Meinung nach durch unsere Ernährungsgewohnheiten vor Krebs schützen? Oder ist eine falsche Ernährung ein Faktor bei der Krebsentstehung?

Zu diesem Thema gibt es Dutzende Studien. Ein hoher Ballaststoffverzehr senkt beispielsweise die Häufigkeit von Dickdarmkrebs. Dagegen trägt der Verzehr geräucherter Lebensmittel zur Tumorentwicklung im Verdauungssystem bei. Bei alkoholischen Getränken kann Bierkonsum zudem die Entstehung von Dickdarmkrebs begünstigen, während stärkere Getränke beispielsweise Rachenkrebs verursachen können. Wir können unser Leben jedoch nicht nur mit Blick auf Dickdarm oder Magen führen. Wir müssen Ernährung als Ganzes betrachten. Zunächst kann Adipositas wie bei vielen Erkrankungen auch die Krebsentstehung fördern. Deshalb ist vor allem ein gesundes Gewicht wichtig. Dabei darf neben gesunder Ernährung auch die Bedeutung körperlicher Bewegung nicht vergessen werden. Vielfalt und Regelmäßigkeit der Ernährung müssen unter Berücksichtigung sämtlicher Körpersysteme gestaltet werden. Wenn möglich, sollte der Körper mit 4-5 gleich großen Mahlzeiten versorgt werden. Besonders Obst und Gemüse bieten durch ihre aktiven Inhaltsstoffe einen wichtigen Schutz. Die aktiven Bestandteile, die jedem Obst und Gemüse seine Farbe geben, wirken zugleich schützend. Deshalb verwenden wir, wie bereits erläutert, den Ausdruck „Ernähren Sie sich wie ein Regenbogen“. Unsere Ernährung sollte Hülsenfrüchte mit Proteasehemmern wie Linsen und trockene Bohnen sowie Gemüse wie grüne Bohnen und Erbsen, Antioxidantien aus Obst, Ölsaaten und Gemüse, Bioflavonoide aus Zitrusfrüchten, Maulbeer- und Erdbeergewächsen sowie Allium-Gemüse, also schwefelhaltiges Gemüse wie Knoblauch, Zwiebeln und Lauch, umfassen. Natürlich dürfen wir auch Getreide als unsere wichtigste Nahrungsquelle nicht vergessen. Beim Brotverzehr sind dunkle Brotsorten, insbesondere empfehle ich Roggen- oder Hafermehl, sowohl im Hinblick auf den Nährwert als auch zur Unterstützung unserer Körpersysteme die bessere Wahl.

Worauf sollten wir beim Lebensmitteleinkauf achten?

Die erste Regel ist, sich das Lesen der Etiketten anzugewöhnen. Angaben wie Herstellungsdatum oder Seriennummer können helfen, sich zumindest etwas stärker an vertrauenswürdigen Firmen zu orientieren. Ein weiterer Punkt sind chemische Rückstände, die nicht zu den eigentlichen Inhaltsstoffen der Lebensmittel gehören. Besonders bei Obst und Gemüse werden viele Chemikalien zur Wachstumsbeschleunigung und Konservierung eingesetzt. Bei vielen unserer Patienten im Mittelmeerraum mit diagnostizierten hämatologischen Erkrankungen beobachten wir, dass sie im Gewächshausanbau arbeiten oder in solchen Gebieten leben. Deshalb ist es besser, möglichst Obst und Gemüse der jeweiligen Saison zu kaufen.

Ein weiterer Punkt sind die natürlichen Prozesse in Lebensmitteln. In den zuvor erwähnten, für die Gesundheit eigentlich sehr wichtigen Ölsaaten oder Gewürzen kann Aflatoxin vorkommen, das Leberkrebs verursachen kann. Diese Lebensmittel verschimmeln unter entsprechenden Lagerbedingungen, besonders unter dem Einfluss von Feuchtigkeit, wodurch dieser giftige Stoff entsteht. Verschiedene Untersuchungen bestätigen den Zusammenhang zwischen der Wirkung des entstehenden Aflatoxins und Leberkrebs. Dies zeigt uns, dass wir auf die Lagerbedingungen von Lebensmitteln achten müssen.

Worauf sollte ein Mensch mit Krebsdiagnose in dieser Zeit bei seiner Ernährung achten?

Eine Krebsdiagnose verändert vieles im Leben eines Menschen. Diese Veränderungen hängen vom Patienten, von der Krebsart und von der angewandten Behandlung ab. Selbstverständlich werden auch der Ernährungszustand und die Bedürfnisse entsprechend diesen Veränderungen angepasst.

Bei patientenbezogenen Veränderungen lassen sich psychologische und soziale Verhaltensänderungen als Beispiele nennen. So kann ein Mensch mit Krebsdiagnose aus Sorge um sein Leben weniger Nahrung aufnehmen oder unter dem Druck der Familie Lebensmittel essen, die er zuvor nie verzehrt hat. Zur Planung der Ernährung sollte anstelle von Informationen vom Hörensagen fachlicher Rat eingeholt werden. Zu unseren Empfehlungen gehören gemeinsame Mahlzeiten der Familie am Tisch, die Bevorzugung beliebter Lebensmittel und stressfreies Essen bei einem Gespräch.

Bei krebsartabhängigen Veränderungen wandeln sich zahlreiche Stoffwechselsituationen aufgrund der vom Tumor im Körper abgegebenen Stoffe. Besonders kann eine Tumorkachexie auftreten. Dieser durch eine ausgeprägte Beeinträchtigung des Muskelgewebes mit oder ohne Fettgewebe gekennzeichnete Zustand kann das Leben bedrohen.

Es steht fest, dass der Proteinbedarf eines Menschen mit Krebsdiagnose steigt. Während ein gesunder Erwachsener täglich 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm benötigt, kann dieser Bedarf bei einem Krebspatienten auf 1,5-2 Gramm steigen. Den täglichen Milch- und Joghurtverzehr auf 400-500 Gramm zu erhöhen, täglich 90-100 Gramm Fleisch oder ähnliche Produkte wie Fisch aufzunehmen und den Käseverzehr auf 75-100 Gramm zu steigern, hilft dabei, die Lücke beim Proteinbedarf zu schließen. Auch ein Obstverzehr von bis zu 500 Gramm und die Bevorzugung hochwertiger Getreidequellen wie Bulgur und Nudeln sind notwendig, um das Energiedefizit auszugleichen.

Drittens gibt es behandlungsbedingte Veränderungen. Besonders die bei einer Chemotherapie auftretenden Geschmacks- und Gewebeverluste sowie Übelkeit beeinträchtigen die Lebensqualität. Patienten mit Übelkeit empfehlen wir, am Behandlungstag nicht sehr hungrig zu kommen, leicht verzehrbare Lebensmittel wie Salzstangen, Kekse, Zwieback oder selbst zubereiteten Käsetoast mitzubringen und in den ersten 2-6 Stunden nach der Behandlung nicht zu viele flüssige Lebensmittel aufzunehmen. Wir weisen auch darauf hin, dass Lebensmittel wie Minze, Minzbonbons und Ingwer die Übelkeit etwas lindern können. Menschen mit Schwierigkeiten beim Geschmacksempfinden im Mund sagen wir, dass sie ihre Mahlzeit besser genießen können, wenn sie vor dem Essen mit etwas Mineralwasser gurgeln. Eine weitere häufige Nebenwirkung ist Darmträgheit, also Verstopfung. Wir informieren unsere Patienten darüber, dass besonders mehr Obst und Gemüse, reichliches Wassertrinken und konsequente tägliche Bewegung eine entlastende Wirkung auf die Darmvorgänge haben können.

Können Arzneimittel, die in der Krebsbehandlung eingesetzt werden, mit Lebensmitteln wechselwirken und dadurch Nebenwirkungen verursachen?

Ja, Wechselwirkungen zwischen Nahrung und Arzneimitteln sind ein wichtiges und lebensbedrohliches Problem. Bevor Patienten und/oder Angehörige ein zusätzliches Produkt verwenden, müssen sie sich beim behandelnden Arzt, beim onkologischen Apotheker und bei der onkologischen Ernährungsfachkraft informieren. Es hilft bei der Begleitung, wenn sie erklären, warum sie das Produkt verwenden möchten und was sie sich davon erhoffen. Eine Studie von 2006 zeigte, was uns schon zuvor bekannt war: Der Verzehr von Grapefruit und Blutorange (rote Orange, Sevilla-Orange) sowie Granatapfelsaft kann Wechselwirkungen mit Chemotherapeutika verursachen. Auch das bei Brustkrebs häufig verwendete Anthrazyklin wechselwirkt mit grünem Tee. Bei einigen unserer Patienten, die Brennnessel und bestimmte Produkte wie Gelee royale, Pollen oder Propolis verwendeten, traten sehr schwere allergische Nebenwirkungen auf.

Es gibt außerdem Lebensmittel, denen ein Nutzen zugeschrieben wird, die jedoch nicht wirken. Ein Beispiel ist Eselsmilch: Wegen ihrer Ähnlichkeit mit menschlicher Milch ist sie zu einer Einnahmequelle geworden. Ja, Muttermilch ist ein sehr wirksames und wichtiges Lebensmittel. Doch während ein Mensch körperlich heranwächst, entwickeln und verändern sich auch die Schutzmechanismen seines Körpers. Dann nehmen wir Lebensmittel zu uns, die diese Schutzmechanismen unterstützen. Wir müssen wissen, dass auch gestillte Kinder bösartige Krebsarten entwickeln können. Leider sind viele Krebspatienten finanzieller und seelischer Ausbeutung ausgesetzt, wodurch solchen Gelegenheitsjägern Vorschub geleistet wird. Deshalb ist es am besten, vor dem Verzehr von Eselsmilch oder eines anderen Lebensmittels den behandelnden Krebsarzt und eine auf Onkologie spezialisierte Ernährungsfachkraft zu konsultieren. So wird auch Geschäftemachern, die auf diese Weise Behandlung versprechen, kein Glauben geschenkt.

Unter Berücksichtigung welcher Punkte wird die Ernährung eines Menschen mit Krebs gestaltet? Spielen dabei Krebsart, Stadium und verabreichte Behandlungen eine wichtige Rolle?

Wir achten auf drei grundlegende Punkte: erstens die frühere Ernährung und Gewichtssituation und zweitens die aktuelle Gewichtssituation und Ernährung. Bei manchen Erkrankungen tritt ein krankheitsbedingter Gewichtsverlust auf, der als Kachexie bezeichnet wird. Hat der Patient dabei Appetitverlust, sollte dieser behoben, die Nahrungsaufnahme erfasst und ein möglicher Mangel ausgeglichen werden. Manchmal sind dafür spezielle Ernährungsunterstützungen erforderlich. Die Ernährungsfachkraft, die den Patienten engmaschig betreut, muss an diesem Punkt den Arzt informieren.

Ein dritter zu beachtender Punkt sind die Erwartungen des Arztes beziehungsweise der Ärzte, die die Behandlung planen. Außerdem darf ein weiterer Punkt nicht übersehen werden: bereits bestehende Gesundheitsprobleme, die sich durch die Ernährungsgewohnheiten des Patienten verändern können, beispielsweise Diabetes oder Nierenerkrankungen.

Krebsstadium, angewandte Behandlungen und betroffene Organe können die Ernährung beeinflussen. Je nach Behandlungsprotokoll bei Kopf-Hals-Tumoren können Schluckbeschwerden, Durchfall und Wunden im Mund auftreten. In diesen Fällen benötigt der Patient unterstützende Behandlungen. Bei einem wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs operierten Patienten kann beispielsweise der Blutzucker aus dem Gleichgewicht geraten; besonders bei der Fettverdauung können Probleme entstehen. Während der Ernährung muss der Blutzucker unbedingt stabilisiert und ein diabetischer Ernährungsplan erstellt werden. Außerdem können viele Chemotherapeutika Geruchsempfindlichkeit und starke Übelkeit verursachen. Anstelle stark riechender Speisen, besonders Fleischgerichte, und sehr flüssiger Lebensmittel können gegebenenfalls magenberuhigende Frühstückslebensmittel wie Käse und Brot helfen, diese kurzen Phasen leichter zu überstehen. Wenn der Patient während des Kochens das Haus verlässt oder eine zu Hause zubereitete Mahlzeit draußen in Picknickatmosphäre isst, hat dies sowohl für den Appetit als auch gegen Übelkeit eine wichtige schützende Funktion. Zudem beobachten wir bei vielen Patienten unter Schmerzmitteln Verstopfung. Bei ihnen müssen die Ballaststoff- und Flüssigkeitsaufnahme erhöht und die Motivation zur Bewegung gefördert werden.

Das Krebsstadium können wir vielleicht als den psychologisch schwierigsten Teil betrachten. Bei unheilbar erkrankten Patienten im fortgeschrittenen terminalen Stadium erwarten die Familien nämlich, dass der gesamte Ernährungsbedarf gedeckt wird. Unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Belastbarkeit des Patienten sprechen jedoch eher dafür, ihm eine angenehme letzte Lebensphase zu ermöglichen, als ihn mit einer solchen Menge Nahrung zu belasten. Die Schmerzen eines Patienten im Endstadium zu lindern, ist beispielsweise wesentlich wertvoller, als ihn zu ernähren.

Sollte ein Krebspatient jede Ernährungsfachkraft um Hilfe bitten? Oder sollte er eine Fachkraft mit Kenntnissen und Erfahrung in Bezug auf diese Erkrankung bevorzugen? Warum?

Leider gibt es in unserem Land nicht sehr viele Kollegen in Privatkliniken, die sich speziell mit Krebs beschäftigen. In staatlichen Einrichtungen versuchen Kollegen, die mehrere Kliniken betreuen, diese Aufgabe zu übernehmen. Wie bereits erwähnt, spielt Ernährung sowohl bei der Krebsentstehung als auch während der Behandlung eine wichtige Rolle. Wenn die Klinik eine Ernährungsfachkraft hat, ist es deshalb selbstverständlich besser, deren Unterstützung zu nutzen. Ist dies nicht der Fall, sollte unbedingt eine Ernährungsfachkraft hinzugezogen werden, die vom Arzt empfohlen wird und mit dem behandelnden Arzt in Verbindung stehen kann.

Gibt es Punkte, auf die ein Patient nach abgeschlossener Behandlung und Genesung achten sollte?

Ja. Diese Menschen können nun als in ein gesundes Leben zurückgekehrt betrachtet werden. Bei der Ernährung gibt es jedoch eine wichtige rote Linie. Sie müssen jetzt vorsichtiger sein als früher, denn sie kennen ihre Risiken und dürfen nicht vergessen, dass solche Risiken auch andere Organe betreffen können. Zunächst müssen sie sämtliches überflüssiges Gewicht verlieren. Sie sollten ein Leben führen, in dem Obst und Gemüse im Vordergrund stehen, verarbeitete Lebensmittel und raffinierte Kohlenhydrate gemieden werden und Bewegung einen festen Platz hat.

In zahllosen bisherigen und noch laufenden wissenschaftlichen Studien wurden verzehrte Lebensmittel sowie deren Nutzen und Schaden für die menschliche Gesundheit untersucht. Lebensmittel, die manche Untersuchungen als gesundheitsschädlich einstufen, werden in anderen mit genau gegenteiligen Ergebnissen bewertet. Was denken Sie darüber? Wonach sollten Krebspatienten und Angehörige beurteilen, ob sie solche Untersuchungen berücksichtigen? Oder sollten sie dies überhaupt tun?

Meiner Ansicht nach ist es falsch, anhand nur einer einzigen Studie über ein Lebensmittel zu sagen, es sei gut oder schlecht. Leider funktionieren die aktuellen Medien auf diese Weise. Ein Lebensmittel wird an einem Tag als gut bezeichnet und kann am nächsten Tag als schlecht gelten. Ich denke, solche Studien sollten von den Fachleuten, die den Behandlungsplan des Krebspatienten verantworten, interpretiert und richtig vermittelt werden. Zusammenfassend lässt sich sagen: Da verschiedene Krebsarten unterschiedlich behandelt werden, verändert sich entsprechend auch der Ernährungsplan des Patienten.

Für die wertvollen Einblicke bedanken wir uns bei Ernährungsberater Mehmet Refik Sezginganz herzlich.

Quellen

Beslenme Uzmanı Mehmet Refik Sezgin ile röportaj
DROZDOGAN KI

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Drozdogan-Assistent

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