Cosibelimab erhält FDA-Zulassung bei Plattenepithelkarzinom der Haut

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Am 13. Dezember 2024 ließ die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA Cosibelimab-ipdl (Unloxcyt, Checkpoint Therapeutics, Inc.) als Anti-PD-L1-Immuntherapeutikum bei für eine kurative Operation oder eine kurative Bestrahlung nicht geeigneten Erwachsenen mit metastasiertem kutanem Plattenepithelkarzinom (mCSCC) oder lokal fortgeschrittenem kutanem Plattenepithelkarzinom (laCSCC) zu.
Dies ist die erste FDA-Zulassung für die Immuntherapie mit Cosibelimab-ipdl (Unloxcyt).
Das kutane Plattenepithelkarzinom (CSCC) entsteht durch eine unkontrollierte Vermehrung der Plattenepithelzellen in der obersten Hautschicht (Epidermis) und ist eine Form von Hautkrebs. Es tritt meist an sonnenexponierten Stellen auf und kann sich ohne frühzeitige Behandlung in umliegendes Gewebe oder andere Organe ausbreiten.
Vor der Zulassung von Cosibelimab-ipdl hatte die FDA bereits folgende andere Immuntherapeutika zur Behandlung des Plattenepithelkarzinoms der Haut zugelassen:
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Cemiplimab (Libtayo): Am 28. September 2018 ließ die FDA Cemiplimab für fortgeschrittenes CSCC zu. Es war das erste von der FDA zugelassene Immuntherapeutikum zur CSCC-Behandlung.
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Pembrolizumab (Keytruda): Am 24. Juni 2020 ließ die FDA Pembrolizumab bei rezidivierendem oder metastasiertem CSCC zu, das weder operativ noch durch Strahlentherapie behandelt werden kann.
FDA-Zulassung auf Grundlage der Studie CK-301-101
Die Wirksamkeit von Cosibelimab-ipdl wurde in der Studie CK-301-101 untersucht. Diese multizentrische, offene Studie mit mehreren Kohorten umfasste 109 Patienten mit metastasierter oder lokal fortgeschrittener Erkrankung, die nicht für eine kurative Operation oder Bestrahlung geeignet waren. Patienten mit folgenden Merkmalen wurden ausgeschlossen:
- Aktive oder vermutete Autoimmunerkrankung,
- innerhalb der letzten 6 Monate vor Behandlungsbeginn erfolgte allogene Transplantation,
- vorherige Behandlung mit Anti-PD-1/PD-L1-blockierenden Antikörpern oder anderen Immuncheckpoint-Inhibitoren ,
- unkontrollierte oder schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung,
- ECOG-Performance-Status ≥ 2,
- HIV-, Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Infektion.
Die wichtigsten Wirksamkeitsendpunkte waren die objektive Ansprechrate und die Ansprechdauer . Bei laCSCC-Patienten mit äußerlich sichtbaren Zielläsionen, die sich nicht durch radiologische Bildgebung beurteilen ließen, wurde die objektive Ansprechrate anhand digitaler Fotografien nach den WHO-Kriterien bestimmt.
- Metastasiertes CSCC : Bei 78 Patienten mit dieser Diagnose betrug die objektive Ansprechrate 47% (95% KI 36-59).
- Lokal fortgeschrittenes CSCC : Bei 31 Patienten mit dieser Diagnose betrug die objektive Ansprechrate 48% (95% KI 30-67).
- Ansprechdauer: Bei mCSCC wurde die mediane Ansprechdauer nicht erreicht (Spannweite 1,4+ bis 34,1+ Monate); bei laCSCC betrug sie 17,7 Monate (Spannweite 3,7+ bis 17,7 Monate).
Nebenwirkungen
Häufigste Nebenwirkungen (≥10%):
- Müdigkeit,
- Schmerzen des Bewegungsapparats,
- Hautausschlag, Durchfall, Hypothyreose, Verstopfung,
- Übelkeit, Kopfschmerzen, Juckreiz, Ödeme,
- lokale Infektionen und Harnwegsinfektionen.
Dosierung und Anwendung
Die empfohlene Dosis von Cosibelimab-ipdl beträgt
- 1.200 mg als intravenöse Infusion über 60 Minuten und wird alle 3 Wochen verabreicht. Die Behandlung wird bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten einer nicht akzeptablen Toxizität fortgesetzt.
Diese Zulassung bietet Patienten mit mCSCC oder laCSCC, für die keine kurative Behandlung infrage kommt, neue Hoffnung. Die Studiendaten zeigen hohe Ansprechraten und eine lange Ansprechdauer mit Cosibelimab-ipdl.
Quellen
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