Ununterbrochene Strahlentherapie verlängert das Überleben bei triple-negativem Brustkrebs

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Eine neue Studie zeigte, dass Unterbrechungen der adjuvanten (vorbeugenden) Strahlentherapie nach einer Brustkrebsoperation bei Patienten mit triple-negativem Brustkrebs (TNBC= triple negative breast cancer) mit einem schlechteren Gesamtüberleben verbunden sind. Die Studie wurde in The Journal of the National Cancer Institute am 3. Juli 2023 veröffentlicht.
Triple-negativer Brustkrebs und Strahlentherapie
Triple-negativer Brustkrebs (TNBC) besitzt unter den Brustkrebsformen eine aggressive Biologie und tritt häufiger bei jüngeren Frauen auf. Bei TNBC ist die Strahlentherapie eine häufig eingesetzte Methode, um nach der Operation möglicherweise verbliebene Krebszellen zu zerstören und das Rezidivrisiko zu senken. Wie sich Unterbrechungen auf das Gesamtüberleben auswirken, steht im Mittelpunkt dieser Studie.
Behandlungsunterbrechungen und Gesamtüberleben
Die Forscher stellten fest, dass selbst Unterbrechungen von 2 Tagen einen bedeutsamen Einfluss auf das Gesamtüberleben hatten. Analysiert wurden Daten der US-amerikanischen National Cancer Database zu 35845 Patienten, die zwischen 2010-2014 wegen TNBC behandelt wurden.
Behandlungsdauer und Auswirkungen von Unterbrechungen
Mehr Unterbrechungen, die die gesamte Behandlungsdauer verlängerten, waren mit einem schlechteren Gesamtüberleben verbunden.
Den Studienergebnissen zufolge:
- Verglichen mit Patienten mit einer Unterbrechung von 0-1 Tagen war das Sterberisiko bei einer Unterbrechung von 2-5 Tagen um 6,9% erhöht (Hazard Ratio [HR], 1,069; 95% KI, 1,002-1,140).
- Auch bei Unterbrechungen von 6-10 und 11-15 Tagen stieg das Sterberisiko.
Wichtiger Hinweis: Mit „Unterbrechung“ sind in dieser Studie unerwartete oder ungeplante Behandlungspausen gemeint, nicht die regulären Wochenendpausen. Dass an Wochenenden nicht bestrahlt wird, gehört zum normalen Behandlungsplan und ist in der Regel nötig, damit Patienten sich erholen und die Behandlung fortsetzen können.
Einordnung
Nach Angaben der Forscher ist dies die erste Studie zum Zusammenhang zwischen Bestrahlungsunterbrechungen und Gesamtüberleben bei nicht metastasiertem triple-negativem Brustkrebs, also ohne Stadium 4. Sie betonten außerdem, Behandlungspausen sollten nicht gefördert werden, um die Haut abheilen zu lassen.
Behandlungsunterbrechungen möglichst gering zu halten, zählt zu den wichtigsten Schritten für bessere Therapieergebnisse. Hautschutzmaßnahmen sollten durchgehend eingesetzt werden, um einer strahlenbedingten Hautentzündung, der Radiodermatitis, vorzubeugen. Zudem ist es wichtig, alternative Behandlungsansätze zur Verringerung möglicher Bestrahlungsnebenwirkungen zu erforschen.
In den letzten Jahren ist das Interesse an kürzeren Bestrahlungssitzungen, der Hypofraktionierung, gestiegen. In manchen Fällen werden sogar sehr kurze Sitzungen im Rahmen einer extremen Hypofraktionierung eingesetzt. Solche kurzen Sitzungen könnten zu weniger Unterbrechungen und damit zu einem effizienteren Behandlungsablauf beitragen.
Quellen
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