Manche Berufe können das Krebsrisiko erhöhen – Tipps zum Selbstschutz

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Bei manchen Tätigkeiten steigt das Krebsrisiko der Beschäftigten, weil sie stärker Strahlung oder verschiedenen Chemikalien ausgesetzt sind.
Menge und Art der in unterschiedlichen Arbeitsumgebungen weltweit auftretenden Karzinogene (krebserregenden Stoffe) variieren. Untersuchungen legen jedoch nahe, dass ungefähr %4 aller Krebserkrankungen durch Karzinogenexposition am Arbeitsplatz entstehen. In Ländern mit entsprechenden Schutzmaßnahmen gehen berufsbedingte Krebserkrankungen im Laufe der Jahre zurück.
Welche Tätigkeiten erhöhen das Risiko?
Bestimmte Tätigkeiten bergen ein höheres Risiko. Beispiele:
- Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei – zu viel Sonne oder bestimmte Agrarchemikalien können das Risiko erhöhen.
- Bau- und Malerarbeiten – Asbest, übermäßige Sonne, Silikon, Dieselabgase, Kohleprodukte, Farben, Verdünner wie Thinner und Terpentin sowie Sägespäne können das Risiko erhöhen.
- Verarbeitende Industrie und Bergbau – fossile Brennstoffe wie Mineralöle, Kohleprodukte, Benzol und Dieselabgase, Asbest, Silikon, Lösungsmittel oder übermäßige Sonne können das Risiko erhöhen.
- Dienstleistungsbranche – übermäßige Sonne, Passivrauchen oder Dieselabgase können das Risiko erhöhen. Regelmäßige Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien wie in diesen Beispielen kann die Krebswahrscheinlichkeit steigern. Zunächst sind folgende Maßnahmen nötig:
- Diese Chemikalien müssen gesetzlich vorgeschriebene Gefahrenhinweise tragen,
- Ihre Verwendung muss unbedingt kontrolliert werden,
- Es müssen Arbeitsschutzregelungen getroffen werden.
Was ist Asbest und wie verursacht er Krebs?
Asbest ist ein natürliches Material, das früher zur Gebäudeisolierung verwendet wurde. Es besteht aus sehr kleinen Fasern und wurde wegen seiner Feuerbeständigkeit bevorzugt. Eingeatmet kann es Mesotheliom (Krebs des Lungenfells), Lungen-, Kehlkopf- und Eierstockkrebs verursachen.
Es gibt drei Asbestarten: Amosit (brauner Asbest), Krokydolith (blauer Asbest) und Chrysotil (weißer Asbest). Alle drei sind gesundheitsschädlich; brauner und blauer Asbest sind jedoch schädlicher, da ihre Fasern kürzer und schärfer sind und schwerer vom Körper abgebaut werden.
Obwohl die Weltgesundheitsorganisation seit den 1980er-Jahren die Verwendung sämtlicher Asbestarten weltweit verboten hat, sind Menschen, die früher damit arbeiteten oder in asbesthaltigen Gebäuden leben, weiterhin gefährdet.
Tipps zum Schutz vor Krebs in Ihrer Arbeits- und Wohnumgebung:
Im Sommer können im Freien Beschäftigte die schädlichen UV-Wirkungen der Sonne folgendermaßen verringern:
- Versuchen Sie, insbesondere mittags im Schatten zu arbeiten.
- Schützen Sie sich mit Kleidung: Tragen Sie einen Hut, der Gesicht und Hals schützt, dünne langärmlige Kleidung und eine Sonnenbrille.
- Um die Belastung durch Farben, Staub, Sägespäne und landwirtschaftliche Pestizide zu minimieren, verwenden Sie Masken und Schutzkleidung und waschen Sie häufig die Hände.
- Verwenden Sie Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 und tragen Sie sie regelmäßig auf.
Das Rätsel um Schichtarbeit und Krebs
2007 teilte die Internationale Agentur für Krebsforschung [International Agency for Research into Cancer (IARC)] mit, dass Nachtschichtarbeit das Krebsrisiko – insbesondere das Brustkrebsrisiko– erhöhen könnte. Anschließend kam im Jahr 2016 eine Untersuchung mit 1.4 Millionen Menschen, eine weitere Studie, zu dem Ergebnis, dass Schichtarbeit das Krebsrisiko nicht wesentlich beeinflusst. Eine im Januar 2018 veröffentlichte Metaanalyse, die 61 bisherige Studien umfassend auswertete, ergab dagegen, dass Nachtschichtarbeit das Brust-, Haut- und Gebärmutterkrebsrisiko deutlich erhöhen könnte. Am ausgeprägtesten war der Anstieg bei im Schichtdienst arbeitenden Pflegekräften und bei Brustkrebs. Als mögliche Ursachen dieses Risikos kommen viele Faktoren infrage; zuerst denkt man an Störungen des zirkadianen Rhythmus, des Hormons Melatoninund des Schlafs.
Nach aufeinanderfolgenden Studien ohne eindeutiges Ergebnis gelten für Frauen im Schichtdienst vorerst dieselben Empfehlungen wie für alle Frauen:
- Alkoholkonsum reduzieren, aktiv bleiben und ein gesundes Gewicht halten hilft, das Brustkrebsrisiko zu senken.
- Es ist sehr wichtig, Symptome von Brustkrebs und anderen Krebsarten zu kennen und zur Früherkennung Krebsuntersuchungen wahrzunehmen.
Quellen
Cancer Research UK webpage - cancerresearchuk.org
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