Welche Symptome und Ursachen hat Vitamin-D-Mangel?

In diesem Artikel
Symptome von Vitamin-D-Mangel
Folgende Anzeichen, Befunde und Beschwerden können auf Vitamin-D-Mangel hinweisen :
Häufige Erkrankungen oder Infektionen
Zu den wichtigsten Aufgaben von Vitamin D gehören die Stärkung und Regulierung des Immunsystems. Es unterstützt den Kampf gegen krankheitserregende Viren und Bakterien und interagiert unmittelbar mit infektionsbekämpfenden Zellen. Bei häufigen Infektionen könnte Ihr Vitamin-D-Spiegel niedrig sein.
Was ist das Immunsystem und wie funktioniert es? Der Abwehrmechanismus des Körpers
Müdigkeit und Schwäche
Vitamin-D-Mangel kann Müdigkeit verursachen, die jedoch auch andere Ursachen haben kann. Starke Müdigkeit und Schwäche können ein Mangelzeichen sein. Wenn Sie damit einen Arzt aufsuchen und keine andere Erklärung vorliegt, kann eine Blutmessung des Vitamin-D-Spiegels Klarheit schaffen.
Können Schwäche und Müdigkeit erste Krebszeichen sein?
Knochen- und Rückenschmerzen
Vitamin D unterstützt die Knochengesundheit und erhöht die Kalziumaufnahme. Bei einem Mangel können daher Knochen- und Kreuzschmerzen entstehen.
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Depression
Depressive Stimmung kann ein Zeichen von Vitamin-D-Mangel sein. Forscher fanden in kontrollierten Studien, dass meist sehr niedrige Vitamin-D-Dosen Depressionen auslösten. Manche kontrollierten Studien zeigten, dass unzureichende Vitamin-D-Gaben bei Depression einschließlich saisonaler Depression in kalten Monaten helfen. Depression hängt mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln zusammen; manche Studien fanden einen Nutzen von Ergänzungen für depressive Stimmung.
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Schlechte Wundheilung
Vitamin D trägt zur Wundheilung bei. Verzögerte Heilung nach Operationen oder Verletzungen kann auf einen Mangel hinweisen. In einer Studie schrumpften Fußgeschwüre bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel unter Vitaminbehandlung im Mittel um % 28. Niedrige Spiegel können schlechte Heilung nach Operation, Verletzung oder Infektion verursachen.
Knochenschwächung und Knochenabbau
Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei Kalziumaufnahme und Knochenstoffwechsel.
Viele Menschen mit Osteoporose (Knochenverlust) könnten auch Vitamin-D-Mangel haben. Niedrige Knochenmineraldichte zeigt den Verlust von Kalzium und anderen Mineralstoffen und erhöht bei Älteren, besonders Frauen, das Frakturrisiko. In einer großen Beobachtungsstudie an mehr als 1.100 Frauen mittleren Alters während oder nach der Menopause fanden Forscher einen starken Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und geringer Knochenmineraldichte.
Vitamin-D- und Kalzium-„Ergänzungen“ können Menschen vor Knochenbrüchen ebennichtschützen, wie die Ergebnisse einer 2017 in JAMAveröffentlichte Metaanalyse mit mehr als 50 Tausend Teilnehmern.
Haarausfall
Stress ist eine häufige Ursache von Haarausfall. Auch Vitamin-D-Mangel kann ihn verursachen und wurde besonders bei Frauen mit starkem Haarausfall verbunden. Wird ein Mangel festgestellt, können unter ärztlicher Aufsicht Präparate eingesetzt werden.
Muskelschmerzen
Myalgie nennt man Muskelschmerzen, deren Ursachen oft schwer festzustellen sind.
Es gibt Hinweise darauf, dass Vitamin-D-Mangel bei Kindern und Erwachsenen Muskelschmerzen verursachen könnte. In einer Studie hatten %71 der Menschen mit chronischen Schmerzen unzureichende Vitamin-D-Blutspiegel. Über die Wechselwirkung mit schmerzempfindenden Nervenzellen besteht ein Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und niedrigen Spiegeln.
Ob diese Beschwerden tatsächlich durch niedrige Vitamin-D-Spiegel entstehen, ist manchmal schwer zu erkennen. Ein Mangel lässt sich meist leicht beheben. Vermuten Sie ihn, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie Ihre Blutwerte messen.
Ursachen von Vitamin-D-Mangel
Bei vielen chronischen Erkrankungen und bei Krebspatienten ist Vitamin-D-Mangel häufig. Er ist jedoch ein Krebszeichen gerade nicht. Er kann aus vielen Gründen wie den folgenden entstehen:
Langfristig unzureichende Vitamin-D-Zufuhr
Wenn Sie sich streng vegan oder vegetarisch ernähren, ist dies möglich. Die meisten natürlichen Vitamin-D-Quellen sind tierische Lebensmittel wie Fisch und Fischöl, Eigelb sowie Leber von Groß- und Kleinvieh.
Wenig oder kein Sonnenlicht
In nördlichen Ländern, bei langen Kleidern oder Kopfbedeckungen aus religiösen Gründen oder einem Beruf ohne Sonnenexposition kann ein erhöhtes Vitamin-D-Mangelrisiko bestehen.
Dunkle Haut
Das hautfärbende Pigment Melanin vermindert die Fähigkeit der Haut, durch Sonnenlicht Vitamin D zu bilden. Manche Studien fanden bei dunkler Haut häufiger einen Mangel.
Nierenversagen
Die Nieren sind das wichtigste Organ zur Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form. Mit zunehmendem Alter fällt ihnen diese Umwandlung schwerer, was das Mangelrisiko erhöht.
Unzureichende Vitamin-D-Aufnahme im Verdauungssystem
Erkrankungen wie Morbus Crohn, Mukoviszidose und Zöliakie können die Fähigkeit des Darms zur Vitamin-D-Aufnahme aus Lebensmitteln beeinträchtigen.
Adipositas / Übergewicht
Adipositaskann Vitamin D in Fettzellen einschließen und seine Freisetzung in den Blutkreislauf vermindern. Bei einem Body-Mass-Index von 30 oder mehr sind die Vitamin-D-Spiegel häufig niedrig.
Im nächsten Beitrag dazu planen wir das Thema: „Vitamin D täglich oder monatlich ergänzen?“ zu behandeln.
Vitamin D und Krebs! Verursacht ein Mangel Krebs? Verhindert ein hoher Spiegel Krebs?
Quellen
Association Between Calcium or Vitamin D Supplementation and Fracture Incidence in Community-Dwelling Older Adults
A Systematic Review and Meta-analysis.
JAMA. 2017
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