Erstmals ein Immuntherapeutikum für die Erstlinienbehandlung von Lungenkrebs im Stadium 4 zugelassen

Am 24. Oktober 2016 hat die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA, die Anwendung des Immuntherapeutikums Pembrolizumab zur Behandlung von nichtkleinzelligem Lungenkrebs im Stadium 4 zugelassen.
Dies ist eine bemerkenswerte Entwicklung, da in der Erstlinienbehandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) ein Medikament zur Immuntherapie zugelassen wurde.
Damit erhielt Pembrolizumab (Handelsname Keytruda) von der FDA unter folgenden Bedingungen die Zulassung zur Behandlung des NSCLC im Stadium 4:
- Als Erstlinienbehandlung für Patienten, deren Tumoren zu %50 oder mehr PD-L1 exprimieren. Bei diesen Patienten dürfen zudem keine genomischen Tumorveränderungen der Gene vorliegen, auf die zielgerichtete Medikamente wirken: EGFR oder ALK Diese genomischen Tumorveränderungen dürfen nicht vorhanden sein, oder die Patienten dürfen zuvor keine Behandlung gegen nichtkleinzelligen Lungenkrebs im Stadium 4 erhalten haben.
- Patienten, deren Erkrankung sich trotz einer vorherigen platinbasierten Chemotherapielinie verschlechtert hat (Progression) und deren Tumoren eine PD-L1-Expression von %1 oder mehr aufweisen. Auch Patienten mit genomischen EGFR- oder ALK-Tumorveränderungen können Pembrolizumab erhalten, wenn eine Verschlechterung der Erkrankung festgestellt wird.
Um Einzelheiten zu der Studie aufzurufen, die zur Zulassung von Pembrolizumab für die Erstlinienbehandlung von Lungenkrebs führte, klicken Sie hier.
Quellen
https://www.fda.gov/
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