Plattenepithel-Lungenkrebs im Stadium 4: FDA-Zulassung der Immuntherapie in der 1. Behandlungslinie

Am 30. Oktober 2018 erteilte die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA), bei metastasiertem (Stadium 4) Plattenepithel-Lungenkrebs in der Erstlinie eine Zulassung für Carboplatin plus Paclitaxel oder nab-Paclitaxel in Kombination mit Pembrolizumab (Keytruda) , einem Immuntherapie- Medikament.
Die Zulassung beruht auf zuvor nicht systemisch behandelten Patienten, deren Tumorstatus hinsichtlich PD-L1-Positivität dabei unberücksichtigt blieb, und zwar auf einer multizentrischen, doppelblinden, placebokontrollierten Untersuchung mit 559 Patienten mit metastasiertem squamösem nicht kleinzelligem Lungenkrebs, einer klinischen Phase-3-Studie namens KEYNOTE-407 als Grundlage.
Die Patienten wurden zufällig Pembrolizumab 200 mg oder Placebo jeweils in Kombination mit einem Zweifach-Chemotherapieschema zugeteilt. Die Behandlung erfolgte bis zur Progression (Fortschreiten) des Krebses, bis zu nicht akzeptablen Nebenwirkungen oder höchstens 24 Monate.
Die bemerkenswertesten Studienergebnisse:
- Das mediane (mittlere) Gesamtüberleben betrug unter Pembrolizumab plus Chemotherapie beziehungsweise Placebo plus Chemotherapie 15.9 und 11.3 Monate. • Die Ergänzung der Chemotherapie durch Immuntherapie senkte das Sterberisiko um % 36.
- Das mediane progressionsfreie Überleben betrug unter Pembrolizumab plus Chemotherapie beziehungsweise Placebo plus Chemotherapie 6.4 und 4.8 Monate.
- Die Ergänzung durch Immuntherapie senkte das Progressionsrisiko um % 44.
- Die geschätzten medianen Ansprechdauern betrugen 7.2 beziehungsweise 4.9 Monate.
In KEYNOTE-407 waren die häufigsten Nebenwirkungen bei mindestens % 20 der mit Pembrolizumab behandelten Patienten: Müdigkeit, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Appetitlosigkeit, Ausschlag, Husten, Atemnot, Alopezie (Haarausfall) und periphere Neuropathie als beobachtete Beschwerden.
Verwandtes Thema:
Die empfohlene Pembrolizumab- Dosis bei metastasiertem Plattenepithel-Lungenkrebsbeträgt alle 3 Wochen am selben Tag wie die Chemotherapie intravenös (über eine Vene) 200 mg. Die Behandlung soll bis zur Progression, zu nicht akzeptablen Nebenwirkungen oder bis zu 24 Monaten fortgesetzt werden.
Quellen
fda.gov, 30 October 2018.
War dieser Artikel hilfreich?
Ihre Rückmeldung hilft uns, unsere Inhalte zu verbessern.





Leserkommentare
Kommentar verfassen
Ihr Name und Ihr Kommentar werden erst nach Freigabe durch die Administration veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird Besuchern niemals angezeigt.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.