Was ist eine KRAS-Mutation? KRAS-Positivität bei Darmkrebs und anderen Krebsarten

Das KRAS-Protein ist eines der wichtigen Moleküle für normales Zellwachstum. Es wird durch das KRAS-Gen gebildet und leitet Signale von außerhalb an den Zellkern weiter. Bei Mutation wächst die Zelle „aggressiv“. Mutiertes KRAS sendet ständig den Befehl „Vermehren“, auch ohne äußeres Signal. KRAS ist auch verantwortlich für die gegenüber zielgerichteten Medikamenten entstehende Arzneimittelresistenz als Mechanismus.
Bei kolorektalem Krebs zu %30-40, nichtkleinzelligem Lungenkrebs zu %10-30 und Bauchspeicheldrüsenkrebs zu %90 werden KRAS -Genmutationen gefunden. Bei %3-4 der Darmkrebspatienten kommen außerdem NRAS -Genmutationen vor. Mutationen in KRAS und NRAS zeigen ein voraussichtlich schlechtes Ansprechen auf Tyrosinkinasehemmer (TKI) und monoklonale Antikörper (mAb) als Anti-EGFR-Behandlungen an und sind damit ein biologischer Markerfür Krebs. Deshalb bestimmt die kras- und nras-Mutationsanalyse die Behandlung verschiedener Krebsarten maßgeblich, insbesondere von Dickdarm- und Enddarmkrebs.
KRAS-Mutationen finden sich häufig in Exon 1 an Codon 12 (%80) und 13 (%15) sowie in Exon 2 an Codon 61. Am häufigsten sind Gly12AIa, Gly12Asp, Gly12Arg, Gly12Cys, Gly12Ser, Gly12Val und Gly13Asp. NRAs-Mutationen finden sich dagegen häufig im Bereich von Codon 61.
Liegen Mutationen in KRAS und NRAS vor, heißt dies mutationspositiv; fehlen sie, heißt es Wildtyp als Bezeichnung.
Quellen
Genetics Home Reference
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