FDA-Zulassung für Pembrolizumab mit Chemoradiotherapie bei Gebärmutterhalskrebs im Stadium 3 und 4A

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Die Immuntherapie Pembrolizumab (Keytruda, Merck) erhielt am 12. Januar 2024 die FDA-Zulassung in Kombination mit Chemoradiotherapie zur Behandlung von Patientinnen mit Zervixkarzinom, also Gebärmutterhalskrebs, im Stadium III-IVA.
Gebärmutterhalskrebs ist weltweit eine bedeutende Krebserkrankung bei Frauen. Obwohl er bei früher Diagnose behandelbar ist, besteht ein großer Bedarf an wirksamen Therapien für fortgeschrittene Stadien. Neue Behandlungsstrategien könnten die Lebenszeit verlängern und die Lebensqualität verbessern. Die Studie KEYNOTE-A18 hat das Potenzial, diese Lücke zu schließen und vielversprechende neue Ansätze für die Behandlung des Zervixkarzinoms aufzuzeigen.
FDA-Zulassung durch die Studie KEYNOTE-A18
Die Wirksamkeitsbewertung in KEYNOTE-A18 umfasste 1060 Patientinnen mit Zervixkarzinom, die zuvor weder operiert noch bestrahlt oder systemisch behandelt worden waren. Dazu gehörten 596 Patientinnen mit einem Stadium III-IVA nach FIGO 2014 und 462 mit nodalpositiver Erkrankung im Stadium IB2-IIB nach FIGO 2014.
Die Daten dieser Studie zeigen erstmals, dass Immuntherapien aus der Klasse der Immuncheckpoint-Inhibitoren die Ergebnisse bei lokal fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs mit hohem Risiko verbessern könnten.

Ergebnisse
Unter Berücksichtigung aller Teilnehmerinnen war in KEYNOTE-A18 bei Patientinnen mit Pembrolizumab und gleichzeitiger Chemoradiotherapie (KRT) das Risiko einer Krebsprogression, also des Fortschreitens der Erkrankung im Vergleich zu Placebo und KRT um 30% niedriger (HR 0,70; 95% KI 0,55–0,89; p=0,0020).
Patientinnen im Stadium III-IVA profitierten von zusätzlichem Pembrolizumab zur KRT
KEYNOTE-A18 zeigte in der gesamten mit Pembrolizumab behandelten Gruppe eine Verbesserung hinsichtlich des Ausbleibens eines Fortschreitens. Eine genauere Analyse der 596 Patientinnen im Stadium III-IVA ergab weniger Progressionsereignisse unter Pembrolizumab. Ihr Progressionsrisiko war gegenüber Patientinnen ohne Pembrolizumab um 41% niedriger (Hazard Ratio 0,59). Bei nur 21% der mit Pembrolizumab behandelten Patientinnen schritt die Erkrankung fort, gegenüber 31% unter Placebo.
Im Stadium IB2-IIB wurde dieser Unterschied jedoch nicht beobachtet. Daher ist nicht eindeutig, ob Pembrolizumab in dieser Gruppe einen klaren Nutzen bringt (Hazard Ratio 0,91).
Da die Daten zum Gesamtüberleben, also zur Lebensdauer der Patientinnen, noch nicht vollständig ausgereift waren, ließ sich daraus noch keine endgültige Schlussfolgerung ziehen.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die unter Pembrolizumab mit Chemoradiotherapie bei 10% oder mehr der Patientinnen auftraten, waren Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Harnwegsinfektionen, Müdigkeit, Hypothyreose, Verstopfung, verminderter Appetit, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Fieber, Hyperthyreose, Dysurie, Hautausschlag und Beckenschmerzen.
Das empfohlene Dosierungsschema für Pembrolizumab beträgt 200 mg IV alle 3 Wochen oder 400 mg IV alle 6 Wochen bis zur Krankheitsprogression, bis zu nicht akzeptabler Toxizität oder für höchstens 24 Monate. Wird Pembrolizumab am selben Tag wie die Chemoradiotherapie verabreicht, sollte es davor gegeben werden.
Quellen
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