Vorhersage eines Rückfalls bei Brustkrebs mithilfe von ctDNA

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Warum ist der Nachweis einer minimalen Resterkrankung wichtig?
Das Rückfallrisiko nach einer Krebsbehandlung zu verringern, gehört zu den wichtigsten Zielen der modernen Onkologie. Eine minimale residuale Erkrankung beziehungsweise Resterkrankung (MRD) bezeichnet Krebsreste, die nach der Behandlung im Körper verbleiben, mit gewöhnlichen bildgebenden Verfahren jedoch noch nicht nachweisbar sind. Ein Test auf zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA, circulating tumor DNA) ermöglicht es, eine MRD früh zu erkennen und vorausschauend Maßnahmen gegen das Rückfallrisiko zu ergreifen. Allerdings zeigte die auf dem San Antonio Brustkrebssymposium 2024 vorgestellte Phase-III-Studie ZEST, dass den erhofften Fortschritten auf diesem Gebiet verschiedene Hindernisse entgegenstehen.
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Ziel und Design der ZEST-Studie
Die ZEST-Studie sollte prüfen, ob bei Patientinnen mit nachweisbarer zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) der PARP-Hemmer Niraparib ein Wiederauftreten der Krebserkrankung verhindern kann.
Die Studie umfasste Brustkrebspatientinnen im Stadium 1 bis 3: entweder mit triple-negativem Brustkrebs oder mit einer BRCA-Mutation und hormonrezeptorpositivem Brustkrebs.
Für die Teilnahme mussten die Patientinnen die Standardbehandlung abgeschlossen haben und ctDNA-positiv sein.
ctDNA-positiv bedeutet, dass zirkulierende Tumor-DNA im Blut nachgewiesen wird. Dies weist im Allgemeinen darauf hin, dass nach der Behandlung Krebsreste im Körper vorhanden sind. Es kann auf ein erhöhtes Rückfallrisiko hindeuten und ein frühzeitiges Eingreifen erfordern.
Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs durften ihre endokrine Therapie unverändert fortsetzen. Zum Nachweis von ctDNA anhand von 16 krankheitsspezifischen Mutationen wurde der personalisierte Bluttest Signatera eingesetzt.
Zentrale Ergebnisse
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Bei 1.901 Patientinnen wurde ein ctDNA-Test durchgeführt. Nur 7,7% waren ctDNA-positiv.
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Von den 147 ctDNA-positiven Patientinnen erhielten 55% dieses Ergebnis innerhalb der ersten 6 Monate nach Abschluss der Behandlung.
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Von den 147 Patientinnen waren 98 bereits beim ersten Test ctDNA-positiv. Bei 51% dieser Patientinnen wurde durch Bildgebung ein Rückfall festgestellt.
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Auch bei 44% der 48 Patientinnen, deren ctDNA-Test erst im weiteren Verlauf positiv wurde, zeigte die Bildgebung gleichzeitig mit dem ersten positiven ctDNA-Test einen Rückfall.
Unzureichende Teilnehmerzahl und vorzeitiger Abbruch
In der Studie wurden 40 Patientinnen randomisiert und der Niraparib- oder Placebogruppe zugeteilt. Diese Zahl war jedoch für eine aussagekräftige Analyse zu klein. Die durchschnittliche rückfallfreie Zeit betrug unter Niraparib 11,4 Monate und unter Placebo 5,4 Monate. Die Daten lieferten gewisse Hinweise, auch wenn der vorzeitige Studienabbruch keine statistisch aussagekräftigen Bewertungen zuließ.
Klinische Schlussfolgerungen und Empfehlungen für künftige Forschung
Dr. Nicholas Turner erklärte, dass die Schwierigkeiten bei der Durchführung der Studie Hinweise für die Gestaltung künftiger klinischer Studien liefern:
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Früher ctDNA-Test: Wenn ctDNA-Tests bereits während der neoadjuvanten Behandlung statt erst nach Therapieabschluss begonnen werden, könnte dies helfen, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen.
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Fokus auf Hochrisikogruppen: Bei Patientinnen mit höherem Risiko, etwa im Stadium 2B oder 3, die keine pathologische Komplettremission erreicht haben, könnten ctDNA-Tests nützlicher sein.
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Strategien nach Subtyp: Insbesondere bei Subtypen wie triple-negativem Brustkrebs könnte ctDNA eine längere Vorwarnzeit für einen Rückfall bieten.
Fazit: Wichtige Lehren für künftige Forschung
Die ZEST-Studie beleuchtete zahlreiche wichtige Aspekte, die bei der Integration von ctDNA-Tests in die klinische Praxis berücksichtigt werden müssen. Die geringe Teilnehmerzahl verdeutlichte, wie wichtig der Zeitpunkt der Messung und die Konzentration auf Hochrisikogruppen sind. Für die Weiterentwicklung dieses Bereichs werden frühzeitige Erkennung, regelmäßige Verlaufskontrollen und patientenspezifische Strategien von großer Bedeutung sein.
Quellen
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