Capivasertib erhält FDA-Zulassung zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs

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Für erwachsene Patienten mit hormonrezeptorpositivem (HR-positivem), für den humanen epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor 2 negativem (HER2-negativem), lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs wurde bei mindestens einer durch einen FDA-zugelassenen Test nachgewiesenen PIK3CA/AKT1/PTEN-Veränderung und einer Progression im metastasierten Stadium nach mindestens einem endokrinbasierten Behandlungsregime oder einem Rückfall innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der adjuvanten Therapie Capivasertib (Truqap, AstraZeneca Pharmaceuticals) in Kombination mit Fulvestrant am 16. November 2023 von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zugelassen.
Die FDA ließ außerdem den FoundationOne®CDx-Test als therapiebegleitendes Diagnostikum zu, um Brustkrebspatienten für eine Behandlung mit Capivasertib und Fulvestrant zu identifizieren.
Veränderungen im AKT-Signalweg werden in der Regel durch genetische Tests festgestellt. Diese Tests werden üblicherweise an einer Tumorgewebeprobe durchgeführt. Dabei sucht man meist nach Veränderungen bestimmter Gene, die am AKT-Signalweg beteiligt sind, insbesondere PIK3CA, AKT1 und PTEN. Mutationen in diesen Genen können zu einer Überaktivierung des AKT-Signalwegs und damit zu übermäßigem Zellwachstum und übermäßiger Zellteilung führen. Deshalb werden solche Mutationen teilweise mit dem Wachstum und Fortschreiten von Krebs in Verbindung gebracht.
Capivasertib hemmt den AKT- Signalweg , der Zellwachstum und Zellteilung steuert. Es handelt sich um einen von AstraZeneca entwickelten niedermolekularen Wirkstoff. Bei bestimmten Krebsarten ist dieser Signalweg überaktiv, was zu unkontrolliertem Zellwachstum und zum Fortschreiten der Erkrankung führen kann. Durch die Hemmung dieses Signalwegs verlangsamt Capivasertib das Wachstum der Krebszellen und kann helfen, das Fortschreiten des Krebses zu verhindern.
FDA-Zulassung auf Grundlage der CAPItello-291-Studie
An der randomisierten, doppelblinden Phase-3-Studie CAPItello-291 nahmen unter Einschluss von Personen mit und ohne vorherige Therapie mit Inhibitoren der cyclinabhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6) prä-, peri- und postmenopausale Frauen sowie Männer mit HR-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs teil, deren Erkrankung während oder nach einer Aromatasehemmertherapie zurückgekehrt oder fortgeschritten war.
Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 nach dem Zufallsprinzip einer Behandlung mit Capivasertib plus Fulvestrant oder Placebo plus Fulvestrant zugeteilt.
Als zwei primäre Endpunkte wurde jeweils das durch die Prüfärzte beurteilte Überleben in der gesamten Patientengruppe und bei Tumoren mit Veränderungen im AKT-Signalweg (PIK3CA, AKT1 oder PTEN) festgelegt, und zwar das progressionsfreie Überleben.
Ergebnisse

Insgesamt wurden 708 Patienten in die Studie aufgenommen. Bei 289 (40,8%) lagen Veränderungen im AKT-Signalweg vor, und 489 (69,1%) hatten wegen fortgeschrittenen Brustkrebses bereits einen CDK4/6-Inhibitor erhalten.
- In der Gesamtgruppe betrug das mediane progressionsfreie Überleben unter Capivasertib–Fulvestrant 7,2 Monate, unter Placebo–Fulvestrant dagegen 3,6 Monate (Hazard Ratio für Progression oder Tod: 0,60; 95%-Konfidenzintervall [CI]: 0,51 bis 0,71; P<0,001).
- Bei Patienten mit Veränderungen im AKT-Signalweg betrug das mediane progressionsfreie Überleben unter Capivasertib–Fulvestrant 7,3 Monate gegenüber 3,1 Monaten unter Placebo–Fulvestrant (Hazard Ratio: 0,50; 95%-CI: 0,38 bis 0,65; P<0,001).
Bei Patienten unter Capivasertib–Fulvestrant waren Ausschlag (12,1% gegenüber 0,3%) und Durchfall (9,3% gegenüber 0,3%) die häufigsten Nebenwirkungen vom Grad 3 oder höher. Die Raten der nebenwirkungsbedingten Behandlungsunterbrechung betrugen im Capivasertib-Arm 13% und im Placebo-Arm 2,3%.
Die empfohlene Capivasertib-Dosis beträgt 400 mg zweimal täglich im Abstand von etwa 12 Stunden, mit oder ohne Nahrung, an 4 Tagen, gefolgt von einer Pause von 3 Tagen. Die Behandlung wird bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten einer nicht akzeptablen Toxizität fortgesetzt.
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Bildbeschreibung: Die Abbildung zu diesem Artikel wurde von Microsoft Copilot mit folgendem Auftrag erstellt: „Eine Frau, die zum Horizont blickt, im Pop-Art-Stil darstellen“
Quellen
2. Turner NC, Oliveira M, Howell SJ, Dalenc F, Cortes J, Gomez Moreno HL, Hu X, Jhaveri K, Krivorotko P, Loibl S, Morales Murillo S, Okera M, Park YH, Sohn J, Toi M, Tokunaga E, Yousef S, Zhukova L, de Bruin EC, Grinsted L, Schiavon G, Foxley A, Rugo HS; CAPItello-291 Study Group. Capivasertib in Hormone Receptor-Positive Advanced Breast Cancer. N Engl J Med. 2023 Jun 1;388(22):2058-2070. doi: 10.1056/NEJMoa2214131. PMID: 37256976.
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