FDA-Zulassung für Pembrolizumab-Immuntherapie bei frühem triple-negativem Brustkrebs

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Am 26. Juli 2021 hat die FDA (US-amerikanische Arzneimittel- und Lebensmittelbehörde) die neoadjuvante (präoperative, verkleinernde) Behandlung zusammen mit Chemotherapie und anschließend nach der Operation die adjuvante Weiterbehandlung als Monotherapie bei frühem triple-negativem Brustkrebs mit hohem Risiko mit Pembrolizumab (Keytruda, Merck) als Immuntherapie zugelassen.
Die FDA erteilte außerdem die reguläre Zulassung für Pembrolizumab in Kombination mit Chemotherapie bei Patienten, deren Tumoren gemäß einem von der FDA zugelassenen Test PD-L1 (Combined Positive Score [CPS] ≥10) exprimieren und die an lokal rezidiviertem, nicht operablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs leiden. Die FDA hatte Pembrolizumab für diese Indikation im November 2020 bereits beschleunigt zugelassen.
Die Studie hinter der FDA-Zulassung von Pembrolizumab bei frühem Brustkrebs
Die Wirksamkeit von Pembrolizumab zusammen mit neoadjuvanter Chemotherapie, gefolgt von einer Operation und adjuvanter Weiterbehandlung mit Pembrolizumab als Monotherapie, wurde bei 1174 Patienten in der randomisierten, multizentrischen, doppelblinden, placebokontrollierten Studie KEYNOTE-522 untersucht.
Die Patienten hatten neu diagnostizierten, zuvor unbehandelten Hochrisiko-triple-negativen Brustkrebs im Frühstadium. Als hohes Risiko galten Tumoren mit einem Durchmesser von mehr als 1 cm, aber ≤2 cm und Lymphknotenbefall, oder Tumoren mit mehr als 2 cm Durchmesser unabhängig vom Lymphknotenbefall; mit anderen Worten T1c N1-2 oder T2-4 N0-2. Die Patienten wurden von der PD-L1-Expression des Tumors unabhängig in die Studie aufgenommen.
Die Patienten wurden im Verhältnis 2:1 zufällig auf 2 Gruppen verteilt und erhielten entweder Pembrolizumab mit Chemotherapie oder Placebo mit Chemotherapie.
Ergebnisse
Die wichtigsten Wirksamkeitsendpunkte waren die pathologische Komplettremissionsrate und das ereignisfreie Überleben.
- Bei Patienten unter Pembrolizumab in Kombination mit Chemotherapie betrug die Rate pathologischer Komplettremissionen 64,8% (95% KI: 59,5, 66,4), gegenüber 51% (95% KI: 50,6, 60,6) bei alleiniger Chemotherapie.
- Die Raten des ereignisfreien Überlebens lagen bei 91,3% beziehungsweise 85,3% (HR 0,63; 95% KI: 0,43, 0,93).

Nebenwirkungen
Die häufigsten in Studien mit Pembrolizumab plus Chemotherapie bei ≥ 20% der Patienten berichteten Nebenwirkungen waren Müdigkeit/Asthenie, Übelkeit, Verstopfung, Diarrhö (Durchfall), verminderter Appetit, Ausschlag, Erbrechen, Husten, Dyspnoe (Atemnot), Fieber, Alopezie (Haarausfall), periphere Neuropathie, Schleimhautentzündung, Stomatitis (Entzündung im Mund), Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Arthralgie und Myalgie sowie Schlaflosigkeit.
Die empfohlene Pembrolizumab-Dosis bei triple-negativem Brustkrebs beträgt 200 mg alle 3 Wochen oder 400 mg alle 6 Wochen als intravenöse Infusion über 30 Minuten. Pembrolizumab wird neoadjuvant 24 Wochen lang zusammen mit Chemotherapie und anschließend adjuvant bis zu 27 Wochen als Monotherapie gegeben.
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Nachfolgend ist eine Analyse der Patienten mit pathologischer Komplettremission nach verschiedenen Untergruppen dargestellt:

Quellen
2. Pembrolizumab for Early Triple-Negative Breast Cancer. Peter Schmid, M.D., Javier Cortes, M.D., Lajos Pusztai, M.D., Heather McArthur, M.D., Sherko Kümmel, M.D., Jonas Bergh, M.D., Carsten Denkert, M.D., Yeon Hee Park, M.D., Rina Hui, Ph.D., Nadia Harbeck, M.D., Masato Takahashi, M.D., Theodoros Foukakis, M.D., et al., for the KEYNOTE-522. NEJM 27 Feb 2020.
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