FDA-Zulassung für Immuntherapie bei nicht muskelinvasivem Hochrisiko-Blasenkrebs ohne BCG-Ansprechen

Am 8. Januar 2020 erteilte die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA der Immuntherapie Pembrolizumab, Keytruda, die Zulassung für Patienten mit einem nicht auf Bacillus Calmette-Guérin, BCG, ansprechenden, nicht in die Muskelschicht eingedrungenen Hochrisiko-Carcinoma in situ, CIS, mit oder ohne papilläre Tumoren, die für eine Operation ungeeignet sind oder sich dagegen entscheiden und an Blasenkrebs leiden.
Dies war die erste Zulassung für Immuntherapien der neuen Generation aus der Klasse der Immuncheckpoint-Hemmerim frühesten Stadium einer Krebserkrankung und wird vielfältige Auswirkungen auf Krebsbehandlungen haben.

Die multizentrische, einarmige klinische Studie KEYNOTE-057nahm 148 Patienten mit nicht in die Blutschicht eingedrungenem Hochrisiko-Blasenkrebs auf. Davon hatten 96 ein BCG-unempfindliches Carcinoma in situ, CIS, mit oder ohne papilläre Tumoren. Alle erhielten alle 3 Wochen 200 mg Pembrolizumab als Immuntherapie, bis nicht akzeptable Nebenwirkungen oder eine resistente, wiederkehrende beziehungsweise fortschreitende Erkrankung auftraten, andernfalls bis zu 24 Monate.
Die wichtigsten Wirksamkeitsendpunkte waren vollständiges Ansprechen und Ansprechdauer. Ein vollständiges Ansprechen wurde mittels Zystoskopie, also Betrachtung und Probenentnahme aus der Blase mit einem dünnen Schlauch mit kleiner Kamera an der Spitze, Urinzytologie, also Zellanalyse, und Computertomografie festgestellt.
Im Ergebnis zeigten von 96 Patienten ohne Ansprechen auf die vorherige BCG-Behandlung %41 ein vollständiges Ansprechen auf Pembrolizumab. Die mediane Ansprechdauer betrug 16.2 Monate. Bei % 46 der ansprechenden Patienten hielt das vollständige Ansprechen mindestens 12 Monate an.
In KEYNOTE-057 waren die häufigsten, ≥% 10, bei Patienten unter Pembrolizumab beobachteten Nebenwirkungen waren Müdigkeit, Durchfall, Hautausschlag, Juckreiz, Muskel- und Skelettschmerzen, Hämaturie, Husten, Arthralgie, also Gelenkschmerzen, Übelkeit, Verstopfung, Harnwegsinfektionen, periphere Ödeme, also Schwellungen an Händen und Füßen, Hypothyreose, also Mangel an Schilddrüsenhormonen, und Nasopharyngitis, eine Infektion der oberen Atemwege. Die empfohlene Pembrolizumab- Dosis beträgt alle 3 Wochen 200 mg.
Quellen
fda.gov - 8 January 2020.
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