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Prof. Dr. Mustafa Özdoğan · Facharzt für medizinische Onkologie

Welche gesunden Lebensgewohnheiten senken das Alzheimer-Risiko?

Welche gesunden Lebensgewohnheiten senken das Alzheimer-Risiko?
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Für die Alzheimer-Krankheit wurde zwar bislang keine wirksame Behandlung gefunden, doch es wird angenommen, dass die Einhaltung gesunder Lebensgewohnheiten dieses Risiko um 60% senken kann.

Demenz tritt am häufigsten in Form von Alzheimer auf. Bei Menschen ab 65 Jahren kommt diese Erkrankung häufig vor. Alzheimer ist eine langsam fortschreitende, aber irreversible Gehirnerkrankung, die die Fähigkeit zur Bewältigung alltäglicher Aktivitäten beeinträchtigt.

Was sind die Unterschiede zwischen Demenz geistigem Abbau und Alzheimer

Nach den Daten des IHME (Institute for Health Metrics and Evaluation, Institut für Gesundheitsmetriken und -bewertung) von 2017 ist Demenz mit jährlich 2,51 Millionen Todesfällen weltweit die 5. häufigste Todesursache.

Zusammenhang zwischen gesunden Lebensgewohnheiten und Alzheimer

Die umfassendste neurologische Fachzeitschrift Neurology veröffentlichte am 17. Juni 2020 eine Studie, in der die Daten von 2 verschiedenen Langzeitstudien ausgewertet wurden: Chicago Health and Aging Project (CHAP) und Memory and Aging Project (MAP).

  • CHAP ist eine umfassende Bevölkerungsstudie, die die Risiken chronischer Erkrankungen, vor allem von Alzheimer, bei älteren Menschen untersucht,
  • MAP ist dagegen eine Studie zur Gefäßgesundheit und zur Alterung des Gehirns.

Für die Analyse dieser beiden Studien wurden Daten von 1825 Teilnehmern des CHAP-Projekts und 920 Teilnehmern des MAP-Projekts verwendet. Im CHAP-Projekt lag das Durchschnittsalter bei 73,2 Jahren, in der MAP-Studie bei 81,1 Jahren. Um den Zusammenhang zwischen Alzheimer und gesunden Lebensgewohnheiten zu untersuchen, wurden die Daten zum gesunden Lebensstil bewertet. Die Lebensstildaten der Teilnehmer wurden anhand der folgenden Faktoren mit Werten zwischen 0-5 beurteilt.

  1. Körperliche Aktivität (150 Minuten pro Woche, mit leichter bis mittlerer Intensität)
  2. Einhaltung der MIND-Ernährung (Mediterranean-DASH Diet Intervention for Neurodegenerative Delay). Das MIND-Ernährungsmodell verbindet die mediterrane Ernährung mit der DASH-Ernährung, um das Risiko neurologischer Erkrankungen zu verringern.
  3. Rauchfreies Leben
  4. Mäßiger Alkoholkonsum (für Frauen: täglich 1-15 g; für Männer: im Bereich von 1-30 g. 1 Glas Rotwein (100-150 ml) enthält durchschnittlich 10-15 g Alkohol.
  5. Aktivitäten, die das Gehirn fordern

Die Teilnehmer des CHAP- und des MAP-Projekts wurden durchschnittlich 6 Jahre lang beobachtet. Nach 6 Jahren hatten 379 CHAP-Teilnehmer und 229 MAP-Teilnehmer die Alzheimer-Krankheit entwickelt.

Bei der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Alzheimer und den Werten für einen gesunden Lebensstil zeigte sich:

  • In der Gruppe mit einem Lebensstilwert zwischen 2-3 war das Risiko, Alzheimer zu entwickeln, im Vergleich zur Gruppe mit Werten zwischen 0-1 um 37% geringer,
  • und in der Gruppe mit Lebensstilwerten zwischen 4-5 war das Alzheimer-Risiko im Vergleich zur Gruppe mit Werten zwischen 0-1 um 60% geringer.

Aus dieser Studie können wir erkennen, dass ein gesunder Lebensstil bei der Vorbeugung und Verzögerung der Alzheimer-Krankheit eine wirksame Rolle spielt. Es gibt veränderbare und nicht veränderbare Risikofaktoren für die Entstehung von Alzheimer: Bestimmte genetische Faktoren oder ein höheres Alter sind nicht veränderbar, während ein ungesunder Lebensstil ein veränderbarer Risikofaktor ist. Dass sich der Lebensstil verändern lässt, ist ein wichtiger Vorteil. Deshalb ist die Förderung gesunder Lebensgewohnheiten wichtig, um das zukünftige Risiko für Alzheimer und andere Erkrankungen zu verringern.

Kommentar & Zusammenfassung

Wir können sagen, dass die beste Strategie zum Schutz vor Alzheimer darin besteht, sich so früh wie möglich gesunde Lebensgewohnheiten anzueignen. Diese Gewohnheiten tragen nicht nur dazu bei, das Alzheimer-Risiko, sondern auch das Risiko für Krebs, Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Was sind die ersten Anzeichen der Alzheimer-Krankheit

Risikofaktoren für Demenz Demenz ist nicht gleich Alter

Quellen

Klodian Dhana, Denis A. Evans, Kumar B. Rajan, David A. Bennett, Martha C. Morris.
Healthy lifestyle and the risk of Alzheimer dementia. Findings from 2 longitudinal studies.
Neurology, 17. Juni 2020.
DROZDOGAN KI

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DROZDOGAN KI

Drozdogan-Assistent

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