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Prof. Dr. Mustafa Özdoğan · Facharzt für medizinische Onkologie
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Pembrolizumab plus Lenvatinib erhält die FDA-Zulassung zur Erstlinienbehandlung von Nierenkrebs

Pembrolizumab plus Lenvatinib erhält die FDA-Zulassung zur Erstlinienbehandlung von Nierenkrebs
In diesem Artikel

Am 10. August 2021 genehmigte die FDA (US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde) zur Erstlinienbehandlung erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (renal cell carcinoma = RCC) die Kombination aus Lenvatinib (Lenvima, Eisai) und Pembrolizumab (Keytruda, Merck).

Dies war die 4. zur Behandlung von Nierenkrebs zugelassene Kombination aus Immuntherapie und einem zielgerichteten Medikament.

FDA-Zulassung auf Grundlage der CLEAR-Studie

Die Wirksamkeit dieser Kombination wurde in CLEAR bewertet, einer multizentrischen, offenen, randomisierten klinischen Phase-3-Studie bei zuvor unbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs.

Die Patienten wurden unabhängig von ihrem PD-L1-Tumorexpressionsstatus in die Studie aufgenommen. Die diese Zulassung unterstützende Patientengruppe umfasste Patienten, die randomisiert Lenvatinib plus Pembrolizumab (355 Patienten) im Vergleich zur Sunitinib-Monotherapie (357 Patienten) erhielten.

Die wichtigsten Wirksamkeitsendpunkte der Studie waren das durch unabhängige radiologische Prüfung bewertete progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben.

Ergebnisse

  • Bei Patienten, die Pembrolizumab und Lenvatinib erhielten, betrug die mediane progressionsfreie Überlebenszeit 23,9 Monate (95% KI: 20,8, 27,7), unter Sunitinib dagegen 9,2 Monate (HR 0,39; 95% KI: 0,32, 0,49; p<0,0001).
  • Die mediane Gesamtüberlebenszeit wurde in beiden Armen nicht erreicht, da jeweils mehr als die Hälfte der Patienten noch lebte (HR 0,66; 95% KI: 0,49, 0,88; p=0,0049).
  • Die objektiven Ansprechraten betrugen im Kombinationsarm 71% (95% KI: 66, 76) und unter Sunitinib allein 36% (95% KI: 31, 41; p<0,0001).
  • Die vollständigen Ansprechraten betrugen im Kombinations- beziehungsweise Sunitinib-Arm 16% beziehungsweise 4%.

Nebenwirkungen

Die häufigsten in klinischen Studien bei ≥ 20% der mit Lenvatinib und Pembrolizumab behandelten Patienten berichteten Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Durchfall, Schmerzen des Bewegungsapparats, Hypothyreose, Bluthochdruck, Stomatitis, verminderter Appetit, Hautausschlag, Übelkeit, Gewichtsverlust, Dysphonie, Proteinurie, palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom, Bauchschmerzen, Blutungsereignisse, Erbrechen, Verstopfung, Hepatotoxizität, Kopfschmerzen und akute Nierenschädigung. Bei 5% der Patienten in CLEAR traten arterielle thrombotische Ereignisse auf, darunter Myokardinfarkt (3,4%) und zerebrovaskuläre Ereignisse (2,3%).

Dosierung

Die empfohlenen Dosierungen bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom sind bis zu 2 Jahre oder bis zur Krankheitsprogression oder nicht akzeptablen Toxizität einmal täglich 20 mg Lenvatinib zusammen mit 200 mg Pembrolizumab alle 3 Wochen als intravenöse Infusion über 30 Minuten oder 400 mg Pembrolizumab alle 6 Wochen als intravenöse Infusion über 30 Minuten.

Quellen

FDA approves lenvatinib plus pembrolizumab for advanced renal cell carcinoma. fda.gov 10. August 2021
DROZDOGAN KI

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DROZDOGAN KI

Drozdogan-Assistent

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