Was ist eine Prostatabiopsie? Wann und wie sollte sie durchgeführt werden?
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Bei wem sollte eine Prostatabiopsie durchgeführt werden?
Eine Prostatabiopsie wird empfohlen, wenn bei Männern mit möglichen Prostatakrebssymptomen der Harnwege – etwa geringer, langsamer oder unterbrochener Harnabgabe oder Blut im Urin – oder bei beschwerdefreien Männern zur Vorsorge durch die rektale Tastuntersuchung und die Messung des PSA-Spiegels im Blut ein Krebsverdacht entsteht.
Die Entscheidung zur ersten Biopsie
- Ein verdächtiger Befund bei der digital-rektalen Untersuchung und/oder ein verdächtiger Anstieg des PSA-Spiegels im Blut reichen für die Entscheidung zur Biopsie aus.
- Viele Leitlinien zur Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Prostatakrebs betrachten einen Gesamt-PSA-Wert im Serum über 3.0 ng/ml als erhöht und empfehlen oberhalb dieses Wertes eine Biopsie.
- Ob sich ein erhöhter Gesamt-PSA-Wert unter einer Antibiotikabehandlung verändert oder nicht, beeinflusst die Biopsieentscheidung nicht.
Wie sollte die Biopsietechnik bei Prostatakrebs aussehen?
- Die Prostatabiopsie sollte unter transrektaler Ultraschallkontrolle (TRUS) an mindestens 10-12 Stellen durchgeführt werden.
- Dabei wird unter Ultraschallkontrolle durch den Enddarm Gewebe aus der Prostata entnommen.
- Sie erfolgt unter örtlicher Betäubung, nicht unter Vollnarkose.
- Am Morgen der Biopsie wird der Darm mit einem Einlauf gereinigt. Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich.
Das Ergebnis der ersten Biopsie
- Ist der vom Pathologen untersuchte Biopsiebefund benigne (gutartig), sollte eine Verlaufskontrolle erfolgen.
- Bei Krebs sollte eine Behandlungsbeurteilung erfolgen.
- Bei atypischer kleinazinärer Proliferation (ASAP) oder multifokaler hochgradiger prostatischer intraepithelialer Neoplasie (HGPIN) sollte erneut biopsiert werden.
Wiederholungsbiopsie
- Eine erneute Biopsie ist erforderlich, wenn die erste Biopsie ASAP oder multifokale HGPIN zeigt oder bei Männern mit zunächst gutartigem Befund das Gesamt-PSA in der Nachbeobachtung weiter ansteigt beziehungsweise neue Untersuchungsbefunde auftreten.
- Die erneute Biopsie sollte als Sättigungsbiopsie oder erweiterte Biopsie erfolgen.
- Im Allgemeinen wird sie 3-6 Monate nach der ersten Biopsie empfohlen.
Quellen
Prostat Kanseri Yol Haritası,
Uluslararası Kılavuzlar ve Klinik Deneyimler Işığında Prostat Kanserine Yaklaşım Önerileri
Uluslararası Kılavuzlar ve Klinik Deneyimler Işığında Prostat Kanserine Yaklaşım Önerileri
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