Olaparib erhält FDA-Zulassung bei BRCA-mutationspositivem metastasiertem Brustkrebs

Am 12. Januar 2018 erteilte die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDAOlaparibtabletten (Handelsname Lynparza), einem Poly-(ADP-Ribose)-Polymerase-(PARP)-Hemmer, die Zulassung bei HER2-negativem Brustkrebs im Stadium 4. mit BRCA-Keimbahnmutation nach früherer neoadjuvanter, adjuvanter oder gegen metastasierte Erkrankung gerichteter Chemotherapie. Diese Behandlung ist bei Keimbahn-
BRCA-Mutation (gBRCAm) und HER2-negativem metastasiertem Brustkrebs die erste von der FDA zugelassene Therapie.
Nach der Zulassung müssen Patienten mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs vor Anwendung bereits eine Hormontherapie erhalten haben oder dafür ungeeignet sein.
Die Zulassung beruht auf OlympiAD, einer randomisierten, offenen, multizentrischen klinischen Studie mit 302 Patienten mit gBRCAm und HER2-negativem metastasiertem Brustkrebs. Verglichen wurden zweimal täglich oral eingenommenes Olaparib und eine vom Arzt gewählte Chemotherapie (Capecitabin, Vinorelbin oder Eribulin).
Die eingeschlossenen Patienten wurden nach BRCA-Keimbahnmutation und früherer Chemotherapie im neoadjuvanten, adjuvanten oder metastasierten Setting randomisiert. Die Randomisierung (zufällige Gruppenzuordnung zur Vermeidung von Verzerrungen) wurde nach früherer Chemotherapie bei metastasierter Erkrankung, Hormonrezeptorstatus (hormonrezeptorpositiv gegenüber tripelnegativ) und früherer platin-basierter Chemotherapie stratifiziert. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt wurde durch ein unabhängiges Komitee anhand des progressionsfreien Überlebens (PFS) bewertet. Die mediane Krankheitskontrolle (progressionsfreies Überleben) betrug im Olaparib- und Chemotherapiearm 7.0 beziehungsweise 4.2 Monate.
In klinischen Studien waren die häufigsten bei mindestens %20 der Olaparibpatienten berichteten Nebenwirkungen Blutarmut, Übelkeit, Müdigkeit, Erbrechen, Abnahme weißer Blutzellen (Leukopenie), Infektion der oberen Atemwege, Durchfall, Gelenk- und Muskelschmerzen, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Appetitminderung, Verstopfung und Infektionen im Mund.
Die FDA genehmigte auch den BRACAnalysis CDx®-Test (Myriad Genetic Laboratories, Inc.) zum Nachweis von BRCA-Genmutationen, die für Olaparib infrage kommen könnten.
Die empfohlene Olaparibtabletten- Dosis beträgt zweimal täglich oral (nüchtern oder nach dem Essen) 300 mg (zwei Tabletten zu 150 mg).
Quellen
fda.gov
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