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Prof. Dr. Mustafa Özdoğan · Facharzt für medizinische Onkologie
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Welche Kontrollen sind nach einer Brustkrebsbehandlung nötig? Reicht Ultraschall allein?

Welche Kontrollen sind nach einer Brustkrebsbehandlung nötig? Reicht Ultraschall allein?
In diesem Artikel

Eine Brustkrebsbehandlung abzuschließen, kann für viele Frauen eine große Erleichterung und zugleich eine neue Quelle der Unsicherheit sein. Während der Therapie werden Patientinnen engmaschig betreut; die selteneren Nachsorgetermine danach können dagegen ein Gefühl der Orientierungslosigkeit auslösen. Gerade deshalb sind Kontrollen nach der Behandlung wichtig. Dieser Beitrag erläutert ausführlich, was Sie nach einer Brustkrebstherapie erwartet, was die Nachsorge umfasst und weshalb sie bedeutsam ist.

Wie sieht der Nachsorgeplan aus?

Nach Abschluss einer Brustkrebsbehandlung sind Sorgen vor einem Wiederauftreten des Krebses häufig. Bei manchen Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs ist die Behandlung zudem nicht vollständig abgeschlossen. Sie kann weitergeführt werden, um die Erkrankung zu kontrollieren und Beschwerden zu lindern. Daraus können andere Belastungen und Unsicherheiten entstehen.

Auch nach der Behandlung werden Ihre Ärzte Sie weiter aufmerksam betreuen. Bei diesen Besuchen untersuchen sie Sie und fragen nach Beschwerden. Gelegentlich werden auch Labor- oder bildgebende Untersuchungen durchgeführt.

Welche Untersuchungen erfolgen bei der Nachsorge?

Ihr Nachsorgeplan kann von vielen Faktoren abhängen, darunter Art und Stadium des Brustkrebses sowie die bisherige Behandlung:

  • Arztbesuche: In den ersten 2 Jahren nach Behandlungsende finden Kontrollen üblicherweise alle 3 Monate statt. Mit zunehmendem Abstand zur Therapie werden sie seltener; nach 5 Jahren erfolgen sie meist einmal jährlich.

  • Brustbildgebung (Mammografie und Ultraschall): Nach einer brusterhaltenden Operation (Lumpektomie oder partiellen Mastektomie) kann etwa 6 bis 12 Monate nach Operation und Bestrahlung eine Mammografie erforderlich sein, anschließend jährlich. Ergänzend kann Brustultraschall empfohlen werden, insbesondere bei dichtem Brustgewebe, um mögliche Auffälligkeiten zu erkennen. Nach einer Mastektomie, also der Entfernung der gesamten Brust, ist auf dieser Seite meist keine Mammografie nötig. Für die andere Brust können jedoch jährliche Mammografien und bei Bedarf Ultraschall erforderlich sein.

  • Die Magnetresonanztomografie der Brust (MRT) wird für Frauen mit hohem Risiko empfohlen. Besonders bei genetischen Mutationen wie BRCA1 oder BRCA2, einer Brustkrebsvorgeschichte oder dichtem Brustgewebe kann die MRT gemeinsam mit Mammografie und Ultraschall eine genauere Beurteilung ermöglichen. Sie kann zur Erkennung von Krebs im Frühstadium beitragen und deshalb bei manchen Frauen in der Nachsorge eingesetzt werden.

  • Gynäkologische Untersuchungen: Wenn Sie Hormonmedikamente wie Tamoxifen einnehmen und eine Gebärmutter haben, kann Ihr Onkologe eine jährliche Untersuchung des Beckens beziehungsweise eine gynäkologische Untersuchung empfehlen. Diese Arzneimittel können eine Verdickung der Gebärmutterwand verursachen. Deshalb ist nach einer Brustkrebsbehandlung eine jährliche frauenärztliche Untersuchung wichtig.

  • Knochendichtemessungen: Wenn Sie bei frühem Brustkrebs einen Aromatasehemmer wie Anastrozol, Letrozol oder Exemestan einnehmen oder durch die Behandlung in die Wechseljahre gekommen sind, möchte Ihr Arzt möglicherweise Ihre Knochengesundheit engmaschig überwachen und die Knochendichte messen. Diese Untersuchung heißt DEXA.

  • Blutuntersuchungen: Viele Krebszentren empfehlen nach der Behandlung regelmäßige Blutuntersuchungen. Sie dienen zur Überwachung des allgemeinen Gesundheitszustands, einschließlich der Kontrolle und gegebenenfalls Korrektur von Vitamin- und Mineralstoffwerten. Auch Tumormarker, beispielsweise CA-15-3, CA-125 oder CEA, können gemessen werden. Ihre Werte können helfen einzuschätzen, ob der Krebs zurückgekehrt ist oder fortschreitet. Allerdings steigen sie nicht bei jeder Patientin an und werden bei beschwerdefreien Patientinnen nicht routinemäßig eingesetzt.
  • Weitere Untersuchungen: Knochenszintigrafien, Computertomografien (CT) oder PET-CT-Untersuchungen gehören bei den meisten Frauen nach einer Brustkrebsbehandlung nicht zur Standardnachsorge. Wenn Beschwerden, Symptome oder körperliche Untersuchungsbefunde einen Rückfall vermuten lassen, können diese Verfahren jedoch eingesetzt werden.

  • Tests auf minimale Resterkrankung: Bei einigen Menschen mit abgeschlossener Therapie werden inzwischen auch Tests auf minimale Resterkrankung (MRD = minimal residual disease) zur Nachsorge eingesetzt. Sie messen Krebs-DNA-Fragmente im Blut und sollen die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens einschätzen. Ihre Planung muss jedoch bereits bei der Diagnose erfolgen. Obwohl sie noch keine Zulassung der FDA (US-amerikanische Arzneimittel- und Lebensmittelbehörde) oder einer vergleichbaren Gesundheitsbehörde erhalten haben, gelten sie als vielversprechender Ansatz zur Krebsnachsorge. Ihr Einsatz nach einer Brustkrebsbehandlung könnte frühe Hinweise auf einen Rückfall erkennen helfen.

Wenn der Krebs zurückkehrt

Wird ein Rückfall festgestellt, hängen die Behandlungsmöglichkeiten vom Ort des Wiederauftretens, den bisherigen Therapien und dem aktuellen Gesundheitszustand ab. Auch bei Verdacht auf einen Rückfall kann eine PET-CT-Untersuchung empfohlen werden.

Erstellen Sie einen Nachsorgeplan

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt einen individuellen Plan für die Betreuung nach Krebs. Dieser kann Folgendes enthalten:

  • Eine Zusammenfassung Ihrer Diagnose, der Untersuchungen und der erhaltenen Behandlung

  • Einen empfohlenen Zeitplan für Nachsorgeuntersuchungen und Tests

  • Einen Zeitplan zur Früherkennung anderer Krebsarten oder für Untersuchungen auf langfristige gesundheitliche Folgen der Behandlung

  • Eine Liste möglicher später oder langfristiger Nebenwirkungen Ihrer Therapie und Hinweise, wann darauf zu achten ist

  • Empfehlungen zu Ernährung, körperlicher Aktivität und weiteren Veränderungen der Lebensweise

DROZDOGAN KI

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Drozdogan-Assistent

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