FDA lässt Sotorasib plus Panitumumab bei KRAS-G12C-mutiertem Darmkrebs zu

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Am 16. Januar 2025 ließ die US-Arzneimittelbehörde FDA für erwachsene Patienten mit KRAS-G12C-mutiertem metastasiertem Darmkrebs (mCRC) nach vorausgegangener Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierter Chemotherapie die Kombination aus Sotorasib (Lumakras, Amgen Inc.) und Panitumumab (Vectibix, Amgen Inc.) zu.
Die FDA ließ außerdem das therascreen KRAS RGQ PCR Kit (QIAGEN GmbH) als therapiebegleitenden Diagnostiktest zu. Es soll Darmkrebspatienten mit KRAS-G12C-Mutation identifizieren, die für Lumakras und Vectibix infrage kommen.
Dies ist bei KRAS-G12C-mutiertem Darmkrebs die zweite FDA-Zulassung.
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- Für Lungenkrebs mit KRAS-G12C-Mutation hatte Sotorasib bereits im Mai 2021 eine FDA-Zulassung erhalten. Die neue Zulassung ist die zweite FDA-Zulassung des Medikaments.
- Am 21. Juni 2024 erteilte die FDA bei KRAS-G12C-mutiertem Darmkrebs eine beschleunigte Zulassung für die Kombination aus Adagrasib (Krazati; Mirati Therapeutics, Inc.) und Cetuximab.
FDA-Zulassung auf Grundlage der CodeBreaK-300-Studie
Wirksamkeit und Sicherheit: Die Wirksamkeit wurde in der randomisierten, offenen, kontrollierten CodeBreaK-300-Studie bei Patienten mit KRAS-G12C-mutiertem mCRC nach vorausgegangener Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierter Chemotherapie untersucht.
Die Mutationen wurden prospektiv in Tumorgewebeproben mit dem QIAGEN therascreen KRAS RGQ PCR Kit nachgewiesen.
Insgesamt wurden 160 Patienten randomisiert (1:1:1): Sotorasib 960 mg einmal täglich oral plus Panitumumab 6 mg/kg IV alle 2 Wochen oder eine Standardbehandlung nach Wahl des Prüfarztes mit Trifluridin/Tipiracil beziehungsweise Regorafenib.
Ergebnisse
Der wichtigste Wirksamkeitsendpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS). Weitere Endpunkte waren das Gesamtüberleben, die Gesamtansprechrate und die Ansprechdauer.
Die Studie war statistisch nicht für den Nachweis eines Gesamtüberlebensvorteils ausgelegt.
- Das mediane PFS betrug im Arm Sotorasib 960 mg/Panitumumab 5,6 Monate (95% KI: 4,2, 6,3) gegenüber 2 Monaten unter Standardbehandlung (95% KI: 1,9, 3,9); die Hazard Ratio lag bei 0,48 (95% KI: 0,3, 0,78), der zweiseitige p-Wert bei 0,005.
- Die finale Analyse des Gesamtüberlebens war statistisch nicht signifikant.
- Die objektive Ansprechrate lag im Arm Sotorasib 960 mg/Panitumumab bei 26% (95% KI: 15, 40) und unter Standardbehandlung bei 0% (95% KI: 0, 7).
- Die mediane Ansprechdauer betrug im Arm Sotorasib 960 mg/Panitumumab 4,4 Monate (Spanne: 1,9+, 6+).
- Die finale PFS-Analyse des Arms Sotorasib 240 mg/Panitumumab gegenüber der Standardbehandlung war statistisch nicht signifikant.

Nebenwirkungen
Die häufigsten unerwünschten Reaktionen unter Sotorasib 960 mg/Panitumumab (bei 20% oder mehr) waren Hautausschlag, trockene Haut, Durchfall, wunde Mundschleimhaut, Müdigkeit sowie Muskel- und Skelettschmerzen.
Die häufigsten Laborabweichungen vom Grad 3-4 waren erniedrigtes Magnesium, erniedrigtes Kalium, erniedrigtes korrigiertes Kalzium und erhöhtes Kalium.
Dosierung
Die empfohlene Sotorasib-Dosis beträgt 960 mg einmal täglich oral. Panitumumab wird als IV-Infusion mit 6 mg/kg alle 14 Tage empfohlen, bis die Erkrankung fortschreitet, eine unvertretbare Toxizität auftritt oder Sotorasib abgesetzt beziehungsweise unterbrochen wird. Die erste Sotorasib-Dosis ist vor der ersten Panitumumab-Infusion anzuwenden.
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