Pembrolizumab erhält FDA-Zulassung für HER2-negative Adenokarzinome des Magens und des gastroösophagealen Übergangs

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Bei HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem, nicht operativ entfernbarem oder metastasiertem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) erhielt zur Erstlinienbehandlung erwachsener Patienten die Immuntherapie mit Pembrolizumab (Keytruda, Merck) zusammen mit fluorouracil- und platinhaltiger Chemotherapie am 16. November 2023 die Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA.
FDA-Zulassung auf Grundlage der Studie KEYNOTE-859
Die Wirksamkeit wurde bei Patienten mit fortgeschrittenem HER2-negativem Adenokarzinom des Magens oder GEJ untersucht, die zuvor keine systemische Behandlung ihrer metastasierten Erkrankung erhalten hatten. Die Studie umfasste 1579 Patienten und wurde als multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Untersuchung namens KEYNOTE-859 durchgeführt.
Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten Pembrolizumab 200 mg oder Placebo zusammen mit einer vom Prüfarzt gewählten Chemotherapie. Diese bestand entweder aus Cisplatin 80 mg/m2 plus 5-FU 800 mg/m2 pro Tag über 5 Tage (FP) oder aus Oxaliplatin 130 mg/m2 an Tag 1 plus Capecitabin 1000 mg/m2 zweimal täglich über 14 Tage (CAPOX) in jedem 21-tägigen Zyklus.
Der wichtigste Wirksamkeitsendpunkt war das Gesamtüberleben (OS: overall survival). Weitere sekundäre Endpunkte waren das progressionsfreie Überleben (PFS: progression free survival), die Gesamtansprechrate (ORR: overall response rate) und die Ansprechdauer (DOR: duration of response).
Ergebnisse
Pembrolizumab plus Chemotherapie führte zu statistisch signifikanten Verbesserungen des Gesamtüberlebens, des progressionsfreien Überlebens und der Gesamtansprechrate.

Das mediane Gesamtüberleben betrug im Pembrolizumab-Arm 12,9 Monate (95% KI: 11,9, 14,0) und im Placeboarm 11,5 Monate (95% KI: 10,6, 12,1); die Hazard Ratio [HR] betrug 0,78 [95% KI: 0,70, 0,87], p-Wert <0,0001.
Das mediane progressionsfreie Überleben in den jeweiligen Armen betrug 6,9 Monate (95% KI: 6,3, 7,2) beziehungsweise 5,6 Monate (95% KI: 5,5, 5,7); HR 0,76 [95% KI: 0,67, 0,85], p-Wert <0,0001.
Die Gesamtansprechrate betrug 51% (95% KI: 48, 55) beziehungsweise 42% (95% KI: 38, 45), p-Wert <0,0001. Die mediane Ansprechdauer betrug im Pembrolizumab-Arm 8 Monate (95% KI: 7,0, 9,7) und im Placeboarm 5,7 Monate (95% KI: 5,5, 6,9).
Eine zusätzlich vorab geplante Analyse zeigte bei Patienten mit Tumoren mit PD-L1 CPS ≥ 1 und CPS ≥ 10 unter Pembrolizumab statistisch signifikante Verbesserungen des Gesamtüberlebens, des PFS und der Gesamtansprechrate.
15% der Patienten brachen die Behandlung wegen auf Pembrolizumab zurückgeführter Nebenwirkungen dauerhaft ab.
Die empfohlene Pembrolizumab-Dosis beträgt 200 mg alle 3 Wochen oder 400 mg alle 6 Wochen bis zur Krankheitsprogression oder bis zu einer nicht akzeptablen Toxizität. Wird Pembrolizumab am selben Tag wie eine Chemotherapie gegeben, muss es vor der Chemotherapie verabreicht werden.
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Quellen
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