Tumoren, des Darms

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Eine an der North Carolina State University durchgeführte Untersuchung ergab, dass die Tumormikroumgebung bei der Entstehung von Darmkrebs die Krebszelle unterstützt. In der Mikroumgebung von Darmkrebs befindliche enterische Gliazellenwurden dabei beobachtet, wie sie Darmkrebs- Stammzellenstimulierende Moleküle freisetzen und dadurch die Tumorentstehung fördern.
Krebsstammzellen besitzen im Gegensatz zu normalen Körperzellen eine unbegrenzte Teilungsfähigkeit . Diese Stammzellen spielen bei der Krebsentstehung, der Metastasierung und der Arzneimittelresistenz gegen Krebsmedikamente eine grundlegende Rolle.
Obwohl der Ursprung von Darmkrebsstammzellen nicht vollständig geklärt ist, wird angenommen, dass sie aus genetisch und/oder epigenetisch geschädigten epithelialen Stammzellen des Dickdarms entstehen. Wie bei vielen Krebsarten ist auch die Mikroumgebung der Stammzellen bei Darmkrebs für die Tumorentstehung und -entwicklung von großer Bedeutung. Die interzelluläre Signalübertragung in dieser Mikroumgebung fördert Darmkrebsstammzellen und andere dort befindliche Zellen im Hinblick auf die Krebsentstehung und -entwicklung. Aufgrund dieser Eigenschaften sind Darmkrebsstammzellen wichtige Ziele für Krebstherapien.
Enterische Gliazellen sind der häufigste Zelltyp im enterischen (Darm-)Nervensystem, das sich entlang des Magen-Darm-Trakts erstreckt und ihn umgibt. Diese enterischen Gliazellen regulieren durch Freisetzung bestimmter Faktoren (spezifischer parakriner Faktoren) die Hauptfunktionen des Epithels. Als Reaktion auf das von Darmkrebsstammzellen freigesetzte Zytokin Interleukin-1 (IL-1) setzen sie Prostaglandin E2 (PGE2) frei. Das in die Umgebung abgegebene PGE2 stimuliert und beschleunigt die Tumorbildung durch Darmkrebsstammzellen über den Signalweg PGE2/EP4/EGFR. Unter basalen Bedingungen fördern enterische Gliazellen die Tumorentstehung jedoch nicht.
Bedeutung der Studie
Die Unterbindung der parakrinen IL-1/PGE2-Signalübertragung zwischen Darmkrebsstammzellen und enterischen Gliazellen ist für neue Behandlungsansätze von Bedeutung. Auch andere Studien haben gezeigt, dass diese Signalübertragung in weiteren Tumormikroumgebungen eine wichtige Rolle spielt. Daher ist ihre Untersuchung und ihr Verständnis sowohl für die Behandlung von Darmkrebs als auch für einen allgemeinen therapeutischen Ansatz wichtig.
Quellen
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