Vielfalt der Darmflora könnte die Wirksamkeit von Immuntherapien steigern

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Immuntherapie wird inzwischen insbesondere bei Melanom, nicht kleinzelligem Lungenkrebs, Nieren-, Kopf-Hals- und Blasenkrebs sowie Hodgkin-Lymphom eingesetzt. Nicht alle Patienten sprechen jedoch gut darauf an. Forschende untersuchen, welche Umstände die Wirksamkeit erhöhen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass die Vielfalt der Darmfloradie Wirksamkeit einer Immuntherapie steigern könnte.
In einer im November 2016 auf dem Kongress des National Cancer Research Institute im Vereinigten Königreich vorgestellten Studie wurden Mikrobiomproben aus dem Mund von 200 und aus dem Darm von 100 Patienten mit fortgeschrittenem Melanom analysiert.
Die Ergebnisse zeigen:
- Auf die Immuntherapiegut ansprechende Patienten und Patienten ohne Ansprechen unterschieden sich deutlich hinsichtlich der Bakterienvielfalt ihrer Darmflora. Diejenigen, die gut auf die Behandlung ansprachen, hatten eine vielfältigere Darmflora.
- Bei der Bakterienvielfalt im Mund wurde kein Unterschied zwischen den Patienten beobachtet.
Was bedeutet diese Studie klinisch?
Diese Studie zeigt erstmals beim Menschen, dass die Darmflora die Wirksamkeit einer Immuntherapie steigert.
- Durch ärztlich kontrollierte Antibiotikagabe, Probiotika oder eine vor der Immuntherapie durchgeführte Stuhltransplantation könnte deren Wirksamkeit erhöht werden.
- Außerdem könnten Strategien entwickelt werden, die durch gezielte Veränderung der Darmflora die Wirksamkeit von Immuntherapien erhöhen.
Quellen
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