Was ist kastrationsresistenter Prostatakrebs (CRPC)?

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Kastrationsresistenter Prostatakrebs (CRPC) bezeichnet einen Zustand, in dem die Erkrankung nicht auf die Behandlung anspricht und fortschreitet. Dazu gehören Situationen, in denen die Krankheit trotz gesenkter Testosteronwerte weiter fortschreitet. Ziel der Behandlung ist es meist, die Ausbreitung des Krebses in andere Körperregionen zu verhindern.
Normalerweise benötigt Prostatakrebs für sein Wachstum geeignete Testosteronspiegel. Behandlungen wie die operative Entfernung der Hoden oder eine Hormonblockade senken die Testosteronwerte erheblich und verlangsamen dadurch das Fortschreiten des Krebses. CRPC liegt vor, wenn der Krebs auf niedrige Testosteronwerte im Kastrationsbereich nicht anspricht. Damit sind im Allgemeinen Testosteronwerte von weniger als 50 Nanogramm pro Deziliter gemeint.
Für Fachärzte ist die Behandlung eines noch nicht ausgebreiteten Krebses meist einfacher. Deshalb soll die CRPC-Behandlung verhindern, dass sich der Krebs auf andere Körperregionen wie Knochen oder Lymphknoten ausbreitet.
Symptome des kastrationsresistenten Prostatakrebses
Menschen mit frühem, noch nicht ausgebreitetem CRPC haben meist keine Beschwerden. Es können sich jedoch Symptome entwickeln, die eine diagnostische Abklärung erforderlich machen. Eine Studie aus dem Jahr 2016 ergab, dass sich bei ungefähr 60% der Menschen mit nicht metastasiertem CRPC innerhalb von 5 Jahren ein metastasierter CRPC entwickelte.
Zu den möglichen Symptomen eines metastasierten CRPC gehören Müdigkeit, Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen, häufigerer Harndrang, ein schwacher oder unterbrochener Harnstrahl, Schmerzen beim Samenerguss, Blut im Sperma oder Urin, Erbrechen, Schwäche, Appetitverlust, Angst, Schlafprobleme und Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit.
90% der Menschen mit CRPC entwickeln Knochenmetastasen. Dies kann zu Knochenbrüchen, Knochenschmerzen sowie einer Kompression des Rückenmarks oder von Nerven führen.
Diagnose des kastrationsresistenten Prostatakrebses
CRPC wird meist bei Menschen festgestellt, bei denen bereits Prostatakrebs diagnostiziert wurde. Danach veranlassen Fachärzte verschiedene Untersuchungen, um den Zustand des Patienten zu überwachen und die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen. Für die Bestimmung des Krebsstadiums und die Abklärung einer Ausbreitung können außerdem eine Untersuchung der Prostata, Bluttests und bildgebende Untersuchungen eingesetzt werden.
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Stadieneinteilung und Grading
Wenn sich der Krebs im Körper ausgebreitet hat, sind für die Stadieneinteilung des CRPC bestimmte Untersuchungen notwendig. Das Stadium des Prostatakrebses richtet sich nach der Größe des Haupttumors und danach, ob sich der Krebs auf Lymphknoten oder andere Körperregionen ausgebreitet hat. Bei nicht ausgebreitetem Krebs wird beurteilt, wie aggressiv er ist. Hierfür wird die PSA-Verdopplungszeit des Wertes für das prostataspezifische Antigen berücksichtigt. Sie hilft einzuschätzen, wie schnell sich der Krebs ausbreiten könnte und welche Behandlung am wirksamsten ist.
Betreuung und Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakrebses
Die Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakrebses (CRPC) hängt vom Stadium und vom Ausmaß seiner Ausbreitung ab, insbesondere davon, ob Metastasen vorliegen. Auch die Größe des Primärtumors und die Regionen, in die sich der Krebs ausgebreitet hat, können die Behandlungsmöglichkeiten beeinflussen.
Behandlung des nicht metastasierten CRPC
Bei nicht metastasiertem CRPC hat der Patient trotz Testosteronwerten im Kastrationsbereich hohe PSA-Werte, ohne dass sich der Krebs auf andere Körperregionen ausgebreitet hat. Die Behandlung umfasst dann meist:
- Injektionen, die die Testosteronproduktion blockieren
- Medikamente, die die Androgenrezeptoren blockieren
Ergänzend können Ärzte weitere Hormonbehandlungen empfehlen, darunter Antiandrogene wie Enzalutamid oder Apalutamid. Alternativ können sie die Antiandrogenbehandlung für eine gewisse Zeit unterbrechen und die Auswirkungen auf den Patienten beobachten.
Behandlung des metastasierten CRPC
Bei metastasiertem CRPC kommen meist folgende Behandlungsmöglichkeiten infrage:
- Hormontherapie: Antiandrogene, Hemmer der Androgensynthese und andere Hormonbehandlungen.
- Strahlentherapie: Sie wird eingesetzt, um Beschwerden zu lindern, Krebszellen zu zerstören und Probleme beim Wasserlassen zu behandeln.
- Chemotherapie: Sie dient der Kontrolle von Beschwerden und der Verringerung der Krebszellen.
- Gezielte Therapie: Medikamente richten sich gegen bestimmte Zellen oder Moleküle, um das Wachstum und die Ausbreitung der Krebszellen zu stoppen.
Außerdem breitet sich metastasierter CRPC häufig auf die Knochen aus. Behandlungen bei Knochenmetastasen umfassen meist:
- Kortikosteroide: Sie verringern Entzündungen.
- Schmerzmittel: Sie lindern Knochenschmerzen.
- Knochenmodifizierende Wirkstoffe: Sie stärken die Knochen und verhindern ihre Schwächung, zum Beispiel Bisphosphonate.
- Kyphoplastie: Sie stabilisiert eingebrochene Knochen. Das Verfahren wird auch als Zementierung bezeichnet.
- Strahlentherapie: Sie verkleinert oder zerstört Krebszellen.
Kastrationsresistenter Prostatakrebs und Überleben
Nicht metastasierter CRPC geht meist innerhalb von 3-5 Jahren in metastasierten CRPC über. Die 5-Jahres-Überlebensrate bei metastasiertem CRPC liegt bei ungefähr 30%. Das bedeutet, dass etwa 30% der Patienten nach der Diagnose noch mindestens 5 Jahre leben können. Bei frühem, noch nicht ausgebreitetem Prostatakrebs liegt die 5-Jahres-Überlebensrate dagegen bei 99%.
Zusammenfassend bezeichnet CRPC einen Prostatakrebs, der selbst bei äußerst niedrigen Testosteronwerten weiter wächst. Seine Behandlung kann Hormontherapien, Strahlentherapie, Chemotherapie und gezielte Therapien umfassen und wird meist auf die individuelle Situation abgestimmt. Dieser metastasierte Krebs breitet sich häufig auf die Knochen aus und kann Knochenschmerzen und Brüche verursachen.
Quellen
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2. Gabela NC, et al. (2021). Costs of managing castrate-resistant metastatic prostate cancer patients at Inkosi Albert Luthuli Central Hospital.
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5. Moreira D, et al. (2016). Predictors of time to metastasis in castration-resistant prostate cancer.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5536963/
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