Regelmäßige Bewegung erhöht laut Studie die Schmerztoleranz

In diesem Artikel
Die positiven Auswirkungen von Bewegung auf unsere Gesundheit sind unbestritten. Eine neuere Studie zeigt jedoch, dass regelmäßige Bewegung nicht nur zu einem gesunden Lebensstil beiträgt, sondern auch unsere Schmerztoleranz erhöhen könnte. Gerade für Menschen mit chronischen Schmerzen ist dies wichtig, denn die Ergebnisse könnten neue Möglichkeiten der Schmerzbehandlung eröffnen. In diesem Artikel besprechen wir diese wegweisende Untersuchung dazu, wie regelmäßige Bewegung die Schmerztoleranz erhöhen kann.
Bewegung und Schmerztoleranz: Ein positiver Zusammenhang
Eine große Beobachtungsstudie mit mehr als 10000 Erwachsenen wurde am 24. Mai 2023 in PLOS One veröffentlicht.
Die Forschenden stellten fest, dass Menschen, die über einen Zeitraum von 7 bis 8 Jahren regelmäßig mäßig bis intensiv körperlich aktiv waren, eine höhere Schmerztoleranz aufwiesen als Menschen ohne solche Aktivität. Außerdem wurde beobachtet, dass selbst leichte Bewegung die Schmerztoleranz erhöhte.
Jede Aktivität ist besser als Inaktivität
Die Studie umfasste 10732 Menschen, die in den Jahren 2007-2008 und 2015-2016 Fragebögen ausgefüllt hatten.
Daten zu körperlicher Aktivität, Schmerztoleranz, Geschlecht, soziodemografischen Merkmalen und chronischen Schmerzen wurden durch klinische Untersuchungen erhoben.
Die Schmerztoleranz wurde mit dem Kaltwassertest (CPT) gemessen. Dabei wurde erfasst, wie lange die Teilnehmenden ihre Hände in kaltem Wasser halten konnten.
Gegenüber der inaktiven Gruppe ohne sportliche Betätigung war die Toleranz beim Kaltwassertest bei leichter, mäßiger und intensiver Bewegung jeweils höher:
- Bei leichter Bewegung um 7%,
- bei mäßiger Bewegung um 14%
- und bei intensiver Bewegung um 16%.
Veränderung ist jederzeit möglich und hilfreich
Wie Studienleiter Årnes erläuterte, steht regelmäßige körperliche Aktivität mit höherer Schmerztoleranz in Zusammenhang, und jede Aktivität ist besser als Inaktivität. Bei Menschen, die von einem inaktiven zu einem aktiveren Lebensstil wechselten, wurde eine erhöhte Schmerztoleranz beobachtet. Die höchste Toleranz zeigten regelmäßig mäßig bis intensiv aktive Menschen: Sie hielten im Kaltwassertest 20,4 Sekunden länger durch als inaktive Personen.
Zusammenfassend gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass regelmäßige Bewegung die Schmerztoleranz erhöht. Weitere Studien sind jedoch erforderlich. Wie sich diese Erkenntnisse praktisch umsetzen lassen und welche Rolle Bewegung bei der Schmerzbehandlung spielen könnte, werden künftige Untersuchungen besser klären.
Quellen
War dieser Artikel hilfreich?
Ihre Rückmeldung hilft uns, unsere Inhalte zu verbessern.





Leserkommentare
Kommentar verfassen
Ihr Name und Ihr Kommentar werden erst nach Freigabe durch die Administration veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird Besuchern niemals angezeigt.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.