Was ist der Gleason-Score? Wie werden Gleason-Grade bei Prostatakrebs berechnet?

Der Gleason-Score bewertet bei Prostatakrebs die Unterschiede zwischen Krebszellen und normalen Zellen und gibt Hinweise auf Vermehrungs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit. Der Gleson-Score reicht von 2-10; ein höherer Wert bedeutet aggressiveren Krebs und schnelleres Fortschreiten.
Der Pathologe untersucht unter dem Mikroskop die durch eine Prostatabiopsie gewonnene Gewebeprobe auf Gleason-Muster. Diese werden mit Zahlen von 1 bis 5 angegeben. Beim Muster 1. sehen Krebszellen wie normale Prostatadrüsen aus; beim Muster 5. ist normales Drüsengewebe nur sehr selten oder gar nicht erkennbar. Dies entspricht einem anaplastischen Karzinom.
Anschließend bestimmt der Pathologe die überwiegend beobachteten Muster. Das vorherrschende heißt primäres Muster (mehr als %50 aller beobachteten Muster). Danach bestimmt er entsprechend der Häufigkeit sekundäre (mehr als %5, aber weniger als %50) und tertiäre Muster.
Schließlich berechnet er den „endgültigen Gleason-Score“ durch Addition der Zahlen des primären und sekundären Musters. Werden nur 2 Muster gesehen, werden diese beiden Zahlen addiert. Bei 3 Mustern werden dagegen das primäre und das höhergradige Muster zusammengezählt. Beispiel: primäres Muster 2, sekundäres Muster 3, aber einige Zellen Grad 4. – dann beträgt der Gleason-Score 2+4=6.
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