Kreuzblütler wie Brokkoli und Kohl könnten vor Kopf-Hals-Krebs schützen

Kopf-Hals-Krebs umfasst Tumoren an Lippen, Wangeninnenseiten, Zahnfleisch, Gaumen, Zunge, Mundboden, Rachen, Haut der Nasenlöcher und Nasenauskleidung sowie Kehlkopf- und Speicheldrüsenkrebs. Die Entstehung hängt stark mit chemischen Karzinogenen wie Alkohol und Tabak sowie HPV-Infektionen zusammen. Eine Studie in Cancer Prevention Research legt nahe, dass Sulforan aus Brokkoli, Kohl und ähnlichem Gemüse vorbeugend helfen könnte.
Neuere Forschungen zeigen, dass Brokkoli, Kohl und ähnliche Gemüse chronische Entzündung verhindern und Zellen vor schädlichen Chemikalien, oxidativem Stress und Krebs schützen können. Die aus diesen beiden Erkenntnissen entstandene Untersuchung in Cancer Prevention Research zeigte eine mögliche Schutzwirkung der Kreuzblütler gegen Krebs.
Ihre Schutzwirkung wurde auf das aus Glucoraphanin entstehende Abbauprodukt Sulforaphan zurückgeführt. Es steigert die Produktion von NRF2 und unterdrückt STAT3. NRF2 unterstützt in Zellen oxidativen Stress und DNA-Reparatur und schützt vor Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. STAT3 fördert Zellwachstum, Entwicklung und Teilung; seine Produktionshemmung verlangsamt daher Wachstum und Teilung von Krebszellen.
Untersuchungen mit unterschiedlichen Sulforaphandosen bei gesunden Freiwilligen und Kopf-Hals-Krebspatienten zeigten bei niedriger Dosis Schutz vor Umweltkarzinogenen und oxidativem Stress. Hohe Dosen lösten den Tod von Kopf-Hals-Krebszellen aus und verkleinerten Zungentumoren bei Mäusen.
Zusammenfassend zeigt die Studie Schutz durch sulforaphanhaltiges Gemüse wie Brokkoli und Kohl, auch bei Menschen mit Kopf-Hals-Krebsrisiko durch Umweltkarzinogene und Tabak. Wegen ihres Nährstoffreichtums an Vitaminen A,B,C,E sowie Kalzium, Kalium und Phosphor, ihres Hautschutzes, entzündungshemmender Wirkung, der Verstoffwechselung im Körper, Verfügbarkeit und Kosten sind sie zur Krebsvorbeugung eine gut geeignete Option.
Quellen
Prevention of Carcinogen-Induced Oral Cancer by Sulforaphane.
Cancer Prevention Research. June 23, 2016; DOI: 10.1158/1940-6207.CAPR-15-0290
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