Was tun, wenn ein Knoten in der Brust entdeckt wird?

In diesem Artikel
Wenn Sie einen Knoten oder eine Veränderung in Ihrer Brust bemerken, sind folgende Schritte angezeigt:
1. Körperliche Brustuntersuchung
Der Arzt untersucht Brust, Brustwarzen und Achselhöhlen auf Auffälligkeiten. Dabei sollten Sie Ihre eigene und die familiäre Krankengeschichte mitteilen.
2. Mammografie
Mammografie bildet Brustgewebe ab und zeigt auch zu kleine, nicht tastbare Tumoren. Jede Brust wird zwischen zwei Kunststoffplatten zusammengedrückt. Leichtes Unbehagen ist normal; Schmerzen sollten Sie der Fachkraft mitteilen. Die beste Zeit ist nach der Menstruation, wenn die Brust weniger empfindlich ist. Manche Frauen profitieren davon, einige Tage zuvor auf Koffein zu verzichten.
- Mammografie wird sowohl zum Screening als auch zur Diagnose eingesetzt.
Screeningmammografie wird bei den meisten Frauen eingesetzt, um Veränderungen ohne Brustkrebssymptome zu finden. Zeigt die letzte Aufnahme eine Veränderung oder einen abklärungsbedürftigen Knoten, folgt eine diagnostische Mammografie. Dabei werden mehr Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln angefertigt und bestimmte Bereiche gegebenenfalls vergrößert.
- Verwandtes Thema: Was jede Frau vor der ersten Mammografie wissen sollte: 12 Dinge
Mammografie und Brustimplantate
Informieren Sie bei einer Brustuntersuchung Ihren Arzt über ein vorhandenes Brustimplantat (Silikon) . Fragen Sie, ob Fachleute zur Beurteilung von Mammografien bei Implantaten verfügbar sind. Das ist wichtig, denn Implantate erschweren die Erkennung von Krebs und anderen Auffälligkeiten. Dann wird eine spezielle Technik, die Implantatverlagerungsaufnahme, verwendet.
Bei kosmetischen Implantaten erfolgt eine Screening- oder diagnostische Mammografie. Die Wahl hängt vom Untersuchungsort ab.
Nach Mastektomie wegen Brustkrebs mit anschließendem Implantat sollten Sie mit Onkologe oder Brustchirurg besprechen, welcher Test für Sie am besten geeignet ist.
3. Magnetresonanztomografie (MRI)
Ein starker Magnet, Radiowellen und ein Computer bilden das Brustinnere ab. MRI kann Brustkrebs nachweisen, ersetzt aber keine Mammografie. Bei hohem Risiko wird sie ergänzend eingesetzt. Ihre Darstellung ist begrenzt. Beispielsweise kann sie Mikrokalzifikationen, also Kalziumablagerungen beziehungsweise Verkalkungen im Brustgewebe, nicht zeigen. Auch ihre Genauigkeit gegenüber anderen Tests ist umstritten: Sie kann falsch positive Ergebnisse liefern.
Ärzte empfehlen Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko manchmal MRI unter folgenden Bedingungen:
- Schädliche Veränderungen (Mutationen) in BRCA1 oder BRCA2
- Brustkrebs in der Familie
- Eigene Krankengeschichte
Mammografiebefunde erhalten
- Normaler Befund: Das Gewebe zeigt keine Knoten oder Verkalkungen. Bemerken Sie trotzdem vor dem nächsten Termin eine Veränderung, suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf.
- Auffälliger Befund: Es wurde eine Veränderung erkannt. Sie kann gutartig (benigne, kein Krebs), prämaligne mit Entartungsmöglichkeit oder Krebs sein. Lassen Sie deshalb alle angeforderten Tests durchführen.
- Wenn Sie keinen Befund erhalten, rufen Sie Ihren Arzt an. Die meisten Brustveränderungen sind kein Krebs. Trotzdem müssen alle kontrolliert und für eine sichere Beurteilung gegebenenfalls weiter untersucht werden.
Was kann Mammografie zeigen?
Sie zeigt Knoten, Verkalkungen und andere Veränderungen. Der Radiologe beurteilt auffällige Bereiche und Unterschiede beider Brüste und vergleicht möglichst mit früheren Aufnahmen. Mammografie erkennt jedoch nicht jeden Brustkrebs, und viele Befunde sind kein Krebs. Suchen Sie deshalb bei einem selbst bemerkten, mammografisch nicht sichtbaren Knoten oder anderen Veränderungen unverzüglich Ihren Arzt auf.
Knoten (Raumforderung)
Größe, Form und Ränder liefern wichtige Informationen. Ein nicht krebsartiger Knoten ist weich, rund, klar erscheinend und scharf begrenzt; so sehen Zysten aus. Bei unregelmäßigen Rändern oder Formen sind weitere Tests erforderlich.
Je nach Größe und Form kann Ihr Arzt Folgendes empfehlen:
- Eine erneute körperliche Brustuntersuchung
- Eine weitere Mammografie zur genaueren Betrachtung des verdächtigen Bereichs
- Ultraschall zur Unterscheidung fester von flüssigkeitsgefüllten Knoten
- Biopsie zur Entfernung des ganzen Knotens oder Entnahme von Zellen und Laboruntersuchung auf Krebs
Kalzifikation (Verkalkung)
Dabei lagert sich Kalzium im Brustgewebe ab. Die Ablagerungen sind zu klein zum Ertasten, aber mammografisch sichtbar und häufig bei Frauen über 50 Jahren. Makrokalzifikationen stehen nicht mit Krebs in Zusammenhang und benötigen meist keine weiteren Tests. Mikrokalzifikationen erscheinen als kleine weiße Punkte und sind kein Krebszeichen. Liegen sie aber in einem Bereich schneller Zellteilung, müssen weitere Tests Klarheit schaffen.
Je nach Menge, Größe und Lage kann Ihr Arzt eine weitere Mammografie zur genaueren Betrachtung anfordern. Auch eine Biopsie zum Ausschluss von Krebs ist möglich.
Untersuchungen nach auffälliger Mammografie
Bei auffälligem Befund können zusätzliche Tests nötig sein.
- Ultraschall: Schallwellen bilden Brustgewebe ab; das Bild heißt Sonogramm. Der Test zeigt, ob ein Knoten fest oder flüssigkeitsgefüllt ist. Letzteres heißt Zyste.
- MRI: Magnetresonanztomografie oder MRI bildet mit starkem Magneten, Radiowellen und Computer das Brustinnere ab. Bei ärztlicher oder eigener Tastuntersuchung können Knoten oder vergrößerte Lymphknoten auffallen, die weder Mammografie noch Ultraschall zeigen. MRI kann dann weitere Informationen liefern.
Besteht nach all diesen Tests Verdacht auf eine bösartige Veränderung, erfolgt eine Brustbiopsie.
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Quellen
NIH, National Cancer Institute, Website: Cancer Types, Breast Cancer.
https://www.cancer.gov
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