Das Früherkennungsalter für Kolon- und Rektumkrebs sollte laut neuem ACS-Leitfaden auf 45 gesenkt werden

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Der neue Leitfaden der American Cancer Society (ACS) empfiehlt, die Früherkennung von Kolon- und Rektumkrebs (Dickdarmkrebs) statt mit den derzeit empfohlenen 50 bereits mit 45 Jahren zu beginnen.
Nach der neuen Empfehlung sollten bei Menschen mit normalem Risiko Untersuchungen wie Koloskopie, Tests auf verborgenes Blut im Stuhl zur kolorektalen Krebsfrüherkennung statt mit 50 bereits mit 45 beginnen. Die Änderung des empfohlenen Alters beruht auf neuen Daten, die auf einen gewissen Anstieg kolorektaler Krebserkrankungen bei jungen Menschen hinweisen.
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Die Empfehlung, die Dickdarmkrebsfrüherkennung mit 45 zu beginnen, ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Denn es ist die wichtigste Änderung seit Jahren in den Krebsfrüherkennungs- Leitlinien. Auch über die Mammografie zur Brustkrebsfrüherkennung wurde früher intensiv diskutiert, doch dabei ging es eher darum, wie häufig Mammografien erfolgen sollten .
Kolorektaler Krebs: Früherkennungbeginnt nun nach einer geänderten Altersempfehlung, die Auswahl zwischen den bestehenden verschiedenen Testmöglichkeiten wurde jedoch nicht geändert (beispielsweise Koloskopie alle 10 Jahre oder jährliche Stuhltests).
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Die weltweit bestehenden Leitlinien zur kolorektalen Krebsfrüherkennung empfehlen bei Menschen ohne Beschwerden oder familiäre Vorgeschichte kolorektalen Krebses ab 50 eine routinemäßige Untersuchung auf kolorektalen Krebs und Polypen . Unterschiede bestehen jedoch bei Untersuchungshäufigkeit, Endalter und bevorzugter Methode. Auch für Hochrisikopersonen variieren die Empfehlungen hinsichtlich Beginn, Häufigkeit und Methode. Menschen mit auf Kolon- oder Rektumkrebs hinweisenden Anzeichen oder Beschwerdensollten selbstverständlich ohne Abwarten zum Arzt gehen, auch wenn sie jünger sind.
Auch früher wurde ein früherer Beginn der Kolon- und Rektumkrebsfrüherkennung vorgeschlagen. Mitte der 1990er-Jahre hatten sich die meisten Organisationen jedoch auf 50 geeinigt, und die Empfehlung war seit 20 Jahren unverändert geblieben. Diese Änderung sollte nicht als Konflikt zwischen Institutionen betrachtet werden: Die American Cancer Society (ACS) hat ihre Empfehlung gerade neu veröffentlicht, während die ebenfalls maßgebliche US Preventive Services Task Force (USPSTF) zuletzt vor 2 Jahren aktualisiert hatte.
Steigende Raten bei jungen Menschen
Die American Cancer Society betonte, dass trotz kontinuierlich sinkender kolorektaler Krebshäufigkeit ab 55 seit 1994 bei unter 50-Jährigen eine Zunahme um %51 besteht. Auch krebsbedingte Sterberaten in der jüngeren Altersgruppe steigen seit Kurzem, was einen der Gründe für einen früheren Beginn der Früherkennung darstellt.
Für die Aktualisierung verwendete die ACS eine neue, aktuelle Studien zu den steigenden kolorektalen Krebstrends bei jungen Erwachsenen einbeziehende Simulations-/Modellierungs- Studie. Die Ergebnisse zeigten, dass verschiedene Früherkennungsstrategien einschließlich Koloskopie im Abstand von 10 Jahren ab einem Beginn mit 45 gegenüber einem Beginn ab 50 mehr Lebenszeit und ein günstigeres Nutzen-Belastungs-Verhältnis bieten. Dennoch müssen wir noch einige Jahre warten, um die tatsächlichen Auswirkungen einer Senkung des Früherkennungsalters auf 45 zu sehen.
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Zusammenfassend, ist kolorektaler Krebs in unserem Land bei Frauen wie Männern die 3. häufigste Krebsart. Trotz dieser Häufigkeit erscheint eine frühe Diagnose durch richtig geplante medizinische Kontrollen weitgehend möglich. Die Diskussion, ob das Früherkennungsalter 45 oder 50 sein sollte, wird wohl noch eine Weile weitergehen. Ein eigenes Problem ist jedoch, dass der Großteil der Bevölkerung die empfohlenen Untersuchungen nicht durchführen lässt. Deshalb haben alle gesellschaftlichen Bereiche wichtige Aufgaben, um kolorektale Früherkennung zu verbreiten und mehr Menschen ihren Nutzen zu ermöglichen.
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Quellen
Colorectal cancer screening for average‐risk adults: 2018 guideline update from the American Cancer Society.
CA: A Cancer Journal for Clinicians, 30 May 2018
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