Wie werden Atemnot und Dyspnoe diagnostiziert und behandelt? Wie kann man vorbeugen?

In diesem Artikel
Diagnose
Ärzte können Atemnot beziehungsweise Dyspnoe durch eine vollständige körperliche Untersuchung diagnostizieren. Beginn, Dauer, Häufigkeit und Schwere der Anfälle müssen genau erfasst werden.
Röntgenaufnahme oder CT des Brustkorbs helfen bei Diagnose und Untersuchung von Herz, Lunge und weiteren betroffenen Bereichen. Ein EKG kann Hinweise auf einen möglichen Herzinfarkt als Atemnotursache erkennen.
Messungen von Luftstrom und Lungenkapazität helfen, Ursache und Ausmaß der Atemprobleme zu bestimmen. Zusätzliche Tests können den Sauerstoffgehalt und die Sauerstofftransportkapazität des Blutes messen.
Behandlung
Ärzte konzentrieren sich bei Dyspnoe auf die Ursache der Atemprobleme und planen eine Behandlung, die das Atmen erleichtert.
Kühler Luftstrom an Gesicht und Hals kann helfen. Ursachenspezifische Behandlungen unterscheiden sich je nach Person und Auslöser. Bei Asthma sind Bronchodilatatoren zur Atemwegserweiterung und Steroide erfolgreich. Bei Infektionen wie Lungenentzündung lindern Antibiotika. Auch Opioide als narkotische Schmerzmittel, Entzündungshemmer und angstlösende Mittel können wirken.
Bei COPD, einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, können besondere Atemtechniken wie Lippenbremse und Kräftigungsübungen helfen. Erlernt werden sie in Atemrehabilitationsprogrammen. Auf Atemnot spezialisierte Labore berichten, dass Teilnehmer selbst bei fortbestehender Ursache einen Nutzen empfinden.
Laut Dyspnoelaboren empfinden viele Betroffene einen kühlen Luftstrom auf Gesicht und Hals als symptomlindernd.
Vorbeugung
- Rauchen aufgeben
- Rauchige Orte möglichst meiden
- Chemische Dämpfe sowie Holz- und Kohlerauch meiden
- Abnehmen: Dies entlastet Herz und Lunge, erleichtert Bewegung und stärkt dadurch Kreislauf und Atmung.
- In Höhenlagen trainieren
Dyspnoe bei besonderen Patientengruppen
Je nach persönlichen Merkmalen kann Atemnot unterschiedlich wirken.
Bei Schwangeren:
Leichte Atemnot ist in der Schwangerschaft häufig. Gewichtszunahme und das Wachstum des Fetus mit Druck auf Brustorgane verringern die Atemkapazität um bis zu % 20. Atemzüge pro Minute beziehungsweise Atemfrequenz bleiben meist unverändert.
Bei älteren Menschen und/oder schweren Gesundheitsproblemen:
Atemnot kann im Endstadium von Krankheiten wie Krebs oder Herzinsuffizienz auftreten und sollte dann in die Behandlung am Lebensende einbezogen werden.
Bei Kindern:
Verengungen der oberen Atemwege gehören zu den häufigsten pädiatrischen Notfällen und Atemnotursachen. Racheninfektionen, eingeatmete Fremdkörper und Entzündungen der Luftröhre sind häufige Auslöser.
Überblick
Das Vorgehen richtet sich nach der Ursache. Wird diese, beispielsweise Lungenentzündung oder Asthma, behandelt und geheilt, verschwinden Atemprobleme weitgehend. Bei schweren, chronischen und fortschreitenden Erkrankungen wie Herzkrankheit, COPD oder Lungenkrebs kann die Besserung begrenzt sein.
Betroffene sollten die Situation mit einem gemeinsam mit ihren Ärzten gut geplanten Behandlungskonzept bewältigen.
Quellen
medicalnewstoday.com
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