Schon ein einziges Glas Alkohol täglich erhöht das Brustkrebsrisiko

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Laut einer weltweiten Untersuchung mit mehr als 12 Millionen Frauen und über 260 Tausend Brustkrebspatientinnen erhöht schon ein kleines Glas Wein oder Bier am Tag, etwa 10 g Alkohol, das Brustkrebsrisiko bei Frauen im gebärfähigen Alter um %5 und nach den Wechseljahren um %9.
Frühere Studien hatten den Zusammenhang zwischen Alkohol und Brustkrebsrisiko bereits gezeigt, doch die risikosteigernde Menge war unbekannt. Nach dieser Untersuchung reicht ein Glas beziehungsweise 1 Glas Alkohol.
Dieselbe Untersuchung fand, dass intensive Bewegung wie Laufen und Radfahren das Brustkrebsrisiko bei Frauen im gebärfähigen Alter um %17 und nach den Wechseljahren um %10 senkt.
Auch für mäßig intensive Bewegung wie Gehen und Gartenarbeit fanden sich Hinweise auf ein geringeres Brustkrebsrisiko nach den Wechseljahren. Darüber hinaus verringert körperliche Aktivität allgemein das Brustkrebsrisiko bei Frauen nach den Wechseljahren um %13.
Zusammengefasst senken ein körperlich aktiver Lebensstil, ein lebenslang gesundes Gewicht und die Begrenzung des Alkoholkonsums das Brustkrebsrisikobei Frauen.
Faktoren, die das Brustkrebsrisiko erhöhen oder senken
Neben Bewegung und Alkoholkonsum erkannten die Forschenden weitere Einflussfaktoren auf das Brustkrebsrisiko. Einer davon ist Adipositas. Nach der Untersuchung erhöhen Übergewicht oder starke Gewichtszunahme im Erwachsenenalter das Brustkrebsrisiko nach den Wechseljahren.
Weitere Einflussfaktoren sind Stillen und Entwicklungsfaktoren. Nach der Untersuchung senkt Stillen das Brustkrebsrisiko, während eine große Körpergröße es offenbar erhöht.
Empfehlungen zur Risikosenkung
Zur allgemeinen Krebsvorbeugung empfehlen die Verfassenden, ein gesundes Gewicht zu halten, sich täglich mindestens 30 Minuten körperlich zu bewegen und kalorienreiche Getränke und Lebensmittel zu vermeiden. Empfohlen werden außerdem eine an Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten reiche Ernährung, weniger rotes Fleisch und der vollständige Verzicht auf verarbeitetes Fleisch . Am besten ist es, überhaupt keinen Alkohol zu trinken; wer dennoch Alkohol trinkt, sollte die Menge begrenzen.
Die Untersuchung wurde vom American Institute for Cancer Research (AICR) und vom World Cancer Research Fund (WCRF) durchgeführt.
Quellen
World Cancer research Fund International / American Institute fır Cancer Research.
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