10 verbreitete Irrtümer über Lungenkrebs und die Fakten

1. Irrtum: Wenn Sie seit Jahren rauchen, ist es bereits zu spät. Ein Rauchstopp verringert Ihr Krebsrisiko nicht.
Richtig ist: Schon kurz nach einem Rauchstopp zeigen sich positive Wirkungen. Die Durchblutung verbessert sich, und die Lunge beginnt besser zu arbeiten. Mit der Zeit sinkt auch das Krebsrisiko. Nach 10 Jahren ist dieses Risiko um etwa %50 verringert.
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2. Irrtum: Leichte beziehungsweise „Light“-Zigaretten oder teerarme Zigaretten verursachen ein geringeres Lungenkrebsrisiko als normale Zigaretten.
Richtig ist: Tabak und sämtliche Tabakprodukte sind riskant. Menthol- und Light-Zigaretten gelten sogar als gefährlicher, weil sie zu tieferem Inhalieren und stärkerem Konsum führen.
3. Irrtum: Cannabisrauchen verursacht keinen Lungenkrebs.
Richtig ist: Auch das Rauchen von Cannabis erhöht das Lungenkrebsrisiko. Fachleute weisen darauf hin, dass Menschen, die sowohl Zigaretten als auch Cannabis rauchen, einem höheren Risiko ausgesetzt sind.
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4. Irrtum: Antioxidantien als Nahrungsergänzung schützen Sie vor Krebs.
Richtig ist: Die Forschung zeigt überraschenderweise, dass Menschen, die bestimmte Vitamin- und Antioxidantienpräparate, beispielsweise Beta-Carotin, einnehmen, stärker gefährdet sind. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt, wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchten. Gegen die natürliche Aufnahme von Antioxidantien durch Obst und Gemüse bestehen keine Einwände.
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5. Irrtum: Wasserpfeifen sind weniger riskant als Zigaretten. Pfeifen und Zigarren verursachen keinen Krebs.
Richtig ist: Auch Pfeifen und Zigarren erhöhen das Krebsrisiko, insbesondere für Kopf-Hals- und Lungenkrebs. Besonders Zigarren erhöhen das Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen. Bekannt ist, dass bei einer einzigen Wasserpfeifensitzung 200-mal mehr Tabakrauch entsteht als bei einer einzelnen Zigarette.
6. Irrtum: Rauchen ist die einzige Ursache von Lungenkrebs.
Richtig ist: Es ist zweifellos die wichtigste Ursache, doch Lungenkrebs hat auch andere Ursachen. Eine der wichtigsten ist Radongas. Sie können vorsorgen, indem Sie den Radongehalt in Ihrem Haus und dessen Umgebung messen lassen.
7. Irrtum: Talkumpuder ist eine Ursache von Lungenkrebs.
Richtig ist: Untersuchungen fanden keinen Zusammenhang zwischen versehentlich aus der Luft eingeatmetem Talkumpuder und dem Lungenkrebsrisiko. Menschen, die mit Chemikalien wie Asbest oder Vinylchlorid arbeiten, haben dagegen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.
8. Irrtum: Wenn Sie Lungenkrebs haben, lohnt sich ein Rauchstopp nicht mehr.
Richtig ist: Wenn bei Ihnen Lungenkrebs diagnostiziert wurde, ist ein Rauchstopp wichtig, damit die Behandlung besser wirkt und Sie weniger Nebenwirkungen erleben. Falls eine Operation ansteht, erholen sich Patienten, die aufgehört haben, leichter als weiterhin Rauchende. Außerdem senkt ein Rauchstopp die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Krebserkrankung.
9. Irrtum: Sport senkt das Lungenkrebsrisiko nicht.
Richtig ist: Studien zufolge haben Menschen mit regelmäßiger körperlicher Aktivität und Sport ein niedrigeres Lungenkrebsrisiko als inaktive Menschen. Sport verbessert die Lungenfunktion und hilft, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere schwere Erkrankungen zu verhindern.
10. Irrtum: Luftverschmutzung beeinflusst das Lungenkrebsrisiko nicht.
Richtig ist: Obwohl Tabak und Tabakprodukte das größte Risiko darstellen, ist auch Luftverschmutzung für Lungenkrebserkrankungen verantwortlich. Menschen in einer sauberen Umgebung haben ein höheres Lungenkrebsrisiko als Menschen in Städten mit starker Luftverschmutzung. Luftverschmutzung gehört zu den wichtigen Faktoren, die die menschliche Gesundheit beeinträchtigen.
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