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Prof. Dr. Mustafa Özdoğan · Facharzt für medizinische Onkologie

Henrietta Lacks und HeLa: Die nach einer Frau benannte Zelllinie und die Frage, die niemand stellte (1951)

Henrietta Lacks und HeLa: Die nach einer Frau benannte Zelllinie und die Frage, die niemand stellte (1951)
In diesem Artikel

Henrietta Lacks und HeLa: Die nach einer Frau benannte Zelllinie und die Frage, die niemand stellte (1951)

Zeitraum: 1920-1951; für das Danach 1953, 1973-1976 und 2013
Ort: Baltimore (Maryland) und Tuskegee (Alabama), Vereinigte Staaten

Gestern haben wir das Wort „zuerst“ in Kriterien zerlegt. Heute heftet sich dasselbe Wort an eine Zelllinie, die aus dem Krankenbett einer Patientin stammt, und wir kehren zur gestrigen Frage zurück: Warum wurde HeLa nach einer Frau benannt, und wusste diese Frau, dass ihr eine Probe entnommen worden war? Die kurze Antwort hat zwei Teile. Der Name stammt von den ersten beiden Buchstaben von Henrietta Lacks’ Vor- und Nachnamen; alle Sekundärquellen, die ich gelesen habe, schreiben, die Probe sei ohne ihr Wissen und ihre Einwilligung entnommen worden, während die eigene Seite von Hopkins keinen Einwilligungsvorgang beschreibt. Die Einzelheiten sind verstreuter, als man denkt.

— Baltimore, 1951 —

Ein Knoten, ein Krankenhaus, eine Behandlung

Henrietta Lacks wurde am 1. August 1920 in Roanoke, Virginia, als Loretta Pleasant geboren; manche Quellen nennen den 2. August. Einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in Clover, überwiegend beim Großvater mütterlicherseits. 1941 zog die Familie nach Turner Station bei Baltimore, damit ihr Mann Day Lacks im Stahlwerk in Sparrows Point arbeiten konnte. Sie war Mutter von fünf Kindern.

Nach einer Sekundärquelle ging sie am 29. Januar 1951 ins Johns Hopkins Hospital, weil sie einen „Knoten“ im Bauch spürte. Die Seite des Krankenhauses selbst hält fest, dass der Gynäkologe Howard Jones am Gebärmutterhals „einen großen, bösartigen Tumor“ fand und dass laut den Krankenakten Radiumbehandlungen begannen, die es als die damals beste verfügbare Behandlung dieser Krankheit bezeichnet (Tag 94 zu Radium und Brachytherapie). Erinnern wir uns an die ersten beiden Fronten des Gebärmutterhalskrebses, Wertheims Operation (Tag 93) und den Pap-Abstrich (Tag 103), so fällt Lacks’ Behandlung in dieser Kette auf den Zweig der Strahlentherapie.

Februar 1951 — Johns Hopkins Hospital, Baltimore

Zwei kleine Gewebestücke

Den Quellen zufolge wurden während der Behandlung zwei kleine Proben vom Gebärmutterhals entnommen: eine vom Tumor, eine vom benachbarten gesunden Gewebe. Die Proben gingen an George Otto Gey, der das nahe gelegene Gewebekulturlabor leitete. Die Patientin wusste nicht, dass eine Probe entnommen worden war, und hatte dazu nicht eingewilligt; Britannica Kids und andere Sekundärquellen stimmen darin überein. Die Seite des Krankenhauses beschreibt keinen Einwilligungsvorgang; sie sagt nur, die Praxis sei damals „akzeptabel und legal“ gewesen.

Gey und seine Frau Margaret versuchten seit Jahren, menschliche Zellen im Labor dauerhaft zu vermehren; alle früheren Proben hatten nach wenigen Teilungen aufgehört, sich zu teilen. Lacks’ Tumorzellen verdoppelten sich dagegen, in der Formulierung von Hopkins, etwa alle 20 bis 24 Stunden. Geys Laborassistentin Mary Kubicek legte die Zellen in Rollerröhrchen an, und die Zelllinie wurde HeLa genannt, nach den ersten beiden Buchstaben von Vor- und Nachnamen, was laut Sekundärquellen die Identität der Spenderin schützen sollte.

Henrietta Lacks verlor am 4. Oktober 1951 im Alter von einunddreißig Jahren ihr Leben. Eine Teilobduktion zeigte, dass sich der Krebs im Körper ausgebreitet hatte. Sie wurde in einem unmarkierten Grab auf dem Familienfriedhof in Clover beigesetzt; die genaue Stelle ist nicht bekannt, 2010 wurde dort ein Grabstein gesetzt.

— Die Zelllinie macht sich auf den Weg —

Ein Aufsatz, eine Fabrik, eine Korrektur

Der kurze Bericht von Gey, Coffman und Kubicek, „Gewebekulturstudien zur Proliferationsfähigkeit von Zervixkarzinom und normalem Epithel“, erschien 1952 in Band 12 von Cancer Research, Seiten 264-265. Ich habe diesen Bericht nicht gelesen; Nachweis und Beschreibung habe ich einem medizingeschichtlichen Katalog entnommen. Der Katalog vermerkt, dass bei der Veröffentlichung niemand wusste, warum sich die Zellen unbegrenzt vermehren konnten. Dieses „Warum“ kehrt in späteren Tagen aus anderer Richtung zurück.

Auch hier muss das Wort „zuerst“ an ein Kriterium gebunden werden. HeLa gilt in den Quellen als erste menschliche Zelllinie, die sich dauerhaft vermehren ließ; frühere menschliche Kulturen, auch Geys eigene ältere Versuche, waren kurzlebig. Dieses „zuerst“ habe ich nicht an einer unabhängigen Quelle geprüft; ich kann nur sagen, dass es unter dem Kriterium „dauerhaft vermehrend“ gilt.

Die erste große Nutzung der Zellen kam mit der Arbeit am Polio-Impfstoff. Laut Scientific American wurde im April 1953 in Tuskegee, Alabama, eine HeLa-„Fabrik“ eingerichtet, geleitet von Russell W. Brown, dem Direktor der Carver Research Foundation, wobei die Zellkulturleiterin Norma Gaillard das Verfahren verbesserte; für den am 26. April 1954 beginnenden Feldversuch mit dem Salk-Impfstoff wurden rund 400.000 Glasröhrchen vorbereitet. Die Zellen gingen per Luftfracht an etwa zwei Dutzend medizinische Labore. Der Titel des Artikels schreibt diese Arbeit „verborgenen Schwarzen Wissenschaftlern“ zu; die Quelle der Zellen war eine Schwarze Patientin. Beides gehört zu derselben Geschichte.

Auch hier griff die Selbstkorrektur der Wissenschaft. Stanley Gartler zeigte 1967 in einer Übersicht und 1968 in Nature, dass 18 vermeintlich voneinander unabhängige menschliche Zelllinien identische genetische Marker hatten und möglicherweise mit HeLa verunreinigt waren. Später entwickelte Walter Nelson-Rees ein Verfahren, um verunreinigte Linien zu erkennen. Diesen Teil gebe ich nur aus Sekundärquellen wieder.

„Einwilligung“ sind drei verschiedene Fragen

In dieser Geschichte ist „Einwilligung“ mehr als ein einzelner Begriff. Die erste ist die Einwilligung in die Behandlung: Stimmte die Patientin der Radiumanwendung für den Tumor am Gebärmutterhals zu? Die Quellen, die ich gelesen habe, erörtern das nicht. Die zweite ist die Einwilligung in einen Eingriff zu Forschungszwecken: Das war der Hauptgegenstand der 1947 in Nürnberg niedergeschriebenen Grundsätze (Tag 121). Die dritte ist die Einwilligung dazu, dass bei der Behandlung entnommenes Gewebe ohne Wissen der Patientin zu Forschung und später zu genetischer Information wird. Diese dreifache Unterscheidung treffe ich selbst; die Quellen formulieren sie nicht in diesen Worten. Nach Hopkins war es 1951 nicht vorgeschrieben, diese dritte Frage zu stellen; heute steht sie im Zentrum der rechtlichen und ethischen Debatte. Auch die amerikanische Aufnahme der Nürnberger Grundsätze blieb in den 1950er Jahren schwach: Viele Forscher hielten sie für nicht umsetzbar (Lederer).

Preis und Grenzen: nicht nur eine Rechtsfrage

Erstens der Kontext. Während Johns Hopkins sagt, die Praxis sei damals legal gewesen, räumt es nach der Überprüfung seiner Beziehungen zur Familie über mehr als 50 Jahre ein, es „hätte mehr tun können und sollen“. In der Zusammenfassung der New York Times auf Carl Zimmers Website wird Lacks als arme Schwarze Frau beschrieben und festgehalten, die Familie sei 62 Jahre lang von diesen Studien ausgeschlossen geblieben. Den jeweiligen Anteil von Rassismus und Armut kann ich diesen Quellen nicht entnehmen; ich vermerke sie als Kontext, nicht als Kausalbehauptung.

Zweitens die Familie. Die Familie erfuhr von der Zelllinie 1973 (laut NYT-Zusammenfassung, als ein Forscher Blutproben ihrer Kinder erbat) oder 1975 (laut Haupttext einer Sekundärquelle); die Öffentlichkeit erfuhr die Herkunft der Zelllinie im März 1976 durch Michael Rogers’ Artikel im Detroit Free Press und im Rolling Stone, die den Namen allerdings fälschlich als „Helen Lane“ angaben. Die widersprüchlichen Daten habe ich im Faktencheck-Kasten aufgeschlüsselt.

Drittens das Genom. Im März 2013 veröffentlichten Forscher des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie eine HeLa-Genomsequenz; niemand in der Familie wusste davon. Die Familie widersprach, die Daten wurden zurückgezogen. Nach den in der NYT wiedergegebenen Worten ihrer Enkelin Jeri Lacks Whye war die Hauptsorge der Familie die Privatsphäre: Aus der Sequenzierung ließen sich Informationen über ihre Kinder und Enkel ableiten (sinngemäße Zusammenfassung). Im August 2013 gaben die NIH und die Familie eine Vereinbarung bekannt: Die Daten werden in der Datenbank der NIH für Genotypen und Phänotypen gehalten, Forscher müssen sich bewerben und jährlich berichten, und zwei Familienmitglieder sitzen in einem sechsköpfigen Zugangsgremium. Die Vereinbarung gibt der Familie keinen Anteil an kommerziellen Produkten. Richard Sharp, Bioethiker an der Mayo Clinic, nannte sie in der NYT eine Einzelfalllösung und sagte, es brauche eine breitere Regelung (sinngemäße Zusammenfassung).

Was bleibt
  • Die Idee einer dauerhaft vermehrbaren menschlichen Zelllinie und ihre Kulturmethoden
  • Gemeinsames Zellmaterial für Virusstudien und Impfstoffversuche
  • Die Frage, wem Gewebe gehört und was die Patientin wissen sollte
Was fiel oder eingeschränkt wurde
  • Die Annahme, bei einer zusätzlichen Probe während der Behandlung müsse man nicht fragen
  • Die Annahme, ein gekürzter Name verberge die Spenderin
  • Die Annahme, Genomdaten gehörten nur zu einer Zelllinie
Weg der ZelllinieNicht informiertTeils / falschEinigung mit Familie1951Probe entnommen,kultiviert,vermehrtPatientin nichtinformiert1952-53Aufsatz; Massen-zucht inTuskegeeFamilie nichtinformiert1973-75Einsatz inLaborsweltweitFamilie erfährt(1973 oder1975)1976Presse nenntdie Herkunftder ZelllinieName falsch:„Helen Lane“2013Genomsequenzveröffentlicht,zurückgezogenNIH-Zugangs-vereinbarungmit Familieobere Reihe: Zelllinie; untere Reihe: Henrietta Lacks und Familie; Spalten sind keine gleichen Zeitspannen

Der Weg der Zelllinie und wer was wusste, auf einer Zeitleiste. Die obere Reihe zeigt, was mit der Zelllinie geschah, die untere die Lage von Henrietta Lacks und ihrer Familie. Rot: wusste nichts oder wurde nicht informiert; orange: teils oder falsch erfahren; grün: Vereinbarung mit der Familie. Die Spanne zwischen 1973 und 1975 hängt von der Quelle ab, deshalb stehen beide Jahre in einer Zelle. Die Spaltenköpfe sind Zeiträume, keine gleich langen Zeitspannen.

— Türkei-Perspektive —

Die Zelllinie im eigenen Labor betrachten

Zur Wirkung dieser Geschichte in der Türkei habe ich keine überprüfte Quelle gefunden; ich erfinde keine lokale Verbindung. Eine allgemeine Schlussfolgerung kann ich anbieten: Jedes Labor, das mit Zelllinien arbeitet, muss nach Herkunft und Geschichte der Linie fragen. Davon hängen sowohl die wissenschaftliche Zuverlässigkeit (die von Gartler gezeigte Verunreinigung) als auch eine ethische Auseinandersetzung mit der Quelle ab. Die türkischen Vorschriften zur Nutzung von Gewebe und Daten habe ich in diesem Beitrag nicht untersucht.

— Zeitleiste —

Von 1920 bis heute

1. August 1920
Geburt. Als Loretta Pleasant in Roanoke (in manchen Quellen 2. August).
29. Januar 1951
Krankenhaus. Erster Besuch im Johns Hopkins Hospital (laut einer Sekundärquelle).
Februar 1951
Probe. Tumor- und Gesundgewebeproben gehen an Geys Labor; eine Quelle nennt den 8. Februar.
4. Oktober 1951
Verlust des Lebens. Henrietta Lacks verliert mit einunddreißig Jahren ihr Leben.
1952
Aufsatz. Gey, Coffman und Kubicek, Cancer Research 12:264-265.
April 1953 - April 1954
Tuskegee. Die HeLa-Fabrik wird eingerichtet; der Feldversuch mit dem Salk-Impfstoff beginnt am 26. April 1954.
1967 - 1968
Gartler. HeLa-Verunreinigung wird gemeldet.
1973 - 1976
Erfahren. Die Familie erfährt davon (1973 oder 1975); im März 1976 nennt die Presse die Herkunft der Zelllinie und gibt den Namen falsch an.
August 2013
NIH und Familie. Eine Vereinbarung zum Zugang zu HeLa-Genomdaten wird bekannt gegeben.
HEUTE — TAG 126
Einwilligung. Die Serie hält den wissenschaftlichen Beitrag einer Zelllinie und den Ausschluss einer Familie auf derselben Seite fest.
— Faktencheck-Notizen —

Was bestätigt wurde, was widerspricht

  • Hopkins-Seite: Diagnose und Biopsie 1951, Radiumbehandlung, Verlust des Lebens am 4. Oktober 1951 (mit 31 Jahren), Geys Feststellung, dass sich die Zellen alle 20-24 Stunden teilten, die Praxis als „akzeptabel und legal“ bezeichnet, die Aussage, in den Beziehungen zur Familie hätte mehr getan werden können. Die Seite nennt weder Geburtsdatum noch Biopsietag noch den Namen der Person, die die Probe entnahm.
  • Geburtsdatum: 1. August 1920; eine Sekundärquelle vermerkt, manche Unterlagen nennten den 2. August. Der Grund für den Wechsel von „Loretta“ zu „Henrietta“ ist unbekannt.
  • Erster Besuch: Der 29. Januar 1951 beruht auf einer Buchseite, die eine Sekundärquelle zitiert (Skloot 2010); das Buch habe ich nicht gelesen. Eine weitere in derselben Quelle zitierte Passage verweist auf 1950; die Zeitleiste stimmt nicht ganz mit sich überein.
  • Datum der Probe: Eine Sekundärquelle schreibt „8. Februar 1951“; Britannica Kids „Februar 1951“, und eine weitere Zusammenfassung sagt, die Probe sei während des Radiumeingriffs entnommen worden. Ob die Probe von einer Biopsie oder vom Radiumeingriff stammte, klären die Quellen nicht; ich habe „während der Behandlung“ verwendet.
  • Nach ihrem Lebensende und das Grab: Die Teilobduktion, das unmarkierte Grab in Clover und der Grabstein von 2010 stammen aus einer Sekundärquelle (Wikipedia); Primärunterlagen habe ich nicht geprüft.
  • Diagnose: Plattenepithel- (epidermoides) Karzinom 1951; laut der Sekundärquelle bei einer Neubewertung 1970 in ein Adenokarzinom geändert. Diese Änderung habe ich in keiner Primärquelle gesehen.
  • Gey 1952: Cancer Res 12:264-265, Nachweis aus dem Eintrag auf historyofmedicine.com. Der Bericht wurde nicht gelesen; die Angabe, der Grund sei „unbekannt“ gewesen, stammt aus diesem Eintrag.
  • Name: Dass HeLa von den ersten beiden Buchstaben von Vor- und Nachnamen stammt, steht in zwei Quellen gleich. „Um die Spenderin zu verbergen“ steht nur in einer Quelle (einer Zusammenfassung von Eppendorf); wer den Namen vergab, variiert zwischen den Quellen (Gey; Gey und Kubicek).
  • Tuskegee: Der Artikel in Scientific American nennt April 1953 und den 26. April 1954, rund 400.000 Röhrchen und die Namen von Brown und Gaillard. Eine andere Zusammenfassung sagt, 1952 habe HeLa Salk geholfen; diesen Widerspruch habe ich nicht gelöst. Puck und Marcus’ Klonierung von 1955 erscheint nur in einer Sekundärquelle; ich habe sie nicht aufgenommen.
  • Gartler: Natl Cancer Inst Monogr 1967;26:167-195 und Nature 1968;217:750-751 (von der Wikipedia-Seite zu Gartler; die Primärtexte habe ich nicht geöffnet). Eine andere Zusammenfassung datiert Gartlers Arbeit auf 1968, eine weitere auf 1967. Das Jahr „1966“ wurde nicht verifiziert. Für Nelson-Rees habe ich kein Jahr angegeben.
  • Wann die Familie davon erfuhr: Die NYT-Zusammenfassung nennt 1973, der Haupttext einer Sekundärquelle 1975 (in einer Fußnote derselben Quelle 1973). Öffentlichwerden: März 1976, Michael Rogers (Detroit Free Press 21. März, Rolling Stone 25. März); der Ursprung des Namens „Helen Lane“ ist unklar, und eine andere Quelle sagt, der Name sei schon vor 1973 in einem Schreiben verwendet worden.
  • 2013: Hudson und Collins, Nature 2013;500:141 (nur Nachweis und Zusammenfassung gelesen). Die Einzelheiten der Vereinbarung stammen aus Zimmers NYT-Zusammenfassung; die Nachrichtenseite der NIH selbst konnte ich nicht öffnen.
  • Außerhalb des Umfangs: Spätere Rechtsfälle um die Zelllinie, die Wirkung des Buchs von 2010, ihr Bezug zu HPV und das gesamte wissenschaftliche Erbe der Zelllinie.
MORGEN — TAG 127

Elion, Hitchings und 6-Mercaptopurin (1951)

Man hatte gesehen, dass Moleküle, die den eigenen Bausteinen der Zelle ähneln, beim Krebs wirken können (Tag 122). 1951 erprobten zwei Forscher diese Idee systematisch an neuen Bausteinen. Was leistete dieser Ansatz, und für welche Krankheit wurde er zuerst erprobt? Morgen erzähle ich es, nachdem ich die Daten überprüft habe.

Notiz des Autors: In diesem Beitrag habe ich den wissenschaftlichen Beitrag der Zelllinie und den Ausschluss einer Frau und ihrer Familie auf derselben Seite gehalten; das eine habe ich nicht so erzählt, dass es das andere ersetzt. Wo die Quellen bei Daten widersprechen, habe ich kein Urteil gefällt, sondern die Spanne und die Quelle genannt. Die Nachweise, die ich nicht gelesen habe, habe ich im Faktencheck-Kasten gekennzeichnet.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Johns Hopkins Medicine. „Honoring Henrietta“ (hopkinsmedicine.org/henriettalacks), gelesen.
  2. Hudson KL, Collins FS. Biospecimen policy: Family matters. Nature 2013;500:141 (nur Nachweis und Zusammenfassung gelesen).
  3. Zimmer C. A family consents to a medical gift, 62 years later. New York Times, 7. August 2013 (die Zusammenfassungsseite auf der Website des Autors wurde gelesen).
  4. Gey GO, Coffman WD, Kubicek MT. Tissue culture studies of the proliferative capacity of cervical carcinoma and normal epithelium. Cancer Res 1952;12:264-265 (Nachweis von historyofmedicine.com; Volltext nicht gelesen).
  5. Scientific American. „Hidden Black Scientists Proved the Polio Vaccine Worked“, zur HeLa-Produktion in Tuskegee (gelesen).
  6. Lederer S. Präsentation des NIH-Bioethikkurses zur Geschichte der Einwilligungsnormen, 2019 (gelesen; Kursfolien, sekundär).
  7. Britannica Kids und ASU Embryo Project, Einträge zu „HeLa Cell Line“ (gelesen; sekundär).
  8. Skloot R. The Immortal Life of Henrietta Lacks. New York: Crown, 2010 (nicht gelesen; Angaben aus sekundären Wiedergaben).
  9. Mukherjee S. İmparatorluğun Kralı / The Emperor of All Maladies: A Biography of Cancer. New York: Scribner, 2010. (Für diesen Beitrag nicht gesondert überprüft.)

Dieser Beitrag ist Tag 126 der Serie „365 Tage Krebsgeschichte“ und schildert die Entstehung der HeLa-Linie aus Henrietta Lacks’ Zellen im Jahr 1951 als historisches Ereignis. Es ist populäre Geschichtsschreibung; keine Diagnose- oder Behandlungsempfehlung. Besprechen Sie Entscheidungen zu Ihrer Gesundheit mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Quellen wurden überprüft; Angaben, die nur auf einer Sekundärquelle beruhen, sind in den Faktencheck-Notizen gekennzeichnet.

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