Tremelimumab und Durvalumab erhalten FDA-Zulassung bei nicht operablem Leberkrebs

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Für nicht operablen hepatozellulären Krebs (Leberkrebs) hat erstmals eine doppelte Immuntherapie als Kombination zur Erstlinienbehandlung eine Zulassung der FDA (US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde) erhalten.
Am 21. Oktober 2022 ließ die FDA die Immuntherapie Tremelimumab (Imjudo, AstraZeneca) zusammen mit Durvalumab (Imfinzi, AstraZeneca) für Erwachsene mit nicht operablem Leberkrebs zu.
Die Krebsstatistik der Türkei 2020 zeigt, dass Leberkrebs in der Türkei mit jährlich 5649 Neuerkrankungen die 14.-häufigste Krebsart und mit 5461 Todesfällen die 7.-häufigste krebsbedingte Todesursache ist.
Hepatozellulärer Krebs (HepatoCellular Carcinoma = HCC) ist die häufigste Leberkrebs-Unterform und macht 75% aller Leberkrebserkrankungen aus.
Die neue Kombination umfasst eine einzelne Tremelimumab-Dosis, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Durvalumab. Sie wird STRIDE-Regime genannt (Single Tremelimumab Regular Interval Durvalumab = einmal Tremelimumab, Durvalumab in regelmäßigen Abständen).
Dies ist die weltweit erste Zulassung für Tremelumumab, einen CTLA-4-Antikörper.
Der andere Kombinationswirkstoff, Durvalumab, ist ein Anti-PD-L1-Antikörper und bereits von der FDA für verschiedene Tumorarten zugelassen, darunter Lungenkrebs, Blasenkrebs und Gallengangskrebs .
Das STRIDE-Regime besteht aus einer einzelnen Dosis Tremelimumab von 300 mg, gefolgt von Durvalumab 1500 mg alle 4 Wochen.
Dieses Regime wurde in der im Juni 2022 in NEJM Evidence veröffentlichten Phase-3-Studie HIMALAYA eingesetzt.
Die Ergebnisse dieser klinischen Studie zeigten, dass im Vergleich zu 20% der mit dem Standardregime Sorafenib behandelten Patienten bei dieser Kombination 30% der Patienten nach 3 Jahren noch lebten.
FDA-Zulassung auf Grundlage der HIMALAYA-Studie
Die Wirksamkeit wurde in HIMALAYA geprüft, einer randomisierten (1:1:1), offenen, multizentrischen Studie bei Patienten mit bestätigtem nicht operablem hepatozellulärem Krebs (Leberkrebs), die zuvor keine systemische Behandlung dafür erhalten hatten.
Die Patienten wurden einem von drei Armen zufällig zugeteilt:
- einmal Tremelimumab 300 mg als intravenöse (IV, in eine Vene) Infusion plus Durvalumab 1500 mg IV am selben Tag, anschließend Durvalumab 1500 mg IV alle 4 Wochen;
- Durvalumab allein mit 1500 mg IV alle 4 Wochen;
- Sorafenib 400 mg zweimal täglich bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder zu nicht vertretbaren Nebenwirkungen.
Die Zulassung beruht auf dem Vergleich von 782 Patienten, die zufällig Tremelimumab plus Durvalumab oder Sorafenib zugeteilt wurden.
Der wichtigste Wirksamkeitsendpunkt war das Gesamtüberleben.
- Tremelimumab plus Durvalumab verbesserte das Gesamtüberleben gegenüber Sorafenib sowohl statistisch als auch klinisch signifikant: Verringerung des Sterberisikos um 22%
- Das mediane Gesamtüberleben betrug im Kombinationsarm 16,4 Monate und im Sorafenibarm 13,8 Monate.
- Das mediane progressionsfreie Überleben betrug unter Tremelimumab plus Durvalumab 3,8 Monate und im Sorafenibarm 4,1 Monate.
- Die Gesamtansprechrate betrug im Kombinationsarm 20,1% und bei den mit Sorafenib Behandelten 5,1%.
Die häufigsten Nebenwirkungen (≥20%) sind Hautausschlag, Durchfall, Müdigkeit, Juckreiz, Schmerzen des Bewegungsapparats und Bauchschmerzen.
Das STRIDE-Regime zeigte ein geringeres Blutungsrisiko als Kombinationen mit VEGF-Hemmern wie Bevacizumab. Allerdings waren in dieser klinischen Studie auch Patienten mit hohem Blutungsrisiko und einer Hauptportal-Thrombose ausgeschlossen worden.
Für Patienten mit mindestens 30 kg Körpergewicht werden am ersten Behandlungstag einmal Tremelimumab 300 mg und am selben Tag Durvalumab 1500 mg empfohlen, anschließend Durvalumab 1500 mg alle 4 Wochen.
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Quellen
2. FDA approves tremelimumab in combination with durvalumab for unresectable hepatocellular carcinoma. fda.gov 10/24/2022
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