Unsere treuen Haustiere stehen uns bei der Krebsbehandlung zur Seite

In diesem Artikel
Unsere treuen Freunde, Hunde, Katzen und andere Haustiere, machen uns glücklich. Wie können sie aber Patienten während einer Krebsbehandlung unterstützen?
Tiergestützte Therapie hat besonders in den letzten Jahren in manchen Ländern Aufmerksamkeit gewonnen. Welchen Nutzen können unsere warmherzigen tierischen Freunde für emotionale und körperliche Erholung haben? Welche Rolle können sie bei Krebspatienten spielen?
Kurze Geschichte der tiergestützten Therapie
Tiergestützte Therapie wurde durch ihren Einsatz bei psychisch und neurologisch Kranken durch den Psychoanalytiker Sigmund Freud im 19. Jahrhundert bekannt. 1976 begann sie erstmals bei körperlichen Erkrankungen eingesetzt zu werden. In den letzten Jahren wird sie besonders in Amerika und England ergänzend bei körperlichen und psychischen Krankheiten genutzt.
Vorteile tiergestützter Therapie
Studien fanden nützliche Wirkungen von Tieren sowohl auf körperliche als auch emotionale Erholung. Den Untersuchungen zufolge bietet tiergestützte Therapie folgende Vorteile:
- Entspannt und senkt dadurch den Puls,
- senkt den Blutdruck,
- verringert chronische Schmerzen,
- senkt das Stressniveau,
- beruhigt,
- die Patienten erleben ihre Ängste vermindert,
- verringert soziale Isolation und Einsamkeit,
- hält den Lebenswillen stark.
Sie hilft nicht nur Patienten bei körperlicher und emotionaler Erholung, sondern lässt auch Angehörige, Familien und Pflegekräfte sich besser fühlen. Beispielsweise untersuchte eine Studie zum Schmerzmanagement 235 Patienten, 34 Angehörige und 26 Krankenhausmitarbeiter, insgesamt 295 Personen. Die tiergestützte Therapie wurde über 2 Monate bei Patienten erprobt. Dabei ergab sich hinsichtlich Stress, Schmerz und Stimmung eine nicht zu übersehende Verbesserung um %23.

Nutzen tiergestützter Therapie für Krebspatienten
Studien zur Tiertherapie zeigen beispielsweise geringere Wirkungen bei Alzheimer, während positive Veränderungen bei Krebspatienten ein nicht zu vernachlässigendes Ausmaß erreichen. Eine Untersuchung bei Patienten unter Strahlentherapie zeigte beispielsweise unter Hundetherapie größere gesundheitliche Verbesserungen als in einer Kontrollgruppe ohne Hundebesuche. Eine andere Studie fand bei Chemotherapiepatienten einen höheren Sauerstoffspiegel im Blut und zugleich verminderte Depressionen als Wirkung.
Besonders deutliche Vorteile bei Krebspatienten:
- Hilft bei der Schmerzlinderung,
- bei der Stressverminderung,
- und erheblich bei der Verringerung von Müdigkeit.
Wie funktioniert das?
Haustiertherapie ist eine weitere Bezeichnung für tiergestützte Therapie. Es gibt verschiedene Theorien dazu, wie sie körperliche und emotionale Erholung bewirkt. Zunächst lässt uns der Kontakt zu Tieren, sie zu streicheln und ihre bedingungslose Liebe zweifellos alle besser fühlen.
Untersuchungen mit Tieren, besonders Hunden, fanden eine Abnahme des als Stresshormon im Blut bezeichneten Kortisol -Spiegels. Die biologische Stressreaktion nahm nach 5 Minuten mit einem Hund ab. Eine andere Studie zeigte unter hundegestützter Therapie weniger Katecholamine, also Neurotransmitter wie Adrenalin, Norepinephrin und Dopamin, deren Blutspiegel bei Stress steigen.
Welche Risiken kann tiergestützte Therapie haben?
So glücklich uns unsere tierischen Freunde machen, gibt es gesundheitlich zu beachtende Umstände.
- Allergie risiken müssen berücksichtigt werden. Manche Menschen reagieren auf behaarte Tiere allergisch; dann ist Vorsicht nötig.
- ImmunsupprimiertePatienten unter aktiver Chemotherapie sollten zuerst ihre Onkologen konsultieren (bei Blut- und Knochenmarkkrebs wie Leukämie und Lymphom ist das Immunsystem wesentlich schwächer als bei anderen Krebsbehandlungen).
- Tierkontakt kann, wenn auch selten, Krankheiten auf Menschen übertragen. Deshalb muss sichergestellt sein, dass bei diesen Haustieren Impfungen und tierärztliche Kontrollennicht versäumt werden.
- Angst vor Tieren kann gegen eine solche Therapie sprechen. Manche Menschen haben etwa große Angst vor Hunden.
- Man darf nicht vergessen, dass auch Tiere Lebewesen sind. Alles, was sie verletzt oder schädigt, muss vermieden werden.
Quellen
Animal-Assisted Therapy in Patients Hospitalized With Heart Failure.
American Journal of Critical Care, 2007
2- Orlandi M, Trangeled K, Mambrini A ve ark.
Pet therapy effects on oncological day hospital patients undergoing chemotherapy treatment.
Anticancer Research, 2007
3- Marcus, D.
The science behind animal-assisted therapy.
Current Pain and Headache Report. 2013
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