Abemaciclib erhält FDA-Zulassung bei hormonpositivem Brustkrebs

Am 28. September 2017 genehmigte die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDAnach Fortschreiten unter Hormontherapie bei hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs bei Frauen Abemaciclib(Verzenio) zusammen mit Fulvestrant. Zusätzlich wurde Abemaciclib allein für Frauen und Männer mit hormonrezeptorpositivem HER2-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs genehmigt, der nach Hormontherapie und Chemotherapie gegen die metastasierte Erkrankung weiter fortgeschritten war.
Abemaciclib blockiert die cyclinabhängige Kinase 4/6 in intrazellulären Wachstumssignalwegen. Nach Palbociclib und Ribocicliberhielt damit der dritte cyclinabhängige Kinase-4/6-Hemmer Abemaciclib die FDA-Zulassung bei Brustkrebs.

Fulvestrant Die Zulassung der Kombination beruhte auf einer Studie bei Frauen, die zuvor wegen metastasierte Erkrankung keine Chemotherapie erhalten hatten und deren Krankheit nach einer Hormontherapie weiter fortgeschritten war. Die Grundlage bildete die randomisierte, placebokontrollierte, multizentrische Studie MONARCH 2 mit Frauen mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem metastasiertem Brustkrebs.
669 Patientinnen erhielten oral zweimal täglich Abseaciclib oder Placebo sowie Fulvestrant in 28-Tage-Zyklen: im ersten Zyklus an den Tagen 1. und 15., im 2. und folgenden am 1. Tag jeweils 500 mg intramuskulär. Die zwei Gruppen wurden bis unkontrollierbarer Toxizität oder Progression behandelt.
Das mediane progressionsfreie Überleben, also die Krankheitskontrolle, betrug unter Fulvestrant und Abemaciclib 16.4 Monate, unter Placebo und Fulvestrant 9.3 Monate. Die objektive Ansprechrate lag bei Fulvestrant mit Abemaciclib bei %48.1 gegenüber %21.3 bei Placebo mit Fulvestrant.
Die Monotherapiezulassung beruhte auf Frauen nach früherer Taxan-Chemotherapie in irgendeinem Stadium, einer oder zwei Chemotherapien gegen metastasierte Erkrankung und Progression während oder nach endokriner Therapie, mit messbarem hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem metastasiertem Brustkrebs in der einarmigen, offenen, multizentrischen Studie MONARCH 1. Unter 132 Patientinnen wurden zweimal täglich oral 200 mg Abemaciclib bis Progression oder unkontrollierbarer Nebenwirkung gegeben. Die objektive Ansprechrate betrug %19.7, die mediane Ansprechdauer 8.6 Monate.
Häufigste Nebenwirkungen unter Abemaciclib waren Durchfall, verminderte weiße Blutzellen (Leukozyten), Übelkeit, Bauchschmerzen, Infektionen, Schwäche, Anämie, Appetitminderung, Erbrechen, Kopfschmerzen und niedrige Blutplättchen. Unter Abemaciclib mit Fulvestrant waren häufigste (≥% 5) Nebenwirkungen des Grades 3. oder 4. niedrige weiße Blutzellen, Durchfall, Anämie und Infektionen.
Die empfohlene Anfangs- Dosisbeträgt mit Fulvestrant zweimal täglich 150 mg oder allein als Monotherapie zweimal täglich 200 mg.
Quellen
fda.gov
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